Part I-III

Part I – Wir

Ich dachte, ich könnte helfen. Ich könnte jemanden sagen, was er besser machen kann, weil ich mich dadurch besser, nützlich, etwas wert gefühlt habe und helfen konnte. Ein Leben zu retten oder zu verbessern.

Allerdings war das eine falsche Annahme. Man kann die Menschen nicht ändern. Nicht mit meinem kümmerlichen Dasein und das, was ich bin und wie ich es bin.

Aber manchmal sind die schwierigen Wege und die gefährlichen Verlockungen am Ende unserer eigener Untergang. Was wäre geschehen, wenn ich mich je anders entschieden hätte… und schon diese Frage bringt mich von meinen selbst auferlegtem Grundsatz in Zwietracht.

Es gelingt nichts mehr und die Welt türmt sich gegen mich. Die Worte sind wie eine weit entfernte Masse, die sich nicht mehr greifen lässt. Irgendwo hinter einer schwarzen klebrigen Lage, die man nicht durchstoßen kann.

Ich bin weit weg.

Die Versuche, sind kläglich gescheitert, eine Welt aufzubauen, in der es sich zu leben lohnt. In der ich Menschen um mich habe, die mir guttun. Aber es gibt mehr Vampire, als ich angenommen hatte. Und ich muss die Parasiten von mir stoßen, um mir selbst eine Chance zu geben.

Ist Egoismus in dieser Sache angebracht, wenn man andere Menschen allein lässt, nur um selbst leben zu können?

Es gibt sicherlich Ausnahmesituationen, so wie jedes Leben eine Ausnahme ist. Nichts ist in Büchern verankert und nichts kann in der Erfahrung eines anderen gemessen werden.

Ist das nicht eure Einzigartigkeit, die ihr zu oft in den Dreck werft?

Part II – Du

Du gerinnst in meinen Adern zu einer frostigen Instanz. Manchmal bist du noch da, dann wieder weit entfernt, aber nie mehr so nah, wie ich es damals gespürt habe. Du verlierst an Bedeutung und das bricht mir beinahe das Herz, das derzeit von einer kühlen Taubheit umschlossen wird. Einer ahnenden Apathie.

Ich versuche mich mit anderen Menschen, ja sogar Männern, von dir abzulenken. Versuche dieses Leben irgendwie so zu gestalten, dass ich überleben kann.

Es fühlt sich an, als würde ich auf der Autobahn kreise ziehen. Immer dieselbe Ausfahrt nehmen und nie ans Ziel gelangen, weil ich mich nicht traue, von den alten Wegen abzudriften.

Ich habe deine Nummer aus meinem Handy gelöscht, habe dich fast aus meinem Kopf verbannt. Nur in manchen Nächten erscheinst du mir noch im Traum, doch selbst da, weißt du nicht mehr wer ich bin, gehst an mir vorbei, dein Blick, als würde er durch Luft gleiten, zieht an mir vorüber.

Du bist längst nicht mehr hier, weil ich von Anfang an nie bei dir war.

Part III – Gemeinsam

Ein kleiner Neuanfang. Eine eigene Welt, die ich nach und nach aufzubauen wage, mit Menschen, die sich lohnen. Die mein Herz umschmeicheln, es tänzelnd macht. Ich stehe zwischen hier und der Vergangenheit. Zwischen jetzt und einer Zukunft. Kann dieser Moment nicht für immer bleiben?

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