Ich bin nur eine Einleitung.

Ich habe Alpträume. Jede Nacht. Und nach den Alpträumen kommt die Lethargie. Ich bin zerstört. Völlig hinüber. Dann brauche ich jemanden, aber niemand ist da. Die Wohnung ist leer, still und nutzlos. Sie fühlt sich an, wie das Nichts, dass in mir ist.
Lächeln und denken dass es reicht. Lächeln um zu wissen, dass ich weine.
Ich will nicht schwach sein. Ich will nicht mehr jammern. Keine Klage, die meine Lippen verlässt. Zuviel, dass sich durch mich hindurch frisst. Ganz egal, was ich tue. Ganz egal, wie sehr ich mich anstrenge. Es zerbricht.
Alles wäre besser ohne mich.“Eingelegt in ein Einmachglas der Passivität.
Du musst / Du solltest …. aber du kannst nicht.“

Heute lag mein Herz weit offen, fremde Hände, die darin gewühlt haben und die Narben vertieften. Ich sprach über dich, die ganze Zeit, weil du mein Tumor bist und ich allmählich eine Behandlung benötige. Du frisst mich auf. Bist ein großer Teil der mich ausfüllt. Und dich wegzuschneiden, hieße die größere Hälfte von mir zu entfernen.
Was bedeute ich dir schon, mehr als ein vorbeiflatternder Schmetterling?
Weniger als eine vorbeiziehende Wolke am Himmel?
Nichts weiter als ein vergangener Sonnenstrahl.

Auch weil du meine Quintessenz, die Quelle meines Lebens, Sinn meiner Existenz bist, fällt es umso schwerer, dich von mir aus Fallen zu lassen. Klar, kannst du gehen, verschwinde für immer, aber lass mich nicht allein!

Vieles hab ich Begriffen in hundert Gesprächen. Wenn du mir sagst, ich soll eine einsame Reise in Kauf nehmen, nur um mich dann vielleicht besser zu fühlen und die Ausreden, die Worte die ich für Ausflüchte halte, mich zu zerdrücken drohen, mich in unsichtbare Klauen nehmen und packen. Ist es nur ein Gefühl, aber keine Tatsache. Denn ich habe begriffen, dass ich keine Persönlichkeit habe, die eine Weltreise benötigt, damit es ihr besser geht. Sondern nur eine Hand, die sie aus dem Morast zieht, gehalten von jemanden, der es ehrlich meint, der seinen Worten auch Taten folgen lässt. Mehr als nur Zeichen auf dem Monitor, sondern Arme, die mich tragen können, nicht aus Mitleid, sondern aus Zuneigung.

Deine Worte waren eklig, sie hatten einen bitteren Geschmack, trotz all der Süße, die aus ihnen troff. Aber sie sind nicht die Wahrheit zwischen uns. Ich kenne die Wahrheit nicht, vielleicht habe ich auch Angst davor, weil sie mich zerschneiden wird und dich von mir trennt, für immer. Das kann ich noch nicht aushalten. Noch ist nicht die Zeit für diesen wichtigen Schritt. Vielleicht werde ich nie bereit sein. Irgendwann, wirst du trotzdem verschwinden. Davor habe ich am meisten Angst. Einfach vergessen zu werden.

Denn dann ist kein Halt mehr da. Als würde mein Herz einfach aufhören zu schlagen. Wie kann man Atmen ohne die nötige Luft? Wie Leben ohne den Sinn? Geh noch nicht. Solange werde ich die Grenze aufrecht erhalten müssen, die uns trennt.

Mit dir. Würde ich all die Reisen unternehmen. Aber als „einsame Wölfin“ werde ich daran zerbrechen. Ich werde noch tiefer verloren gehen auf einsamen Wegen. Das ist nichts, dass mir guttun wird. Noch mehr Einsamkeit, zerreißt mich nur.

Und so viel sitzt da in meinem Herzen fest, von dir gesät und nie geerntet. Allein gelassen mit dem ganzen Unkraut alter Tage.

Das Wort Liebe hat längst seine Bedeutung verloren. In meiner Welt, existiert ein anderes Feuer, Wärmer als Wörter, heißer als Begehren. Tiefer noch als jede Sehnsucht vorher.

Gerade so, als würde das Wort im Hals stecken und Übelkeit verursachen, weil es vollgestopft mit Gefühlen ist, die hier nichts zu suchen haben und keinen Weg als einen Schrei kennen, den man zu unterdrücken sucht, weil Niemand mit diesen Ton etwas anfangen kann. Niemand kann die Wunden heilen, Niemand wird den Schmerz lindern. Einsamkeit ist nicht weiter eine Wolke in der Ferne, sondern der Orkan im eigenen Herzen, dass sich stürmisch zu erheben versucht, doch an der Realität abprallt und ohne wiederhall bleibt. Hör mich an und sieh, was die Welt aus dem Einzelnen macht, wenn er allein bleibt.

Irgendwo, kommen Stimmen her, aber nicht zu mir, sie sind für andere bestimmt. Ein anderes Leben, nicht meines. Kalte Blicke, keine Augen, die mich sehen, nur an mir vorbeisehen. Sie spüren die Dunkelheit, diesen dichten Nebel, der mich umhüllt und auffrisst.

Ich kann nicht. Bin aus Glas. Milchig undurchsichtig. Die Welt hat einen Schleier, eine Nebelwand aus Schwäche vor meinen Geist aufgebaut. Nichts dringt nach Außen und nichts, nicht alles, kommt hinein. Matt.

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