Ausbruch: Verzweiflung

Du sagtest: „Lebe“ Aber ich kann das nicht. Ich kann nicht mal Atmen ohne mich selbst zu verletzen.

„Am Ende ist es doch so: Wir wollen im Grund nichts anderes, als einem anderen Menschen näher zu sein. Das ganze restliche Theater, wenn wir versuchen Distanz zu wahren, demonstrieren dass uns die anderen egal sind, ist meistens reiner Blödsinn. Also suchen wir uns die Menschen aus, denen wir nahe sein wollen. Und wenn wir diese Menschen einmal gewählt haben – bleiben wir meistens in ihrer Nähe. Egal, wie sehr wir ihnen auch weh tun. Die Menschen, die am Ende eines Tages noch bei einem sind, das sind diejenigen, die es wert sind, dass man bei ihnen bleibt. Natürlich kann man sich auch zu nah kommen – andererseits ist es manchmal genau das, was man braucht: sich jemandem ganz nah zu fühlen.“ – Grey’s Anatomy

 

 

Mein Lachen ist ein Verrat an der Traurigkeit die mich umgibt. Wenn jedes noch so kleine Grinsen sich anfühlt, als wäre es nicht erwünscht, obwohl es die einzige Heilung wäre. Wenn das Lachen stocksteif die Kehle hinaufklettert und mühe hat sich festzuhalten. Wehrst du dich dann noch?

Alles was den Kopf reizt, alles was die Sinne spreizt. Das gilt nicht für  mich. Nicht. Für. Mich.

Ich könnte mich retten, ich bin die Einzige die das kann. Stattdessen sperr ich  mich in diesen Kerker ein, verhungere, durste und lass mich allein. Unfähig mich zu bewegen, starre ich die Leere vor mir an… und die Leere starrt zurück.

Was verdammt tut hier weh? Welches Leben, wenn da keins mehr ist? Das was ich mir wünsche, dass was nicht existiert?

Gestern wollte ich mir das Herz aus der Brust schneiden, heute will ich es immer noch, raus und weg.

Noch immer die Suche nach den Nägeln. Den verstecken Scherben, die ich schlucken muss. Überall Misstrauen. Unter jedem Wort und hinter jedem Satz. Ich vertraue nicht. Ich glaube sogar fest daran, dass es falsch ist, dass all das Gute und Schöne nur eine weitere Bestrafung ist um mir zu zeigen, wie wertlos ich bin.

Ich weiß nicht, warum es irgendjemanden kümmern sollte. Ich weiß nicht, warum ich irgendwem etwas bedeuten sollte. Ich bin mit Stacheln gespickt und manchmal werfe ich damit um mich.

Heute ein starren gegen blinde Wände und die immer gleiche Liedstrophe im Kopf:

Niemand, Niemand kennt mich wie Du
Unbedingt, ich geb alles zu
Keine Enttäuschung, kein einziges Mal
Aber Dir ist eh alles egal

Der ganze Körper streikt bereits. Ich spüre es in den Armen und Beinen. Es fällt schwer sie zu bewegen. Es tut weh. Aber vielleicht kommt das auch daher, weil ich aufgehört habe zu Essen und Trinken.

Wo ist die rote Lampe, die aufblinkt, wenn Gefahr droht? Ich bin gefährlich. Eine tickende Zeitbombe. Was wenn ich die Kontrolle verliere und was wenn ich mir das wünsche? Ich sehe die lachende Fratze vor mir, wie sie die Lippen leckt und ihre Beine spreizt. Kaputt machen um ganz zu werden?

Meine Haut ist zu dick. Wenn ich mich schneide, tropft kein Blut. Ich komme nicht an die Venen heran. Dieser eine rettende Schnitt, scheint weiter entfernt, statt wenige Millimeter.

 

Du willst hören, dass du im Recht bist. Du willst Zustimmung, dass du es nicht verdient hast, schlecht bist? Oft weiß ich es nicht, weil du gelernt hast, immer ein neues Bild zu zeigen. Aber das stimmt nicht. Das war nie die Wahrheit. Nur deine Sicht. Weil ich sehen kann, wie du gekämpft hast. Wie du an dir selbst gewachsen bist um einem Menschen zu zeigen, wer du sein kannst. Nicht scheu, nicht dumm, nicht wenig. Was, wenn diese Menschen das einfach nicht erkennen können? Ist es nicht der selbe Kreislauf den ich hinterherrenne und du siehst es einfach nicht? Du siehst nicht, dass du der Mensch bist, dem du immer hinterher gelaufen bist.

Es ist so erbärmlich lächerlich, dass man darüber lachen könnte. Mit Tränen in den Augen und einem Loch im Herzen. Diese ewige Kreislauf. Die alte Geschichte. Der eine rennt ihm hinterher und sieht nicht wer hinter ihm steht. Wenn wir nicht stehen bleiben, wenn wir immer weiter rennen, begegnen wir uns nie, wie wir es sollten.

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