Fressende Monster

Ich versuche es wirklich und ich versuche es nicht nur. Ich gebe mein Bestes. Alles was ich noch habe, das was übrig geblieben ist von all den Kämpfen und Kriegen, den Jahren, die mich aufgezehrt haben und der Energie, die ich dafür aufgewendet habe. Dennoch schwindet meine Kraft. Nach dem aufwachen beginnt es mich zu zersetzen. Bis jede Bewegung schwer fällt und gleichzeitig wehtut. Meine Augen brennen und mein Körper fühlt sich wie ein einzig großer Tumor an, der gegen mich arbeitet. Ist es, weil ich schon wieder vor dieser Mauer stehe und keinen Weg daran vorbei sehe? Ist es, weil ich zu viel über die falschen Probleme nachdenke, die mich gänzlich zu Boden ringen? Wenn ich nur noch diese eine Lösung sehe, aber sie nicht akzeptieren kann, weil ich lieber abwarte und die Zeit vergeude. Es reißt mich auf die Knie, dass ich nicht Mal mehr den Himmel sehen kann. Die Schönheit dieser Tage, zwar im Blick, aber kein Gefühl mehr dafür, das es gut ist. Dann fällt selbst die Frage nach dem Wer oder Was, dem Spaß oder Freude, schwer. Wer bin ich? Was sind meine Ziele? Welche Aktivitäten machen mir Spaß? Wer bringt mir Freude? Ich finde darauf keine Antwort, nur Dunkelheit, die immer größer wird und mich droht zu verschlingen. Trotzdem ringe ich um das kleine bisschen Leben das ich habe. Auch wenn es gerade wenig gefüllt wird, strample ich gegen die aasfressende Meute an. Ich male, ich tanze, ich schreibe, ich singe, ich koche, ich gehe, ich bin unterwegs. Aber am Ende des Tages bleibt dieses schale Gefühl und der gammlige Geschmack der Fäulnis in meinem Inneren zurück und die Unfähigkeit mich zu bewegen.

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