provozieren

Du leckst dir süffisant die Lippen. Spreizt den Mund und seine lächerlichen Worte. Das was du tust ist weitaus gefährlicher als gezeigt wird. Du manipulierst auf heimtückische Weise, du reizt das kleine perverse Spiel soweit aus, bis alles nur noch in seine Einzelteile zerfallen kann. Ruinen, auf denen du herumtrampelst. Keine Ehrfurcht vor irgendeinem Leben, dass dir nahe ist. Wie lange willst du dieses Spiel noch treiben? Dein Schädel bricht bereits auf. Die Dunkelheit kriecht durch die Risse. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis du die Faust lockerst und der Staub durch sie rinnt.
„Ich kann nicht anders.“ Wirst du winseln als feige Ausrede, deiner Faulheit. Zu faul zum aufstehen, zu faul etwas zu ändern, zu faul nett zu sein.
Kniest dich über seinen Leib und saugst ihn wie eine wilde Succubus aus ohne an die Folgen zu denken. An die seinen und an die deinen. Nur dem Trieb verfallen, nur darin, zuzusehen, wie kaputt du noch werden kannst. Wie weit sich die Spalte in deinem Kopf öffnet und du heraussickern wirst. Klebrig, eklig auf dem Boden liegst und dich nicht mehr bewegst. Das ist es doch, was du all die Zeit willst und wogegen du dich so sehr wehrst, dass du alles und jeden mit in diesen Zustand reißt. Die Finsternis bietet so viele Möglichkeiten und greift erbarmungslos um sich, in dem alles beherrschenden Fluch ihrer Fantasie.

 

Provokation zieht die Luft deiner Umgebung zusammen. Du provozierst das Schicksal und die Zeit. Kämpfst gegen die Urmächte, die niemand besiegen kann. Immer wieder und auf ein Neues, stellst du dich diesem Affekt. Weißt, wie er in dir drinnen reißt und die Gedanken auf die schiefe Bahn lenkt. Dein panischer Blick huscht immer wieder zu dem Spiritus in der geteilten Hoffnung sie mögen es nicht mitbekommen und sie sollen es doch endlich sehen und dir helfen. Du greifst nach den blitzenden, doch stumpfen Klingen und reißt Löcher in deinen Leib, damit sie dich endlich sehen können. Feuer brennt in deinem Kopf, aber niemand löscht die Flammen. Der Dämon wird lauter, schreit nach seinen Gefährten, dich zu zermalmen. Aber all das toben und tosen bleibt am Ende ein Wimmern in der einsamen Nacht, weil du verstehst, dass das alles nur der Krach in deinem Kopf ist und nichts davon jemals jemand anderen erreicht. Köpfe sind nicht dazu gemacht, einander anzusehen oder einander hineinzusehen. Heute sind sie nur dafür da krampfhaft wegzusehen. Spürst auch Du manchmal das zerren in deinem Kopf, der Schmerz der dagegen pocht? Vielleicht wird es Zeit die Augen zu öffnen.

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