I only see clouds

 

Das hier ist für mich allein. Schuld und Sühne. Mein allein. Ich bin die Schuld und mir ist die Sühne. Nichts anderes habe ich verdient, nichts anderes getan. Wenn die Tabletten nicht mehr wirken, hilft der Alkohol und es ist leicht und legt sich schwer zugleich auf mich nieder. Wie ein Tuch, das alles bedeckt und alles zeigt. Ja, und ich würde nichts davon wegnehmen nichts verändern solange ich bin. Die selbsterfüllende Prophezeiung. Du willst noch mehr flüstert er. Und Du WILLST noch mehr. Du trinkst noch mehr bis Du vor dem Klo kotzend sitzt und Dir denkst, das war es wert um für einen Moment zu vergessen-

Und das was ich will, gibt es nicht und das was ich will, habe ich längst bekommen. In meinem Kopf eine Bombe und die Reste der Explosion davor.

Mit den Fingern fahre ich über die Wunden und kann den Blick nicht davon abwenden. Wozu, wenn es am Ende niemanden interessiert? Wenn niemand hinter Dir steht, den Kopf auf Deine Schulter legt und weiß, wer Du bist und was Du getan hast, aber vor allem aus welchen Gründen? Es war längst überfällig und egal zu welchem Zeitpunkt es hätte immer den selben Ausgang genommen. Egal mit welcher Stimme oder Sorgfalt, es wäre das selbe Ergebnis geblieben. So viele Worte und ich habe keine Begriffe dafür. Keinen Satz der es erklärt.

Irgendwann werde ich wissen wofür.

 

Sleeping At Last – Sorrow

all this shit

Ballast, flüstert und schreit es zugleich wie ein Echo in meinem Schädel. Und manchmal starre ich die Tafel an, weil es in diesen Räumen des Lernens auch immer so still ist, dass mein Kopf zu schnell tickt, wie eine Bombe, die immer schneller wird und ich muss den Moment eindämmen, in dem sie los geht. Schlucke es einfach herunter, obwohl es heraus will. Jedes Mal bahnt es sich einen Weg und jedes Mal muss ich schneller sein, eine Mauer zu bauen. Es gibt kein angenehmes Maß. Es gibt nur zu viel oder zu wenig. Jeden Tag ein neuer Kampf. Jeden Tag wieder von vorne. Egal wie ich einschlafe, egal wie ich aufwache. Immer wieder kämpfen und anstrengen und bemühen. Soll das bis zum Rest meines Lebens weiter gehen? Wie lange hält ein Mensch das aus?

Heute war großartig, aber diese Tage zehren an mir und zerbrechen die Stabilität. Sie machen mich angreifbar. Die Haut ganz dünn. Und nur ein Tropfen bringt das Fass zum Überlaufen. Wofür das alles? Wofür dieser wankende Kampf, wenn ich am Ende verliere?

 

KoRn – When Will This End

maladjusted

FRDM – Maladjusted

Verstecke Dich, Herz. Bleib Still, Seele. Haltet zurück, was so überfüllt einen Kessel zum brodeln bringt, der nicht platzen darf. Weil all das kein Körper aushalten kann, kein Verstand mehr fassen will, wenn es so hart ist wie Diamant und so zerstörerisch wie eine Atombombe. Im Inneren kreischen die Stimmen und allmählich verwischen Grenzen. Alles ist zu stark, zu viel und drückt nieder, um das aufstehen unmöglich zu machen. Klauen halten die Glieder fest, Krallen dringen ins Fleisch und machtlos sieht man sich scheitern. Donnernd wie Dämonen gegen die Rippenbögen krachend, unaufhaltsam einem Abgrund zu, der zu weit nach unten führt. In mir ein lauter Schrei, der haltlos im Stillen sein Schweigen findet. Mein Mund fühlt sich wie zugenäht, von alldem was ich nicht sage. Kein Kommentar auf die Gewalt die in mir stattfindet und die von Außen keiner sieht. Diese Wunden sind unsichtbar und gefährlich. Machtlos, haltlos stehe ich diesem Dilemma gegenüber und habe kein Mittel und keinen Rat, wie ich so etwas bekämpfen, ja, besiegen kann, nach all den Jahren. Die Zeit dreht sich weiter, aber keiner wartet auf mich. Ein Halsband aus Dornengeflecht um meine Kehle und die Gesellschaft zieht an der Leine. Durchhalten sagen sie und diese Plattitüden klingen hohl und flach, wenn es sich anfühlt, als würde man jeden Moment zerreißen oder sich vom Dach stürzen ohne je aufzuschlagen. Mit diesen Emotionen zu leben ist unvorstellbar grausam.

frdm – devils breath w, fla.mingo

 

Wenn Du keine Kraft hast fällt alles schwer

Eine Vergeudung an Tagen. An Zeit. Ich bin erschöpft in jedem Moment. Während ich einschlafe und auch wenn ich aufwache, stürzt die Schwäche über mir ein. Kraftlosigkeit bestimmt mein Handeln. Ich will nicht aufstehen. Ich will nirgendwo hin gehen. Ich möchte nicht einmal Menschen in meiner Nähe. Essen und trinken fällt mir schwer. Selbst eine kleine Strecke zu laufen strengt mich so sehr an, dass ich seufze und stöhne, wie eine alte Frau, die zwölf Jahre im Bett lag. Die Gründe aufzustehen vergehen mir am Morgen. Mich an etwas fest zu halten fällt schwer, wenn da nichts ist und nichts einen Halt gibt. Von all den Zitaten und guten Geschichten ist Nichts mehr geblieben. Auch die Worte verhallen im Rausch der schlaflosen Nächte. Meine Träume sind blass. Nichts hat mehr Bedeutung. Selbst die Wahrheit nicht, wenn die Wahrheit darin besteht, zuzugeben, dass ich kein guter Mensch bin und alles in mir eine Lüge ist. Alles ist ein Fehler und meine einzig richtige Entscheidung soll darin bestehen weiter zu machen und weiter zu leiden. Denn etwas anderes bleibt mir nicht übrig. Ich würde scheitern, würde ich etwas anderes versuchen.

Und ich tue das alles, ich stehe auf, ich gehe raus, ich treffe mich mit Menschen und unternehme alles, in der Hoffnung mich besser zu fühlen um irgendwie ein Licht am Ende der Dunkelheit zu finden. Aber da ist nichts mehr. Es fühlt sich manchmal sogar danach an, als würde man mir diese Aktivität übel nehmen. Dabei schütze ich mich selbst  und vermeide die stillen Zeiten mit mir allein, um nicht noch tiefer zu sinken und sagen zu können: Ja, heute habe ich etwas geschafft und ich saß nicht sechszehn Stunden dumm herum und habe meine Gedanken siegen lassen. Denn am Ende des Tages zählt  nur wie viele Stunden ich mich abgelenkt habe, von dem was mein Hirn zerbeißt und mich gegen den Boden drückt.

 

Digital Daggers – Save Us From Ourselves

Weglaufen

Casper – Alaska

Allein. Isoliert. Einsam. Traurig. Abgeschieden. Abseits. Worte, die das beschreiben, was ich bin. Was es mir vor Augen führt, wenn dort ANDERE sind. Selbst die Anderen die auch soziale Schwächen haben, die schüchtern sind oder angst haben, sind noch  menschlicher, normaler und gruppenfähiger, als ich es bin. Irgendwie passen sie alle zueinander, sie passen in das Schema, aber ich falle jedes Mal heraus und keiner merkt es. Stattdessen wollen sie mich mit Gewalt hinein pressen, mir Stempel aufdrücken und in Schubladen hinein schieben, die es nicht gibt. Es ist, als würde mir der Körper zersägt werden und meine Brust aufplatzen. Mit offenem Brustkorb, laufe ich umher. Nichts schützt mich und es gibt keinen Ausweg, kein Heilmittel.

Außer weglaufen. Ich renne fort. Ich verschließe mich. Es schützt mich davor, zu weinen und immer wieder zusammen zu brechen. Denn wenn ich einmal anfange zu weinen, habe ich das Gefühl, nie mehr damit aufhören zu können. Wie ein dunkler Sog reißt es mich in die Tiefe. Und ich dachte, ich könnte es einfach aussitzen und ausschweigen, aber es wird schlimmer und es gibt nichts, was ich dagegen tun kann. Denn es kommt immer wieder.

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.