Zwischen Gefühl & Schmerz

„Ich rolle mich zu einem Ball zusammen und werfe mich in den Mülleimer, weil ich so gerne gehabt hätte, dass er mich in die Arme nimmt. Das er mich schaukelt und mir sagt, dass er mir Sicherheit gibt. Das alles gut wird und er bei mir ist. Bei mir. Bei mir.“

– Kikis Story –

 

Mein Mund öffnet sich, es dringt roter Nebel aus ihm heraus. Er erstickt mich. Ich koche über. Ich brenne und siede in meinem wust aus Gedanken, die ich zu bezwingen wage. Wie kannst du nur? Schreien sie mir entgegen und ich tue es einfach ohne zu wissen, ob ich es kann, ob ich es schaffe, ob ich es sollte.

Die Worte aus deinem Mund sind honigsüße Lügen. Ich will sie alle glauben, weil ich nichts mehr habe, woran ich glauben kann. Und wenn ich davon zerbreche, du mich wie einen Stock zerbersten willst, dann tu es schnell, bevor ich den Schmerz spüren kann, der mich übermannt. Du hebst meinen Blick und ich sehe nach vorn. Denn wenn ich nicht nach vorn sehe, merke ich wie das Loch unter mir wieder aufreißt.

Übelkeit erklimmt meine Kehle. Irgendwann ist der Punkt überschritten, an dem das Geheimnis noch Wahrheit ist. Irgendwann, denkt man, ich lass das Pflaster weg, soll es ruhig bluten. Ich will sehen, wie viele Scherben ich hinterlasse und welche davon mir gehören, nur um zu erkennen, das jeder Splitter einmal ein Teil von mir gewesen ist. Ich greife ins Leere, weil ich nichts mehr habe. Alles verschwindet und löst sich auf. Die Wände werden zu Luft und ich renne ziellos umher. Keine Mauer, die du überschreiten musstest, weil ich sie vergessen habe aufzubauen.

Da hängt so viel in meinem Kopf und ich bin unfähig es aus mir raus zu würgen. So also muss es verderben und ich mit ihm.

 

„Wenn ich das Gefühl hatte für einen Mann wichtig zu sein, habe ich die Beine breitgemacht. Ich dachte Liebe bedeutet die Beine breit zu machen. In alle Ewigkeit, die Beine breit machen, um meinen Himmel zu sehen, mein kleines Stück Paradies. Ich habe die Beine breitgemacht, um zu vergessen, wer ich bin. Die Zurückweisung zu vergessen. Ich habe die Beine breitgemacht, um zu leuchten wie ein kleiner Stern.“


-Kikis Story-

 

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