Fussel

Und ich bin nichts. Ich zerbreche an meinen Scherben. Meine Worte nehmen mir die Luft. Überall liegen Fragmente einer Erinnerung, die nicht die meine ist. Je tiefer ich greife, desto mehr entwindet es sich meinem Griff. Verloren in einem Geist. Mein Atem kommt zum Stillstand. Ich habe nichts mehr. Fühle die Leere in meinem Herzen, wenn ich sie glaube zu verlieren. Jedes Mal die Zweifel, die Lügen, dieser tiefe Abgrund vor meinen Füßen. Kann sie nicht halten. Die Angst wird zu einem gigantischen Loch, dass alles in sich reißt. Mit dem Hauch meiner Berührung, der Sehnsucht meiner Seele, zerschmetter ich die Welt. Keiner bleibt. Sie verschwinden und ich werde am Ende ganz allein zurückbleiben. Ist das nun gut oder schlecht? Habe ich Überlebt? War ich einfach nur stärker als der Rest? Warum bin ich dann so alleine?

Und dann stehen Worte geschrieben mit dem Blut meines Herzens. Quälende Wahrheit im Zwielicht trauriger Hoffnung. Auf Irrwegen in eine Richtung unterwegs, die kein Friede kennt. Mein Glück liegt in deinen Händen.

Eine Realität die ohne Träume lebt, ist nichts weiter als ferner Sternenstaub toter Planeten. Die Welt ist ihr eigener Richter und zugrunde gerichtet.

Halt still, mein Herz, sonst schneidest du dich an der harten Wirklichkeit, die sich um dich gelegt hat, wie herabfallende Asche.

Nein, lass mich nicht schlafen. Ich will nicht träumen. Ich ertrage die Süße in meinen filigranen Fingerspitzen nicht, die durch mein Bewusstsein raunt. Bitte, lass mich nicht gehen. Zieh mich nicht in die Finsternis, die mich säuselnd in ihre lauwarmen Tiefen zieht und bedeckt mit grausamen Wünschen ohne Wahrheit. Lass mich gehen. Den Körper liegen bleibend und ich zieh mit den Wolken ins All.

Manchmal habe ich keine Ahnung von der Welt. Und manchmal, will ich nichts mehr wissen.

In aller Nüchternheit diktier ich meinem Herz die Ausweglosigkeit vergangener Fehler in heutiger Zeit.

Ständig aufzuwachen. Neu zu beginnen. Immer wieder die Scherben aufzusammeln und versuchen mit verwaschenen Erinnerungen ein Ganzes zusammen zu kleben. Das Vorige existiert nicht mehr, weil es in meinen Träumen verloren ging.
Die Grenze des Erträglichen, wenn ich nicht mehr warten kann, reißt mich die Zeit in Stücke.
Ich hab alles Falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Selbst das Falsche ist verfälscht.

Ich kann die Lücken sehen, die dein Verschwinden hinterlässt. Und ich habe keinen Platz mehr für den Schmerz, den du mir zufügst.

Jetzt fasst du alles um dich herum an als wäre es aus Zuckerstaub und würde mit der kleinsten falschen Zuckung zu Asche zerfallen, die sich im Wind auflöst und dich wieder allein zurücklässt. So wie es ständig passiert. Die Welt hat dich verlassen, das Versprechen ging in all den Jahrhunderten verloren. All die Menschen haben dich zerstört und dir den Glanz genommen. Die Kristalle deines Herzens gestohlen und in winzige Atome dem Nichts überlassen. Niemand will, dass du so wirst, wie du bist, denn dann wären die anderen ja nichts mehr wert, weil dein Leuchten sie in den Schatten stellt.
Die Wahrheit ist, dass du nicht mal mehr Atmen kannst ohne Furcht, du könntest die Realität wegpusten und die schönen Träume zerstören, die sich in deinem Hirn verweben und manifestieren.
Wenn du nur einen Finger rührst, wenn dein Koma erwacht, wie wird dann die Zeit reagieren, in all ihrem Ticken.
Nicht jeder möchte mit zaghaft flattrigen Händen berührt werden, manche Menschen musst du fest anpacken, damit sie dich spüren können und du nicht wie ein Lufthauch an ihnen vorüberziehst. Du musst sie festhalten, mit ganzer Kraft. Aber wie könntest du das, in der schwachen Position eines herab schwebenden Fussels, der niemanden berühren will. Deine Angst steht dir wieder einmal im Weg. Sie tut es immer. Bezwinge die schauderhaften Momente die sich in deinem Kopf fest zu setzen drohen.

Und jetzt zerspringt dein Herz. Du kannst es in jedem Ticken der Zeit spüren. Mit jedem Milimeter springt ein Splitter von deiner Seele und verteilt sich auf dem dreckigen Boden. Wielange noch? Wielange musst du noch leiden, ehe alle Qualen enden? Du willst, dass es sofort vorbei ist. Dass du nie wieder etwas spüren musst. Aber du weißt auch, dass das kein Ende hat, es ist keine
Das ist traurig und ätzend und traurig und traurig und einsam.

Und du weißt, was die Wahrheit ist. Die Wahrheit ist, dass du es nicht ertragen kannst. Dann lenkst du dich mit den Problemen der anderen ab. Armselig.

Ich will den Traum zurückhaben!
Alternative. Es gibt nur nach Vorne. Ob mit oder ohne Herz. Die Schmerzen bleiben stehts die gleichen. Egal wie weit du gehst, egal wie viel zu erträgst. Halt es aus und es wird irgendwann… besser.

Part I-III

Part I – Wir

Ich dachte, ich könnte helfen. Ich könnte jemanden sagen, was er besser machen kann, weil ich mich dadurch besser, nützlich, etwas wert gefühlt habe und helfen konnte. Ein Leben zu retten oder zu verbessern.

Allerdings war das eine falsche Annahme. Man kann die Menschen nicht ändern. Nicht mit meinem kümmerlichen Dasein und das, was ich bin und wie ich es bin.

Aber manchmal sind die schwierigen Wege und die gefährlichen Verlockungen am Ende unserer eigener Untergang. Was wäre geschehen, wenn ich mich je anders entschieden hätte… und schon diese Frage bringt mich von meinen selbst auferlegtem Grundsatz in Zwietracht.

Es gelingt nichts mehr und die Welt türmt sich gegen mich. Die Worte sind wie eine weit entfernte Masse, die sich nicht mehr greifen lässt. Irgendwo hinter einer schwarzen klebrigen Lage, die man nicht durchstoßen kann.

Ich bin weit weg.

Die Versuche, sind kläglich gescheitert, eine Welt aufzubauen, in der es sich zu leben lohnt. In der ich Menschen um mich habe, die mir guttun. Aber es gibt mehr Vampire, als ich angenommen hatte. Und ich muss die Parasiten von mir stoßen, um mir selbst eine Chance zu geben.

Ist Egoismus in dieser Sache angebracht, wenn man andere Menschen allein lässt, nur um selbst leben zu können?

Es gibt sicherlich Ausnahmesituationen, so wie jedes Leben eine Ausnahme ist. Nichts ist in Büchern verankert und nichts kann in der Erfahrung eines anderen gemessen werden.

Ist das nicht eure Einzigartigkeit, die ihr zu oft in den Dreck werft?

Part II – Du

Du gerinnst in meinen Adern zu einer frostigen Instanz. Manchmal bist du noch da, dann wieder weit entfernt, aber nie mehr so nah, wie ich es damals gespürt habe. Du verlierst an Bedeutung und das bricht mir beinahe das Herz, das derzeit von einer kühlen Taubheit umschlossen wird. Einer ahnenden Apathie.

Ich versuche mich mit anderen Menschen, ja sogar Männern, von dir abzulenken. Versuche dieses Leben irgendwie so zu gestalten, dass ich überleben kann.

Es fühlt sich an, als würde ich auf der Autobahn kreise ziehen. Immer dieselbe Ausfahrt nehmen und nie ans Ziel gelangen, weil ich mich nicht traue, von den alten Wegen abzudriften.

Ich habe deine Nummer aus meinem Handy gelöscht, habe dich fast aus meinem Kopf verbannt. Nur in manchen Nächten erscheinst du mir noch im Traum, doch selbst da, weißt du nicht mehr wer ich bin, gehst an mir vorbei, dein Blick, als würde er durch Luft gleiten, zieht an mir vorüber.

Du bist längst nicht mehr hier, weil ich von Anfang an nie bei dir war.

Part III – Gemeinsam

Ein kleiner Neuanfang. Eine eigene Welt, die ich nach und nach aufzubauen wage, mit Menschen, die sich lohnen. Die mein Herz umschmeicheln, es tänzelnd macht. Ich stehe zwischen hier und der Vergangenheit. Zwischen jetzt und einer Zukunft. Kann dieser Moment nicht für immer bleiben?

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

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Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

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“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

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