Existenz(en)

Abschnitte verleugnet. Gelogen um dem Schicksal zu entkommen. Irgendwo liegen geblieben und nicht wieder gefunden. Verschüttet von grauer kalter Asche. Weck mich auf, dass ich endlich wieder leben kann.

Mir geht es nicht gut. So leicht gesagt und so wenig geholfen. Ich möchte nicht wieder in die weißen Wände. Ich  möchte nicht in dieses sterile steife Bett, diese leeren Tage und diese Hilflosigkeit zurück. Da wo ich hin soll, das was sie raten. Gespräche, die mich zum scheitern bringen. Eine Frau die mir nicht zuhört. Viel leichter ist der Gedanke an den Tod. Der Gedanke irgendwas schädliches zu mir zu nehmen. Auf Arbeit war da dieses Messer und es hat so leise gesprochen, hat fast gefleht. Ich hab es angestarrt, hab es angesehen wie etwas neues, eine neue Möglichkeit. Ein anderer Rahmen, mit falschen Gedanken. Wenn ich nur genug Mut hätte. Aber sie dafür verlassen? Verlieren? Es gibt nichts besseres als sie. Auch wenn viele Gründe ein Schmerz hervorruft und Zweifel und eine Ausweglosigkeit. Ist sie das Beste in diesem Leben.

Ich weiß nicht, wie ich die nächsten Tage überlebe. Ich weiß nicht, ob ich nicht irgendwann doch einknicke, durchdrehe, der Stöpsel sprengt und ich was dummes tue. Es drängt mich danach frei zu sein. Im Kopf. In der Welt. Aus der Welt.

Nur noch traurig. Eine jämmerliche Gestalt. Wie er noch  bei mir bleiben kann ist mir ein Rätsel. Seine Wohnung sieht aus wie der dritte Weltkrieg, weil es in mir nicht anders aussieht. Ich würde gern woanders sein. Allein. Doch wie ich sehe, geht das nicht mehr. Denn wenn ich allein bin, ist es gefährlich. Wie kann ich für jemanden da sein, wenn ich nicht einmal für mich da bin?

Zerrissen. Immer mehr. Alle Stricke beginnen zu reißen.

Es scheitert an so einfachen Dingen, wie aufstehen, raus gehen, reden. Selbst kleine Treffen werden nicht wahrgenommen, weil die Wahrnehmung so fraktal ist. Ich schaff es nicht. Dinge, die ich so gerne sagen würde, mitteilen muss, gehen unter in diesem Schmerz. Diesem scheiß egoistischen Leid, das mich umwandert.

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