Wünsche

Über ein paar Jahre habe ich keine eigennützigen Wünsche mehr hervorgebracht. Wenn es hieß, wirf eine Münze und wünsch dir was oder sieh die Sternschnuppe, du kannst dir was wünschen. Bei all diesen Gelegenheiten warf ich die Münze und sah die Schnuppe fallen, aber in meinem Kopf war eine endlose Leere, die nicht bereichert werden konnte. War ich glücklich und konnte mir deshalb nichts wünschen oder war ich der Wünsche müde geworden? Vermutlich wollte ich mir auch gar nichts mehr Wünschen, weil ich aufgegeben hatte. Jemand der nicht Leben will, braucht nichts mehr.

Deshalb habe ich die meisten Gelegenheiten anderen Menschen gewidmet. Einen Namen besonders oft gesprochen und mir gewünscht: Lass es ihr gut gehen, sie soll glücklich sein, mach ihren Weg einfacher und lass sie ihre Ziele erreichen. Nur sie… sie soll sich wohlfühlen und alle Wünsche der Welt für diese eine Person aufgegeben.

Doch heute, heute habe ich einen Wunsch für mich gefunden…

Gestern habe ich darüber nachgedacht, dass ich mir wünsche mit dir zusammen zu leben. Und dann habe ich gelacht, weil ich Angst vor der Erfüllung meiner Wünsche habe. (Du weißt wie ein Wunsch ausging. Die Affäre, die immer noch im Nacken sitzt und ihre Krallen wetzt, obgleich es längst vorbei ist, schwebt mir noch eine Hoffnung im Kopf die es nicht gibt). Ich habe keine Angst vor dir, sondern vor dem Ursprung des Wunsches.

Wie dunkel bist du?

  • Ganz dunkel.

Beschreib mir diese Dunkelheit.

  • Wenn du in den Abgrund starrst und der Abgrund zurückstarrt. So dunkel.

 

Heute herrschen so viele Monologe in mir, so viele Gedanken. Es ist einer von den guten Tagen, von den seltenen, an denen ich die Welt anheben möchte und sie mit allen Mitteln zu verändern. Aber morgen, ich habe angst vor dem Morgen, wenn alles wieder schwarz ist. Wenn dieses gute Gefühl von jetzt verschwunden ist, als wäre es nie da gewesen. Gerade versuche ich  mir deswegen nicht alles zu verbittern und lebe noch ein bisschen in diesem Gefühl, packe Dinge an, die liegengeblieben sind, ehe sie wieder liegen bleiben werden.

Ich bin so glücklich und so traurig. So schwer, das alles. Hörst du. Ich hab es fast wie du gemacht. Hab diesen Ort als ein Zuhause betrachtet und wurde beinahe angenommen, obwohl noch immer diese Skepsis in der Luft herumfliegt, der ich nicht trauen kann.

Aber auch mit Glücklichsein sind die Probleme nicht gelöst, sie verbergen sich nur für einen Moment um im nächsten erbarmungslos zuzuschlagen.

Pass mit deinen wünschen auf, hast du gehört!

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