Glasmensch

Inmitten dieser Ruine stehen alte Fragmente, Gebäude, die einst auf festem Fundament standen und nun in sich zusammenfallen, weil nichts sie mehr halten kann. Zwischen den herausragenden Stäben steht ein „richte mich wieder auf“ und „hilf mir zu stehen“.

Stell dir vor die Welt besteht nur noch aus Glas. Dein Körper ist eine lebende durchscheinende Skulptur. Alles was darin ist kann man sehen. Aber die Vorgänge deiner Organe werden mit der Zeit langweilig und eintönig, deswegen bemächtigen sie sich deines letzten dunklen Ortes. Sie bauen Scheiben in deine Gedankenwelt. Eröffnen sie. Machen sie für jeden zugänglich. Nichts darin soll mehr verborgen sein. Was mit der Sezierung des Körpers begann hört niemals im Kopf auf. Und allmählich hast du vor deinen eigenen Vorstellungen angst, weil du befürchtest, nichts mehr Geheim halten zu können. Dabei handelt es sich bei deinen Geheimnissen nicht einmal um Staatsgeheimnisse, schwarze Machenschaften oder Intrigen im Freundeskreis, sondern lediglich um ein simples Gefühl. Emotionen sind letztlich alles alles was du bist.
Und all das, befindet sich lediglich in einem Wort, das jeder der es hört und sieht zerpflückt und nach seinen Gutdünken beurteilt.
Bewerten, verwerten, entwerten.
Daraus besteht, was sie dir in den Mund legen. Letztlich gehört kein Wort dir und alles was du sagst, macht es noch schlimmer.
Warum dann erst denken? Warum dann erst fühlen?
Weil es menschlich ist. Weil das alles ist.

Mein Gewicht liegt auf deiner Seele. Ich breite mich aus, werde zu einem Teil deiner Welt, während meine immer enger wird. Schrumpfend lege ich mich zusammen. Ich bin das feine Tuch, dass du säuberlich zusammenfaltest und in den Schrank legst.
Alles was vorher war, verschwindet nach und nach. Es geht in dir verloren. Mit dir kommt eine neue Erfahrung. Eine neue riesige Welt.
Und wo bleiben Sie? Allmählich lerne ich den Unterschied kennen, das was Liebe bisher war und das was sie tatsächlich ist.

Sie sagte, dass ich in dir verloren gehe, dass ich mich vielleicht völlig auflöse, weniger werde, bis nichts mehr von mir übrig ist. Ist das die Gefahr, vor der man mich warnen wollte, das was ich wirklich bin? Das ich gar nichts bin, wenn Niemand da ist, der ich sein kann.
Und wenn du weniger wirst, schmelze ich zu einem Haufen Nichts.

Eva Strittmatter:

Du bist nicht die Antwort auf meine Fragen
Du bist nicht der Sinn meines Lebens
Und wenn ich morgens aufwache
Habe ich nicht von dir geträumt
Du bist keine meiner Erinnerungen
Du bist keiner meiner Gedanken
Und wenn ich durch die Stadt gehe
Sieht dir niemand ähnlich
Du bist nicht mein Glück
Du bist nicht meine Tränen
Und die Liebesbriefe im Schrank
Sind nicht von dir
Du kennst mein Lachen nicht
Du hast mich nie leiden gesehen
Wenn wir aneinander vorbeilaufen
Sind wir uns gleichgültig
Und da rieche ich deinen Duft
Drehe mich um
Du bist nicht bei mir

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

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Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

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“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

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