Was die Erkältung lehrt

Sie lehrt mich, dass körperlicher Schmerz den psychischen überwiegt. Dass es mir besser geht, wenn mein Körper leidet. Dass es das Denken und den Fokus auf das Negative abschirmt und ich teilweise eine andere Sichtweise besitze wie auch eine andere Struktur des Denkens. Ich war kreativ, ungebremst und hatte viele Worte zur Verfügung. Das Schreiben floss besser als in den Wochen davor. Ich will nicht sagen, dass ich unbedingt konzentrierter war. Aber irgendwas war anders und das habe ich gemerkt. Dadurch dass es mir so dreckig ging, wurden die psych. Symptome eingeschränkt. Es gab keine Wichtigkeit mehr darin wie es meinen Gedanken geht, es ging nur darum, den Körper zu erhalten. Muss ich  mir also die Beine brechen? Mir Schnitte zufügen oder mich in permanente Gefahr des körperlichen Schmerzes begeben um zu heilen? Wenn es doch wieder zurückkommt sobald Besserung in Sicht kommt? Denn sobald es mir wieder besser ging, kam auch das Leid und die seelische Qual zurück um mich zu begrüßen in einem Taumeln aus Tränen und Schmerz. Als würde man mir den Schädel aufbohren und hinein kotzen. Was für eine ironische Welt.

Tränen, Chlor & Lithium

Warum machst Du weiter? – An irgendwas klammert sich immer die Hoffnung und wenn es ein erbärmliches Leben ist. Ich denke der Grund, warum es scheitert, ist Angst, Scham und Feigheit. Weil ich schon so viele Male gescheitert bin, gibt es selbst dort keinen Glauben auf ein Gelingen. Und immer ist da der Zweifel, der mich davon abhält. Was wenn es nicht klappt? Was wenn ich danach immer noch atme? Oder sogar bleibende Schäden davon trage? Wenn ich Tage oder Monate noch leide ehe ich endlich gehen darf? Ich möchte einschlafen und nie mehr aufwachen. Ich möchte keinen weiteren Schmerz, wenn ich gehe. Und ich möchte selbst darüber bestimmen wann ich gehe.

Die selben Gedanken streifen mich, als ich die sechs Seiten mit Informationsmaterial zur Behandlung mit Lithium durchlese. Eine Überdosis kann mich die Nieren kosten. Aber was dann? Dialyse? Wenn mein einziger Gedanke darum kreist wie ich mir am effektivsten wehtun kann, statt darum, wie mir dieses Mittel hilft, wo bleibt dann die Hoffnung? Weil die bisherigen Antidepressiva nicht angeschlagen haben und die Liste bereits lang ist und jedes Präparat ausprobiert wurde ohne ersichtlichen Erfolg, wird mir nun Lithium ans Herz gelegt. Und ich höre das Lied von Evanescence in meinem Kopf hoch und runter spielen. Ich sehe ein träges Bild in meinem Kopf, wo eine Frau im Bett liegt und betäubt ist, die sich nicht bewegen kann, nicht reden kann, die nur noch sediert  ist. Ich sehe, wie es meinen Körper schädigt, statt meinen Geist zu heilen. Dennoch stehen die Erfolgschancen gut. Die Prozedur wird nur sehr aufwendig und mühselig. Ich habe Angst vor den Nebenwirkungen, wenn mir die jetzigen schon schaden.

this life will make you cry

Es zerstört Träume, Wünsche, Bedürfnisse, jeglichen Hunger, allen Durst, jeden Atemzug und keiner wird mehr bewusst. Jeder einzelne nur noch eine Qual. Ein Spiel auf Zeit. Warten und versuchen die Affirmationen in etwas positives zu verwandeln. Leere wäre eine Wohltat, aber das ist es nicht. Es ist Schmerz, Verzweiflung und unglaubliches Leid. Der Druck auf die Brust wird stärker, das Herz schwerer, der Kopf träger und all meine Glieder tun weh von all der Last die ich mir selbst aufbürde. Schwarz ist keine Farbe mehr für diesen Zustand. Es fehlen die Lichter, die Hoffnung und der Glaube, dass einem noch geholfen werden kann. Jeder schlägt einen mit dieser Hilflosigkeit entgegen und keiner weiß mehr weiter. Dann wollen sie Dich lieber wegstecken und sedieren, nur um dann nach Wochen wieder entlassen zu werden, damit dieser Teufelskreis weiter geht. Aber ich will nicht, dass es endlos so weiter geht. Ich wollte es nie und ich sollte es auch nicht müssen.

Private Paul – Nichts

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.