Kreise

Meine Luft ist schwer. Ich kann kaum atmen, so sehr schmerzt mich das atmen. Kein Gedanke kann zu ende gedacht werden. Ich habe keine Kraft mehr weiter zu machen. Ich beginne Dinge, ohne sie zu beenden. Fange an ohne zu wissen wie es weiter geht. Drehe mich im Kreis, trete auf der Stelle, den Kopf gegen die Wand, den Körper dazwischen. Weiß nicht mehr weiter, nicht wohin. Alles ist wirr und schwer. Meine Lider wollen zufallen und nie mehr wieder aufgehen. Ich suche Schlaf und kann nicht schlafen. Ich schreibe Worte und lösche sie anschließend wieder. Nichts ist ganz, nichts komplett. Ich bin verloren.

Ständig sprechen sie von einem Spiel, dass sie verloren haben. Das habe ich längst. Längst verloren.

Einfach nichts ergibt einen Sinn. Ein Taumel der mich umgibt. Die Freude bleibt nicht für lange. Der Schmerz ist meine Heimat, in der ich nicht bleiben will. Streife umher, obdachlos, ausgesetzt. Ich werde vergessen werden, spüre, wie ich langsam verschwinde. Mich gibt es doch schon gar nicht mehr. Wer wird sich erinnern?

Habe über Madoka nachgedacht. Allmählich nehme ich die Figur der Homura an. Der besten Freundin, die als einzige darum weiß. Um das ganze Große. Alles um sie herum zerfällt nur um einen Menschen zu retten.

Es löst sich auf. Blättert von meiner Haut. Altes Fleisch, dass neuem Platz schafft. Ich habe keine Hoffnung, es ist nur ein weiteres Tor, dass ich durchschreite. Es wird der selbe Weg bleiben, die selbe Hoffnungslosigkeit, nur mit etwas mehr Schnee.

Ich bin zu spät. Wieder einmal habe ich den Zeitpunkt verpasst. Verpasst da zu sein, verpasst zu gehen. Kreiselnd dreht sich die Welt, aber ich stehe am Rand, drehe mich nicht mit. Sehe zu, wie alles um mich herum in Bewegung ist, während völliger Stillstand mich begleitet und ich weiß, nicht rechtzeitig anzukommen. Am Ende bleiben mir nur die Scherben, Trümmer einer Welt, die ich hätte retten können. Andere waren da, andere waren schwach und zerstören mit ihrem Verschwinden, lassen Kerbe für Kerbe zurück, biss die Risse unheilbar werden und für mich zu einer Schwierigkeit wird, die niemand überwinden sollte.

Ein Gefühl, unberührt zu sein…

 

Ich bin müde. Einfach nur noch unendlich müde. Doch möchte ich nicht schlafen, aus Angst vor den Träumen. Sinnloses Gebrabbel, mein Kopf so dumm, renn gegen Wände und breche mir das Genick. Dennoch so verzweifelt am Boden kriechend. Eine jämmerliche Gestalt, mehr ist es nicht mehr.

Längst tot, hätte ich sein sollen. Wollte es vor einer Woche. Gestern. Immer wieder und schaff es nicht. Sieh, ich kämpfe noch. Irgendwie.

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