Unruhe

Ich kenne diese Art des Sturms, der in mir aufflackert, wie eine unruhige Kerze. Es ist das alte Gefühl. Es ist hier überall im Haus. Es wird von seinen Bewohnern ausgestrahlt, von den Wänden absorbiert und überall verteilt. Nervosität und Rastlosigkeit legt sich in mich ab und kreist wie Aasgeier in meinem Herzen. Wenn ich ihre Stimme höre, will ich fort. Sofort. Bereits ein Tag ist einer zu viel. Ich zerbreche, spüre, wie all die Wochen zerfallen. Es hat nichts genutzt.

Während ich die meiste Zeit nichts mehr fühle, tauchen Momente wie Messer auf und stechen mich nieder. Aus diesem Grund erst, dränge ich die Gefühle nieder, will sie nicht fühlen, nichts davon. Weil ich sie nicht ertragen kann, weil ich, wenn ich sie einmal fühle, völlig ausgeliefert bin. Es fällt schwerer nicht zuzuhören. Schwerer, sie nicht zu fühlen, wie sie sich versucht mit Gewalt in mein Bewusstsein zu schieben. Sie nistet bereits dort wie ein unsterblicher Parasit.

„Im Gegensatz zu dir liebe ich  meine Eltern“ hast du gesagt und es war grausam. Grausam, dass ich nichts empfinde, nur Hass mich durchströmt, statt irgendeine Art der Dankbarkeit, nistet da Wut auf meine und ihre Existenz. Ich kann sie nicht lieben, weil sie es niemanden einfach machen überhaupt so etwas wie Sympathie zu empfinden. Es tut weh. Es tut einfach nur weh, wieder hier zu sein, in diesem Hort der Schmerzen und so zu tun, als würde es mir nichts ausmachen. Als hätte sich irgendetwas geändert…

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