Mirror Mirror on the wall

Hast du dich mal gefragt, was wäre, wenn die Welt ein Spiegel ist und alles was uns begegnet und wütend macht, die eigene Unfähigkeit ist, die wir im anderen erkennen? Nicht der Mensch, der dir gegenüber ist, ist es, der dich so fühlen lässt, du bist es ganz allein. Deine Unannehmlichkeiten reflektieren und sehen viel größer in seinem Licht aus.

Sie werden nicht leiser, es hört nie auf, es wird nicht leichter. Ist es das, was prophezeit wurde und das, wovor ich nicht fliehen kann? Würde ich es bereuen oder du?

Was wenn ich diesen Spiegel zerbrochen habe und die Scherben all meine Mechanismen sind um dem einzigen, anhaltenden, zermürbenden Schmerz zu entkommen? Und wenn diese Scherben irrationale dumme Taktiken sind, die alles um mich herum zerschneiden. Strategien die von Außen nicht nachzuvollziehen und aus letzter Kraft entstanden sind. Das einzige, was das Denken noch durchgelassen hat, um nichts mehr fühlen zu müssen.  Letztendlich ist es nichts anderes. Eine fatale Welt die  auseinander gesprungen ist und der vergebliche Versuch sie wieder zu kitten.

I should be loved by you

I get that feeling I’m talking to the wall.
Can you hear me at all?
Look, my world was shaking, my mind was quaking, my heart kept breaking,
I threw it against the wall.
Can anyone feel me at all?

Blue October „Should Be Loved“

 

Vielleicht steht es mir nicht zu etwas zu fordern. Ganz bestimmt steht es mir nicht zu etwas zu fordern. Ein Hadern zwischen allem was ich tue und sage. Schau dich um, hier liegen Trümmer und ich bin immer noch nicht fähig mich zu bewegen. Der Kampf war hart und hat mich in die Knie gezwungen. Warum atme ich  noch? Den Tagen wurde ihre Hoffnung geraubt. Irgendwoher, weiß ich, muss ich meine Kraft finden. Ich spüre ihre ungeduldigen Blicke, das warten auf Besserung. Es ist nicht leicht, wenn man von Gespenstern und Getuschel umgeben ist. Ich gebe alles, doch es ist nie gut genug und reicht nicht aus.

And I’m hoping
I can push out
All the things that
Held me down
Like a clown
I am to you
Circus child

Think of all the things
I’ve done
Out of pain
Out of rage
Cursing out
The rising sun
You put a gun
Right to my head
Blew me up
And found me dead

All those nasty things you said
All those bullshit words you fed

I’m un-healthy
But I’m focused
You can see it
In my eyes
I am crying
But I’m smiling
You can hear it
When I sigh
If I gave you
All these tears
You would need
A thousand years
Just to trace out
All the fears
Of what has gone
Left me behind

Nostalghia „I am Robot“

Das letzte bisschen Kraft

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Ich habe viel in dich investiert. Habe jeden Zweifel mit Hoffnung ertränkt. Habe Glauben in eine bessere Zukunft gesteckt. Du warst das Licht am Ende eines dunklen Tunnels.  Die Dunkelheit kehrt zurück und ich stecke in ihr fest, unfähig das verräterische Licht zu löschen, verbrenne ich  mich stattdessen daran. Du gibst mir das Gefühl, völlig egal zu sein. Dir ist ohnehin alles egal geworden und das tut mir weh. Es raubt mir alle Energie, die ich zum Atmen brauche. Der Gedanke unwichtig zu sein, ist wie ein schneidendes Messer und gräbt sich in meine Brust. Das Gefühl, du würdest alles dafür geben, mir zu zeigen, wie erbärmlich ich bin, zerreißt mich. Wenn ich nicht daran denke wie traurig das ist, fesselt mich meine Wut und verätzt mich von Innen. Es tut mehr als weh, es ist ein unglaublicher Schmerz, aber dich interessiert es nicht. Du drehst dich um, kehrst mir den Rücken zu, treibst dein Spiel weiter wie bisher ohne etwas zu ändern oder ändern zu wollen. Wenn das deine Entscheidung ist, dann sei nicht überrascht.

Überfordert

Was tut man da? Erklärt das, das stocken meiner Gedanken. Die Leere in meinem Kopf. Die Hilflosigkeit, die sich darin spiegelt, das ich absolut keine Ahnung habe, was ich tun soll. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Alle meine Sinne sind gespreizt und weit geöffnet. Ich nehme alles zu intensiv wahr. So heftig, dass es mich zerbricht und ich mich an den Scherben tief verletze. Ich kraxle schon so lange an dieser Grenze entlang, unschlüssig, den Schritt über sie zu wagen. Ich müsste ins Krankenhaus und das schon vor Wochen. Vor Monaten. Aber ich kann nicht. Ich will nicht zu den weißen Wänden mit den apathischen Blicken zurück, wo es einem nicht schert, wie sehr man leidet. Wo es keine Freiheit gibt, sondern nur der Kampf mit sich selbst. Doch vielleicht würde die Isolation mich reinigen. Den Kopf klären, statt ihn mit unendlichem Müll vollzustopfen, damit ich nichts fühle. Damit ich mich nicht fühlen muss und wohin mich dieser Weg bisher gebracht hat. Sie nennen es Krisenintervention, damit ich mich nicht verletze oder umbringen kann. Was wenn nur ein Weg übrig bleibt und was, wenn ich nicht den Mut dafür finde, werde ich dann für immer hier feststecken und leiden?

Das ich nicht genug bin… das heißt es nicht, aber es fühlt sich so an.

3:36

Manchmal, möchte ich nicht, dass er vorbei kommt. Dann gefällt mir der lethargische Status, in dem ich mich befinde. Ein bisschen Taub, ein bisschen leer und ein bisschen als wäre alles egal, bis er schreibt oder nicht schreibt. Mein Abwehrmechanismus ist kaputt. Ich funktioniere nicht richtig und er hat es noch immer nicht verstanden. Der Mensch, der für mich da sein sollte, der mich unterstützen will, mich heilt und so ein Scheiß.  Das gibt es nicht. All die Träume, blumige Ziele, Wünsche und Vorstellungen, sind erloschen. Ich erinnere mich nicht mehr an sie und alle die ich hatte sind mit dem Zauber verflogen, den diese Realität gefressen hat.

Ich versuche mich an das nächtliche Gespräch zu erinnern, während das Feuer knisterte und ich in die orangene Glut sah, mit dem Gedanken, was wohl passieren würde, wenn ich hinein falle. Das Feuer war ganz leise, es strahlte Ruhe aus. Nur die Stimme neben mir war angefüllt mit etwas anderem. Ich dachte dieser Mensch wäre einer, der in einem Zaun lebt. Den Zaun bis ins Detail kennt und auch den Baum außerhalb des Zauns aufs kleinste beschreiben kann, aber keine Ahnung davon hat wie es sich anfühlt ihn zu umarmen oder den Wind in seinen Blättern zu lauschen. Nur einer der weiß, aber nichts fühlt, nicht lernt, indem er fühlt. Es hat sich nichts daran geändert, nur die Sicht auf einzelne Spektren. Seine Worte kann ich nicht persönlich nehmen. Er hat triviale Plattitüden von sich gegeben. Dinge, die man zu jedem hätte sagen können. Wie ein falscher Wahrsager, der die Sätze so verallgemeinert, das sie auf jeden zutreffen. Nur haben die Worte und das eindringen mich bewegt. Wir müssen härter um unsere Beziehung kämpfen, müssen uns mehr als alle anderen bemühen. Sind gebrannte Kinder. Tragen unsere zerbrochene Vergangenheit mit uns herum. Wir können aneinander wachsen und etwas tiefes unvergleichliches haben. Wir passen wie die Faust aufs Auge. Usw. Er hat vieles davon gesagt und mein Wochenende gerettet. Weil ich bis zu dem Moment, nicht wusste, was ich tun soll, denn ich habe nichts gespürt. Nur ein strampeln und sich winden. Leider kann ich diesen Augenblick und das Gespräch nicht wiederholen. Nichts davon wird noch einmal geschehen und das macht die Dinge so kostbar und traurig. Mein Gefühl schwindet und ich muss mir neue Praktiken einfallen lassen wie ich das Feuer nähre.

Es ist nur schwer, wenn ich nicht mehr weiß, wofür ich das Feuer anzünden soll. Denn er macht es mir nicht leicht. Zündet das Feuer nicht mehr an. Lässt es erlöschen und verhungern. Manchmal liegt die schwarze Decke auf mir und dann weiß ich gar nichts mehr. Nicht wofür er da ist, nicht wofür ich atmen soll oder wohin der Weg geht. Es gibt Ziele, aber für keinen von denen fühle ich Begeisterung. Es ist als klettere ich von einer Schlucht zur anderen. Die Ketten wandeln sich, sie bleiben aber immer noch Ketten, die mich am Boden halten.

Dennoch mehren sich die guten Tage. Ich kann fühlen wie mich manchmal eine Stärke packt. Trotzdem ist sie von etwas traurigem beseelt. Die Vergänglichkeit macht mir zu schaffen und die Angst schließt ihre Finger um meinen Hals. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich weiß nicht, was ich tun kann. Und ich weiß nicht, was ich tun will.

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