Gedankensprünge

Was ist, wenn es wirklich so einfach ist? Wenn es nur an einem Gedanken liegt, die Welt aus den Angeln zu heben? Wie ein Fingerschnippen, auf einmal alles zu verändern. Kann es wirklich so einfach sein? Habe ich dass all die Zeit übersehen und nicht glauben wollen, um jetzt mit Tränen in den Augen dazu stehen und auf ein Trümmerhaufen zu sehen, den ich mir selbst erschaffen habe? All die Scherben die hier herumliegen, auf denen ich herum trete, das war alles mein altes Leben, das war alles ich.
Dabei liegt der Sinn wohl darin, in der Hölle ein Paradies zu erschaffen, bis man sich wohl darin fühlt. Dann geht es weiter und man wiederholt es so lange, bis es zu Ende ist. Paradiese, die man erschafft und fallen lässt um ein Neues zu erschaffen.
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Es gibt Menschen bei denen fühle ich einen gewissen Widerstand. Gleich dem Ekel, möchte ich nicht genauer hinsehen. Sie haben eine Ausstrahlung wie eine Sonne. Schön anzusehen, vielleicht auch wärmend, aber wenn man zu dicht herankommt verbrennt man. Manchmal durchbreche ich das Licht und sehe dahinter eine Menge Schatten. Dunkelheit, die sie verschlingt. Wenn es zu leicht wird Menschen zu lesen, tut es weh. Manchmal, will man einfach nicht mehr hinsehen müssen, weil das was man sieht, nicht das ist was einem gefällt. Und das was sie zeigen wollen, ist nicht das was ich sehe. Ich sehe etwas trauriges, das verletzt ist und darum ringt geheilt zu werden. Heute quälte mich eine unruhige Langeweile. Die Gespräche waren flach und eintönig. Es drehte sich nur ums Wetter. Niemand redete von etwas anderem. Niemand sieht genau hin. Mir tun die Augen weh. Der Kopf. Manchmal tut mir einfach alles weh, weil ich das alles aufnehme und nicht wegsehen kann. Es hat nicht einmal genutzt als ich blind und taub zugleich war. Als würde mein Körper mit allen Sinnen wahrnehmen. Alles um mich berum. Beständig.
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Lass sie nicht an dein Herz heran. Die Wunden sind noch zu frisch die geschlagen wurden. Lass niemanden an dein Herz heran, es ist zu schwach, neue Verletzungen zu ertragen. Ich langweile mich, sagt das Herz, weil es weggesperrt wurde. Es langweilt sich und macht übermütige Sprünge in den Abgrund. Du holst dir nur weitere Schrammen, steckst Splitter in die verwundete Schale. Wieder den selben Fehler begangen. Wieder zu viel gefühlt um verletzt zu werden. Ein Kreislauf, der sich mit beängstigender Beständigkeit wiederholt. Aber das Herz lernt nicht, das Herz fühlt. Es tut was es immer tut; Schlagen.

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