Sick

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Die Welt ist nicht länger eine Scheibe, sie ist ein Abgrund, der Tiefer geht als jedes Bewusstsein. Es lullt dich ein in bodenlose Dunkelheit. Ein warmes, feuchtes Terrain. Lauwarme Umarmung mit bittersüßen Versprechungen verzerren die Sicht auf das Wesentliche, lenken dich ab. Du wirst bewusstlos, denn es raubt dir alle Sinne. Viel zu spät wird dir bewusst, dass du viel zu tief gefallen bist, als das du dich je wieder herauswinden könntest. Sie hält dich gefangen in ihrem köstlichen Gift. Und auf einmal merkst du, dass es gar nicht Schwarz ist, was um dich herum sickert, siecht und schleimt. Es ist Rot und tief wie die Farbe des Blutes, in der Farbe des Todes. Die Zeit ist um. Nun, erkennst du, dass du in eine Situation geraten bist, die du nicht länger kontrollieren kannst, weil sie dich in ihrer Gewalt hält.

Exchange

Ich weiß du hast gelitten
Aber ich will nicht dass du dich versteckst

Nachdem ich einen Text geschrieben habe, der so voller wütender, weinerlicher, jämmerlicher Zeichen triefte, habe ich alles gelöscht und begann von neuem. Denn soweit bin ich. Was erwarte ich von einem Text? Dass du ihn liest? Dass jemand darauf reagiert? Dass ich gerettet werde? Das waren meine Erwartungen. Stattdessen fange ich nun neu an. Mit nur einer Erwartung: Mich selbst zu befreien. Es sollte mir egal sein, ob du es liest oder nicht. Es sollte mir nicht durch den Kopf gehen, dass ich damit provozieren will, damit ich endlich eine Reaktion in diesen tristen Alltag grabe. Auch nicht, dass ich unglaublich tolle und bahnbrechende Sätze formuliere und dafür einen Preis gewinne. Das sind nicht die Aspekte die gelten sollten. Warum tun sie es dann? Ausholen, ran ziehen. Ich weiß es. Es sind die alten Bewältigungsstrategien, der alte schmerzliche Weg, der mich nie glücklich gemacht hat. Dünn wie seidene Spinnfäden, hängen sie an mir, ziehen und lenken mich. Dünn sind sie, ich kann sie also durchtrennen. Und manchmal schaffe ich das auch. Aber manchmal, ist es noch zu schwer. Wie eben. Als all diese Gefühle zu viel wurden. Bei Kleinigkeiten, die du belächeln würdest.

Es ist kalt und lieblos
Doch ich will nicht dass du dich leugnest

Wir alle denken von Mal zu Mal einen Gedanken, der so dunkel ist, dass er nicht erwähnt werden darf. Ich habe viele davon. Und manchmal muss man sich zügeln und eingestehen, dass es nur ein Gedanke ist und man selbst die Macht hat, ihn zu bezwingen. Es spielt alles nur um Kopf und dort ist meine Arena.

Ich möchte die Gewalt in deinem Herzen schlichten
Ich möchte erkennen, dass deine Schönheit nicht nur eine Maske ist

In diesen Tagen habe ich viel Zeit damit verbracht über die falschen Dinge nachzudenken. Auch wenn das Gefühl, endlich wieder tiefer denken zu können, ein schönes war, waren die Gedanken an sich, nicht die besten. Sie umkreisten den Fokus der Freundschaft, Erwartungen und Forderungen. Mein Leben wird von zu hohen Forderungen an die Menschen in meinem Umfeld bestimmt. Stück für Stück werde ich lernen müssen, sie herunter zu schrauben, zu minimieren. Vielleicht sogar ganz aufzulösen. Ich lag sehr lange sehr falsch.

Ich will die Dämonen deiner Vergangenheit austreiben
Ich will deine unausgesprochenen Verlangen befriedigen

Auch habe ich über H nachgedacht. Viel was in der Nacht geschehen ist, was ich getan habe und was er getan hat. Über M Und S. Über die Abwegigkeit von allem. Die Nächte sind mir gerade nicht die liebsten. In ihnen holt mich die Vergangenheit ein. Das Zaudern und Nachdenken wird laut. Das Zerbrechen, es kommt nicht mit einem großen Knall. Wenn dein Leben zerbricht, hörst du es nicht. Nicht wie die Vase, die man fallen lässt und das ganze Haus durch den Aufprall bebt. Wenn man zerbricht, geschieht es schleichend und leise. Stück für Stück, als würden die Sterben einzeln aus dem Körper genommen, noch einmal in der Hand zerrieben, bis nur noch Staub übrig ist. Und irgendwann, viel zu spät, bemerkt man, wie kaputt man an all den Unaufmerksamkeiten gegangen ist. Du merkst, dass du etwas verloren hast. Es ist dir entglitten.
Aber am Ende, sind es alles nur Worte. eben nur Worte, mehr nicht. Die darauf warten Taten zu werden und nur wir haben die Möglichkeit dazu.

 

 

Mausoleum

Das hier ist ein Ort der Leere. Wenn ich durch den Flur wandere, ist da nichts. Im Schlafzimmer finde ich kein Schlaf und im Wohnzimmer fühlt es sich nicht nach wohnen an. Die Wände drücken mich zusammen, die Größe macht mir Angst. Die Einsamkeit, ist wie ein Dieb in der Nacht, er stiehlt von mir, alles was ich hab.
Trotz magerer Nacht träume ich. Aber meine Träume retten mich nicht, sie vernichten mich. Sie zeigen mir, was ich verloren habe. Und es scheint, als könnte ich nichts davon zurück gewinnen.
Wenn ich mich zwinge nach vorn zu sehen, bleibt da nichts als ein montones Gefühl. Ich lege all meine Kraft in die ersten Septembertage, wenn du da bist. Aber was, wenn das nicht reicht? Am Ende ist es doch nur ein Sprung von einem Termin zum Nächsten. Durchhalten… nur bis wann und wofür?
Mein Masterplan liegt darin, dass ich eine Serie nach der anderen sehe. Die Kleinigkeiten, die hier wüst herumliegen, wühlen mich vernichtend auf. Der Fernsehr funktioniert nicht, ich habe kein Internet und meine Kreativität… lässt sich schon lang nicht mehr blicken. Das ist es, was Langeweile mit uns anrichtet und ich dachte ich könnte Rettung und Klarheit darin finden, doch sie ist ein dreckiger See. Ich habe nicht einmal die Konzentration ein Buch zu lesen. Selbst die Mangas fallen schwer. Atmen fällt schwer. Bin ich nur noch hier um zu sterben?

Bodenlos

Und ich hab noch geglaubt, ich schaff das, es geht doch immer weiter, egal wie. Aber ich schaff das nicht, weil ich nicht daran glaube noch einmal so kämpfen zu können. Wofür? Für noch mehr Schmerz, noch mehr runter schlucken. Ich will nicht mehr kämpfen, ich will nicht mehr stark sein müssen. Mir fällt das Atmen schwer. Mir fällt das positiv denken schwer. Wie schaffst du das? Wie kannst du weiter machen? Ich habe nichts. Und manchmal nicht einmal dich. Ich bin kaputt. Defekt. Alle wollen etwas ganzes, vollständiges, perfektes. Aber ich merke nur noch, wie ich immer mehr zerfalle. Dieser Körper kann von nichts mehr gehalten, werden, weil nichts mehr in ihm ist. Zu spüren, wie man alles verliert, ist schlimmer, als wenn einer einem den Boden unter den Füßen wegreißt, weil nie ein Boden da war, der einem Standgehalten hat.

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.