Schwarz

Ich kann nicht mehr. Ich kann wirklich nicht mehr. Eine einzige Tragödie ohne Ende, ohne Hoffnung, ohne Ausweg. Es gibt nicht einmal den kleinsten Funken Licht in meiner dunklen Welt. Ich liege begraben unter all dem Schutt. Ich habe kein Leben. Keine Qualität. Bin nur da um anderen die Luft zu stehlen, die Zeit, die Kraft. Unnötig weitere Herzschläge zu vergeuden, warum kann ich nicht einfach gehen? Ich will mich auflösen, nicht mehr da sein, fort. Meine Existenz hat ihren Sinn verloren, schon vor sehr langer Zeit. Ich hätte tot sein sollen, schon sehr oft. Warum lebe ich noch? Siehst du mich gern leiden? Heulend, flehend, schreiend Nacht für Nacht? Amüsiert dich dieses Drama? Lachst du mich aus und drängst mich tiefer in den Abgrund. Habe kein Zu Hause mehr. Es gibt kein Daheim. Keinen Ort, der mir Geborgenheit gibt. Ich wandle zwischen zwei Unterwelten. Die eine bringt mir jenes Leid, die andere ein anderes. Ich sterbe, ich habe schmerzen. Es tut weh. Und es sind nicht nur Worte. Nicht nur ein paar binäre Codes. Es ist die Realität zwischen den Worten. Keine Menschen die mir Halt geben, die mich heilen, keinen dem ich Vertraue. Ich habe keine Eltern. Sie sind da, aber nur auf dem Papier und in leeren Phrasen. Doch sie haben ihre Pflicht vergessen. Warum hat mich keiner gefragt, ob ich leben will? Und wenn doch, warum habe ich bejaht? Ich möchte einen Vater und eine Mutter, einen Bruder und eine Schwester, die für mich da sind. Die nicht nur sich in den Mittelpunkt drängen und auf ihr Leid lamentieren, die nicht wegsehen und alles schlimmer machen. Ich möchte die Welt umarmen können…

Aber im Moment, möchte ich nur noch tot sein. Dem ganzen Dreck den Rücken kehren und verschwinden. Wenn ich nicht mehr denken kann, gehts mir gut. Wenn alles schwarz, leer und nichts ist, wird es besser sein als jetzt.

Einmal, ich war da schon, muss ichs noch wagen.

Wieder diese Stille berühren und diesmal nie mehr loslassen. Nie mehr aufwachen.

 

Mein Clown, du schläfst.

Lache für mich, spiegel meiner Zuversicht.

Die andere Seite

gibt es nicht.

 

 

 

Die Pillen sind da, weil das Schwert fehlt.

Die Tüten liegen bereit, die mir die Luft nehm.

Die Kugel fehlt, die mein Hirn sprengt.

Wenn ich könnte wäre es ein Schnitt, ein Tropfen, nur ein Augenblick.

 

Dann sah ich die Macht für einen kurzen Augenblick, die in meinen Adern hängt und zwischen den Zeilen steht.

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