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Ich weiß du hast gelitten
Aber ich will nicht dass du dich versteckst

Nachdem ich einen Text geschrieben habe, der so voller wütender, weinerlicher, jämmerlicher Zeichen triefte, habe ich alles gelöscht und begann von neuem. Denn soweit bin ich. Was erwarte ich von einem Text? Dass du ihn liest? Dass jemand darauf reagiert? Dass ich gerettet werde? Das waren meine Erwartungen. Stattdessen fange ich nun neu an. Mit nur einer Erwartung: Mich selbst zu befreien. Es sollte mir egal sein, ob du es liest oder nicht. Es sollte mir nicht durch den Kopf gehen, dass ich damit provozieren will, damit ich endlich eine Reaktion in diesen tristen Alltag grabe. Auch nicht, dass ich unglaublich tolle und bahnbrechende Sätze formuliere und dafür einen Preis gewinne. Das sind nicht die Aspekte die gelten sollten. Warum tun sie es dann? Ausholen, ran ziehen. Ich weiß es. Es sind die alten Bewältigungsstrategien, der alte schmerzliche Weg, der mich nie glücklich gemacht hat. Dünn wie seidene Spinnfäden, hängen sie an mir, ziehen und lenken mich. Dünn sind sie, ich kann sie also durchtrennen. Und manchmal schaffe ich das auch. Aber manchmal, ist es noch zu schwer. Wie eben. Als all diese Gefühle zu viel wurden. Bei Kleinigkeiten, die du belächeln würdest.

Es ist kalt und lieblos
Doch ich will nicht dass du dich leugnest

Wir alle denken von Mal zu Mal einen Gedanken, der so dunkel ist, dass er nicht erwähnt werden darf. Ich habe viele davon. Und manchmal muss man sich zügeln und eingestehen, dass es nur ein Gedanke ist und man selbst die Macht hat, ihn zu bezwingen. Es spielt alles nur um Kopf und dort ist meine Arena.

Ich möchte die Gewalt in deinem Herzen schlichten
Ich möchte erkennen, dass deine Schönheit nicht nur eine Maske ist

In diesen Tagen habe ich viel Zeit damit verbracht über die falschen Dinge nachzudenken. Auch wenn das Gefühl, endlich wieder tiefer denken zu können, ein schönes war, waren die Gedanken an sich, nicht die besten. Sie umkreisten den Fokus der Freundschaft, Erwartungen und Forderungen. Mein Leben wird von zu hohen Forderungen an die Menschen in meinem Umfeld bestimmt. Stück für Stück werde ich lernen müssen, sie herunter zu schrauben, zu minimieren. Vielleicht sogar ganz aufzulösen. Ich lag sehr lange sehr falsch.

Ich will die Dämonen deiner Vergangenheit austreiben
Ich will deine unausgesprochenen Verlangen befriedigen

Auch habe ich über H nachgedacht. Viel was in der Nacht geschehen ist, was ich getan habe und was er getan hat. Über M Und S. Über die Abwegigkeit von allem. Die Nächte sind mir gerade nicht die liebsten. In ihnen holt mich die Vergangenheit ein. Das Zaudern und Nachdenken wird laut. Das Zerbrechen, es kommt nicht mit einem großen Knall. Wenn dein Leben zerbricht, hörst du es nicht. Nicht wie die Vase, die man fallen lässt und das ganze Haus durch den Aufprall bebt. Wenn man zerbricht, geschieht es schleichend und leise. Stück für Stück, als würden die Sterben einzeln aus dem Körper genommen, noch einmal in der Hand zerrieben, bis nur noch Staub übrig ist. Und irgendwann, viel zu spät, bemerkt man, wie kaputt man an all den Unaufmerksamkeiten gegangen ist. Du merkst, dass du etwas verloren hast. Es ist dir entglitten.
Aber am Ende, sind es alles nur Worte. eben nur Worte, mehr nicht. Die darauf warten Taten zu werden und nur wir haben die Möglichkeit dazu.

 

 

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