Gesättigt

Gerade eben herumhuschend in fremden Gefilden ferner Gedanken und neutralisierender Partikel. Ein Gewebe aus einer Materie meiner  so weit entartet. Wie schön sie schreiben können, ihre Artikulation ein Spektrum an Fantasie und Einfallsreichtum. Gelenktes Wort. Köstlich in der Rezeptur. Und ich spucke es aus, weil ich es nicht ertragen kann. Dieses ständige sich-miteinander-vergleichen.

Vergleiche. Konkurrenzkampf. Es wurde mir heute wieder einmal bewusst ins Gehirn getrümmert, als ich in der Skill-Runde saß und diese schein Perfektionisten ihre banale Welt offenbarten, jeder mit dem Glanz ihrer Lüge beseelt. Fanatisten. Spekulanten. Schon im Kindergarten fängt es an, wenn Kind um Kind sich beweisen will. Wer ist der Beste? Wer wird der Erste? Behauptungsregeln. Ausstoßen. Vorstoßen. Herumstoßen. Widerlichkeiten einer generierten Evolution.

In der Schule geht es weiter. Mit Notenquälerei. Könnensprahlerischem firnisen Unglanz. Der sich mit jedem neuen Jahr steigert und im Wahn verfällt. Die Schwächsten bleiben Zurück. Ihre Strecke beginnt in der Psychiatrie. In denen sie sich von der Anmaßung des Systems versuchen zu kurieren. Aber wie kann man ein Fundament verbessern, wenn das Gebäude bereits steht?

Dann verbessert sich einzig das Krankhafte. Schält sich heraus und vertieft seine teuflische Spur. Es muss besser werden! Besser als der Beste! Trampelt und Spukts in jenem Schädel. Und das Beste wird das Schwächste. Denn im Zwang liegt der Teufel. In dem ständigen mit-sich-unzufrieden-sein. Aber anders gehts nicht. Anders ist längst vorbei.

Und jetzt sieche ich hier. Bin zerrißen in mir. Weil nichts mehr Heil bleibt. Die Gänze ging verloren.

Wäre gern besser als die ganzen Blogger die mich dennoch zum Lachen bringen. Zum Staunen. Zum weiterlesen.

Wäre ziemlich willig meine Künste zu perfektionieren, würde morgen schon wie ein Da Vinci malen.

Wäre unheimlich beflissentlich könnte ich singen, wie die Oper und Herzen berühren wie kein Zweiter.

Würde allerliebst ein Leben vorweisen, dass man beneiden kann. In dem man sich wohlfühlt und einmischen will.

Hab aber kein Leben und lebte noch nie.

Auch wenn manchmal sich kleine zarte Gedanken in mein Hirn brennen, die mich erinnern, dass ich auch etwas erlebt habe. Aber jedes Erleben fühlte sich nie wie Leben an. Nie, wie andere es darstellen und genießen. In den Momenten in denen ich Schwach werde und verende am anderen Ende.

Jetzt will ich von Niemandem mehr wissen, wie er lebt. Was er tut, macht und für Pläne hegt.

Ich habe keinen Appetit mehr.

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