Alles egal

Nicht wirklich. Nur ein Mantra, das ich mir versuche einzuimpfen, damit es endlich in meinem Kopf gelangt. Versuche mich an irgendwas festzukrallen, das es nicht gibt. In meinem Mund, der Geschmack von Blut. Aufgerissen an Worten, die ich nicht aussprechen konnte. Mein Herz stockt, ich wanke, aber du  hältst mich fest. Ich spüre feste Seile, ein Tau um meine Gelenke, die mich aufrecht halten. Du ziehst an mir. Überall. Dein Lächeln, es ist in meinem Kopf, während ich gemächlich zusammenbreche. Ich kann nicht vor dir weinen, das weißt du doch. Aber ich kann auch nicht mehr Lächeln. Sehne mich danach, dir jemand anderes zu zeigen, jemand der das kann. Dessen Haut zu leuchten beginnt und von Innen strahlt, ansteckend und schön. Wen siehst du wenn du an mir vorüber gehst? Du ziehst die Knoten um meine Handgelenke straffer und reißt an mir, damit ich nicht liegen bleibe. Aufstehen, nicht wahr? Ich höre deine Rufe in meinem Kopf. Soll mich nicht hängen lassen, kämpfe, weil du es mir beigebracht hast. Weil du der Kampf bist, der Kampf um das letzte Licht dieser Tage. Ich Seufze, rapple mich auf, aber du bist nur ein Schatten in meinem Kopf. Ein Gespenst, das um mich herum existiert, ohne je berührt zu sein.

Im Zug einen Bistrowagen gesehen, darauf lag das Buch. Ein Buch. Jenes Buch. Borderline. Schlag es mir nur ins Gesicht. Ich musste handeln, habe den Schaffner darauf angesprochen. Es gibt noch Hoffnung. Ich wurde hell, wach, klar, mutig und völlig verstört. Dieser Mann liest es, weil eine Bekannte diese Störung hat. Dieser Mann muss es nicht tun und tut es trotzdem. Gibt es denn sowas?

Beckman, mein alter Ego. Du bringst mich in Schwierigkeiten. Siehst du mein schiefes Lächeln. Wir ähneln uns, nicht wahr? Sind zwei gescheiterte Gestalten, ewig an dieses Leben gebunden. Es fühlt sich niemals endend an. Für immer, ist eine so schrecklich lange Zeit, wenn man niemanden an seiner Seite hat, der einem zeigt, dass es auch anders geht. Wir vermissen ihn wohl beide gleichviel. Und das, wo du ihm näher bist. Aber hab ich nicht längst seine Spur gefunden? Er hinterlässt sie wie Brotkrumen. Wir beide, haben nur verlernt hinzu sehen.

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