but I am living still

Dieses Gefühl macht mich schwach. Es reißt meine sicheren Mauern der Selbsterhaltung, Selbstbeherrschung und der Selbstdisziplin ein. Alles was ich  mir so schmerzvoll und mit Mühe aufgebaut habe fällt in sich zusammen. Ich kann es nicht erklären. Es fühlt sich fürchterlich an, nicht wie ein freiwilliger Prozess, sondern wie etwas, dass einfach so geschieht, ohne dass ich es aufhalten könnte. Ich greife mir ans Herz, aber nichts wird dies jemals aufhalten oder verändern. Und der Versuch stark zu sein, wird neuerlich scheitern, weil ich zu schwach bin um mich dem zu widersetzen. Die Macht anderer Menschen ist meine Niederlage. Sie beherrschen mich ohne davon zu wissen und wehe wenn einer dieser Menschen eine Ahnung hat, denn dann weiß ich, könnte er mich mit Sicherheit in Fetzen reißen und mich vollkommen beherrschen und vernichten. Aber letztendlich frage ich mich was ich zu verlieren habe? Ich weiß allerdings, dass es immer etwas zu verlieren gibt. Dann wird diese Welt kleiner oder härter und kälter werden als zuvor. Noch verworrener und schmerzhafter, wenn ich immer mehr riskiere und verliere. Das Gefängnis dessen Gitterstäbe sich enger ziehen und mich weiter einsperren werden. Der Unterschied ist, dass ich auf die eine Weise Erfahrungen mache und andererseits will ich mich eben vor diesen schützen. Aber ist das nicht das Leben? Erfahrungen sammeln, so viel Leid und Freude und alles mit zu nehmen was dieses Leben zu bieten hat? Was aber, wenn der größte Teil davon einfach nur Schmerz ist und weh tut? Wenn ich das nicht mehr will? Wenn es mich mehr Kraft kostet weiter zu machen, als aufzugeben? Was hält ein Leben dann noch am Leben? Das Risiko ist die Unwissenheit.

Als der Löwe auf seiner Gitarre gespielt hat, das Lied von dem Highwayman, habe ich mich an meinen an etwas erinnert und  bin seinem Wesen näher gekommen, dass sich mit einem Kribbeln bis in die verborgensten Stellen meines Körpers durchzog. Seine Wünsche und Träume, sich einfach die Gitarre zu nehmen und durch die Welt zu reißen, entlocken in mir wohl dasselbe Gefühl wie in ihm. Und ich habe mich erinnert welche Menschen ich getroffen habe und dass man von jedem etwas lernt und wie es jemanden gibt, der das alles auch auf sich genommen hat und was für ein schwerer aber lohnenswerter Weg es ist, wenn man seine Träume erfüllen will und sie lebt. Menschen die so glücklich wirken, wenn sie es geschafft haben und frei sind und auch zu einem großen Teil unerreichbar für all jene die noch nicht den Mut gefunden haben. Die egoistische Frage die ich mir dann stelle, ist jedoch, was wird aus mir? Was wenn ich nicht den Mut und die Kraft habe um auf diese Reise zu gehen oder wenn ich nicht einmal eingeladen werde oder es einfach nicht kann? Für mich ist ein anderes Leben bestimmt, denke ich immer. Aber irgendwie, ist es bereits am Ende angekommen. Es fühlt sich ganz so an, als würde es weder zurück noch nach vorn gehen. Irgendwo bin ich stecken geblieben und alles wird nur noch schlimmer. Trotz dem Widerstand den ich aufzeige und nach jedem Halm greife um ein wenig Schönheit und Genuss in dieser Welt zu entdecken, in mein eigenes Leben zu bringen und es genießen zu können. Dennoch ist die Dunkelheit zum greifen nahe.

 

The White Buffalo – Highwayman

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