Stadt Land Fluss

Die Zeit vergessen. Vergessen, dass es Probleme gibt, dass ich mich minderwertig fühle, dass ich alleine bin. Das ist mein Sinn. Meine Suche. Für einen kurzen Moment, war alles gut. Ich  möchte darin zurück. Dieses Spiel spielen und lachen, nicht nachdenken. Mich angenommen fühlen, so wie ich bin. Nicht dauernd Sätze hören wie:

Du darfst dich nicht auf deiner Trauer ausruhen.

Deine Musik ist depressiv.

Hör auf immer so scheiße Depri zu sein.

Na hoffentlich bist du dann nicht den ganzen Tag so traurig.

Ich kenne dich quasi nur schwarz und tief deprimiert. Ich habe seit dem wir uns kennen, noch nie erlebt, dass es dir mal wegen etwas gut ging. 
Ich weiß nicht ob ich es je anders von dir erleben werde.
Oder ob ich auf diesen kurzen Moment überhaupt warten soll.

Kein Wunder dass du so oft depri bist bei den Texten.

die sich in einer nie enden wollenden Oktave wiederholen. Ich habe mein Resümee daraus gezogen und mich in eine Unehrlichkeit begeben, die mich zerbricht. Aber manchmal glaub ich meinen Lügen sogar, was mir noch mehr Angst macht.

In der Gruppe war eine Frau. Nur ein Jahr älter als ich, aber im Geist ein Kind. Unbeschwert und mit so viel Energie. Ich habe sie darum beneidet und gleichzeitig tat sie mir leid. Weil sie Dinge erlebt hat, Dinge getan hat, die nicht spurlos an der Welt vorüber ziehen. Dennoch strahlt sie etwas lebendiges aus, das mir wohl nie anhaften wird. Eigentlich, ist mein Leben doch gut. Alles geht seinen Gang. Ich bin gesund. Ich habe Menschen, die bei mir sind. Keine Schulden. Eine Wohnung. Essen und immer genug Wasser. Mein Leben ist doch toll, oder? Bald werde ich fort gehen. Es steht ein Datum fest. Aber ich habe Angst. Angst, die immer größer wird, während ich zusammen schrumpfe. Mir sollte es gut gehen. Ich sollte der glücklichste Mensch dieser Welt sein. Mich freuen. Immer nur lächeln. Mein Leben feiern. Nichts ist so wie es scheint. Ich möchte immer noch sterben, aber ich sag es keinem. Denn niemand kann etwas daran ändern. Ich hab verstanden, dass ich damit allein bin, hörst du. Und dennoch ist da irgendwie diese Hoffnung, dass ich auch irgendwann lächeln kann ohne an ein Morgen zu denken. Also schaue ich zu den Menschen auf die es können.

 

„Ich achte auf mein Denken und wähle bewusst gesunde Gedanken“

 

Dinge die ich gerade brauche

  • Verständnis
  • Geduld
  • Menschen um mich herum
  • Liebe – nein, nicht ganz. Eher das Gefühl beachtet zu werden, wertvoll zu sein, wichtig, das was Liebe bedeutet, nicht was man für Liebe hält
  • eine Aufgabe
  • eine Perspektive
  • eine Umarmung
  • jemanden zum Reden

 

 

 

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