Du wolltest nichts davon

Heftige Träume, die Altes wieder ausgraben. Etwas, das tief verborgen lag. Dort bleiben sollte, bleiben muss. Da bist du wieder, nicht wahr? Auf dem Weihnachtsmarkt hab ich dich gegen alle Logik wieder gesehen. Und du warst, wie du immer bist. Hilfsbereit, eben du. Ich: sturzbetrunken, mit meinem Ex, will darauf noch mehr trinken und hab doch nichts gesagt. Nur alles ist so anders geworden. Was, wenn ich nicht kaputt gewesen wäre? Was wenn ich genauso normal, wie all die anderen Mädchen gewesen wäre? Vielleicht sogar blond? Stände dann dein Name hinter meinem? Hätte das irgendetwas verändert, gebe es dann eine Chance für die Zerstörung, die du hinterlassen hast? Das Gefühl der Wertlosigkeit, die erst durch dich gewachsen ist. Das ist keine Art mit einem Menschen umzugehen. Nicht mit so einem jungen Ding. Du hast so viel Macht, du bist genau wie sie. Oder ist sie wie du? Ein Teil von mir, jagt noch immer nach dir, der du mir gezeigt hast, das die Oberfläche keine Bedeutung hat, das es darum geht, wie man ist, was man tut, wer man ist. Ich habe gesehen, dass du verheiratet bist, natürlich eine Blondine. Ich habe gesehen, dass du ein Kind hast. Ich hasse Kinder. Wir hätten wohl nie dieses Leben führen können, doch du hättest mich nicht so behandeln sollen. Ob es wieder gut macht, dass du in der Pflege arbeitest? Du manchmal Schuld spürst? Wir kennen uns nicht mehr und ich war nichts weiter als eine Spielfigur in einem Spiel, das du so gut beherrschst.

Andererseits habe ich mich so bemüht, so viel Tiefe in alles zu legen. Mich weiter zu entwickeln. So viel Schönheit zwischen meinen Fingern entstehen zu lassen. Ich habe jeden Atemzug nur gekämpft. Nie hab ich mich ausgeruht, nie zurückgelehnt, weil ich perfekt für dich sein wollte. Perfekt für jemanden wie dich. Doch du wolltest nichts davon. Ich hab mein Herz für dich gebrochen und dann haben andere es nur noch kleiner gemacht. Wenn ich darüber nachdenke, bist du der Grundstein meiner Zweifel.

Denn du warst derjenige der zu mir gesagt hat, dass ich Schwärmerei mit Liebe verwechlse. Wahrscheinlich, weil ich einfach anders fühlte als du. Du warst derjenige der mich verführte und dann wegschmiss. Das Gefühl puren Glücks, dass du vor meinen Augen zerbrichst. Ist es jetzt nicht das selbe Gefühl? Obgleich ich ja sage, kann ich es nicht aus  mir heraus merzen. Es ist immer da, das Gefühl von damals, das durch dich zu einem Monster wuchs.

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