Staubkind – Halt dich fest

Es gibt nichts und niemanden mehr, an dem ich mich festhalte. Es gibt nur eine Sache an der ich mich festhalten werde und das bin ich. Die falschen Versprechen werde ich nicht mehr hören, ich werde nicht auf die scheinheiligen Worte zwielichtiger Seelen achten, sondern nur noch darauf, was sie für Entscheidungen treffen und welchen Mut sie beweisen können in dem was sie tun. Worte sind nichts wert, wenn die Handlung ausbleibt. Jeder kann schön reden und Veränderung predigen, aber die wirkliche Veränderung beginnt jetzt und ohne Ausrede.

Journal, log your emotions and experiences

Tag zwei meiner 21 Tage Challenge „Self Care“ aus der tollen App „21 Days“ möchte, dass ich meine Emotionen und Erfahrungen notiere.

Im Moment bin ich wütend und enttäuscht und möchte gleichzeitig meinen inneren Frieden aufrecht erhalten und Gelassen mit der Situation umgehen. Doch mein Frieden wird massiv durch meinen Exfreund gestört – eigentlich bin ich es selbst und die Schuld liegt allein bei mir – und meinen Emotionen, wenn ich über seine Entscheidungen und Handlungen nachdenke. Wenn ich ihn heimlich beobachte und feststelle, dass ich nichts weiter als völlige Verachtung dem gegenüber empfinde, wo ich mich bemühe Wohlwollen und Vergebung an diese Stelle zu platzieren. Man kann Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen und ihnen auch nichts aufdrängen, so sehr ich das in diesem Moment auch will, weil ich etwas gefunden habe und immer wieder finden werde, was ihn weiterbringen könnte, ihm hilft und ihm gefallen könnte. Letztendlich obliegt es aber nicht mir, sondern ihm. Und wenn er sich dagegen entscheidet muss ich das akzeptieren, weiter gehen und den Kopf endlich ausschalten. Er hat sich gegen mich entschieden und dasselbe sollte ich allmählich auch tun, statt einer verstorbenen Hoffnung hinterher zu hecheln wie ein Hund, der nach Liebe und Achtung sucht. Denn die gibt es nicht bei diesem egoistischen Mensch. In meinem Kopf schreit alles ‚Arschloch‘ und ‚ich will dieses Gesicht nie wieder sehen‘. Aber ich muss anfangen zu Akzeptieren und zu Vergeben. Denn das sind nur meine kindischen Gefühle und hat wenig mit der Realität zu tun. Ich weiß nicht was in ihm vorgeht. Ich erkenne diesen Menschen nicht wieder, dem ich mein Leben geschenkt hätte. Er hat sich so stark verändert oder war er immer schon so und ich wurde bloß von meinen Vorstellungen und Idealen getäuscht? Er hat mich ohne ein Wort der Erklärung sitzen gelassen. Ich kann nur Vermutungen anstellen und die fressen mich bei lebendigen Leib auf.

Was ich fühle ist schrecklich und ich muss es bewusst wahrnehmen um zu heilen. Es ist viel Wut, Trauer, Verzweiflung, ein klein wenig Hass und Trotz. Er ist weder ein Freund noch war er jemals ein Mensch, der mich weiter bringt. Er ist nur eine weitere verlorene Seele auf der Suche nach sich selbst, während ich in meinem tiefsten Inneren genau weiß wer ich bin, was ich mag und wen ich nicht in meinem zukünftigen Leben haben möchte. Ich möchte respektiert und geachtet werden. Ich möchte mit Freundlichkeit und Achtung behandelt werden. Man soll mein Licht suchen und erkennen. Das ist wirklich nicht so schwer und wenn es das ist, dann Lebewohl. Dann hast du nichts in meinem Leben verloren und bist es nicht weiter wert von mir und meinen Erfahrungen zu profitieren. Denn ich bin wertvoll und ich bin es leid wie Abfall behandelt zu werden oder ein Spielzeug. Er hat gesagt, er wäre nicht wie die Anderen, aber das stimmt nicht. Er ist viel schlimmer und das hat er mit seinen Entscheidungen bewiesen. Worte sind nichts wert, nur deine Handlung zeigt wer du bist. Ich bin vor allem eins: Enttäuscht. Enttäuscht von mir selbst, dass ich es nicht früher erkannt habe und dass ich so schwach war und nachgegeben habe, obwohl ich genau wusste was passiert. Dass ich eine wertvolle Freundschaft geopfert habe. Mein Vertrauen ist zutiefst beschädigt.

Das, was ich über all die Jahre gelernt habe ist fast etwas nüchtern: Ich weiß aus Erfahrung, dass dieser schmerzvolle Zustand nicht für immer ist. Egal ob es mich jede Nacht zerreißt und in den Träumen heimsucht. Egal wie viele Tränen ich weine und welches Loch in meiner Brust klafft. Es wird vergehen und es wird wieder bessere Tage geben. Ich habe diese Erfahrung gebraucht auch wenn es sich anfühlt, als würde ich mich nie im Leben davon erholen, sind Gefühle nur temporär. In einem Jahr sieht die Welt ganz anders aus…

Wenn du merkst, dass deine Alpträume nicht aufhören, wenn du aufwachst…

Meine Träume quälen mich. Ich sehe in ihnen meinen Verlust und die Gewalt mit der sie mich nieder drückt. Die Wahrheit mit brachialer Faust auf mich einschlagen. Sie zertrümmert noch den letzten Rest von mir. In den Träumen geht es immer um ihn. Von mangelnder Liebe, fehlender Zuneigung und einer Distanz über Welten, davon, dass ich ihn verloren habe, dass ich mich verloren habe und dass ich ihn sehen, aber nicht mehr berühren kann. Ein kalter Blick, ein weiterer gescheiterter Versuch nach Nähe und ein Feuer, das langsam erlischt und Rauch der mich erstickt. Ich weiß nicht, warum es mir diesmal so verdammt schwer fällt und warum jeder Tag noch leidvoller als der andere ist, warum das Leben so eine harte Wendung genommen hat. Ich dachte es könnte nicht mehr schlimmer kommen, aber das kann es immer und jetzt ist es schier unerträglich, kein Mensch würde das Überleben, aber ich mache weiter und weiß nicht wieso und weiß nicht wie ich das schaffe. Meine Tränen wollen nicht mehr versiegen und mein Herz fühlt sich so schmerzhaft an, dass ich wünschte, es würde wirklich absterben und mich mitnehmen.

Und nachdem ich aus diesen schrecklichen Träumen aufwache, realisiere ich, dass sie meine Realität geworden sind. Dass sie nicht einfach aufhören, in dem ich die Augen aufmache, sondern sie mein Leben geworden sind. Ich lebe in einem ständigen Alptraum.

Saviour – like this

der unwahrscheinliche Fall

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass er wieder zurück kommt… schreib ihm alles auf, was dir wehgetan hat. Schweigen nutzt nichts, wenn es weiter gehen soll:


Ich habe mich allein gelassen von dir gefühlt, ich habe mich gefühlt, wie weggeworfen, wie Abfall, wie etwas unbrauchbares, mit dem Du nichts mehr zutun haben willst. Für mich hat es sich so angefühlt, als hättest du mich in meiner schwersten und dunkelsten Stunde allein gelassen. Als könnte ich nicht auf dich zählen, wenn es wirklich darauf ankommt und ich dich brauche. Genau in dem Moment in dem ich dich am meisten gebraucht hätte warst du nicht da. Du hast nicht gesagt, dass du mich brauchst, du hast gar nichts gesagt, viel mehr hast du mich einfach weg gestoßen, statt mich in den Arm zu nehmen, fest in den Arm zu nehmen und zu sagen, welche Angst du um mich hast und dass du mich brauchst, dass ich am Leben sein soll und dass ich dir wichtig bin. Aber du hast gar nichts getan und das hat sich schrecklich angefühlt. Auch als wir uns getrennt haben, hast du nicht einmal geschrieben, dass Du mich vermisst oder gefragt wie es mir geht oder dich nach mir erkundigt. Ich habe oft das Gefühl, dass es dich überhaupt nicht interessiert wer ich bin und was mir durch den Kopf geht. Dir ist es immer schwer gefallen Geschenke zu machen, aber warum fragst du nicht danach was ich mag oder was mir gefällt oder was ich mir wünsche? Warum fragst du nicht nach mir? Bin ich dir so egal?
Ich habe auch ständig mit mir gerungen. Du musst mich so nehmen wie ich bin und ich kann mich nicht ändern. Ich kümmere mich schon so gut ich kann um mich selbst, aber besser geht es nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Mit all dem Licht und all meiner Dunkelheit.

Ich hätte mir gewünscht, dass wir an unserer Beziehung arbeiten und sie nicht einfach aufgeben, weil es gerade schwieriger ist. Dass wir durch dick und dünn gehen, wie Louis und Clark oder Bonnie und Clyde. Das du nicht einfach fortgehst, sondern bleibst und mir beistehst bis es wieder besser wird. Ich hatte wirklich gehofft, dass unsere Liebe stark genug dafür ist. Das wir es hätten besser machen können. Weil wir uns wichtig sind.

D.

glücklich sein

Akzeptanz braucht lange. Loslassen fällt so unheimlich schwer. Nicht an all die Szenarien zu denken, die passieren könnten, die aber niemals eintreffen werden. Allein zu sein, völlig abgeschnitten und wie im Stillstand zu leben, während all die anderen Leben weiter gehen, bleibe ich hier stehen. Nicht wie ein innehalten, sondern wie ein gefesselt-sein und sich nicht mehr bewegen können, wird mir die Luft abgeschnürt. In meiner Brust lebt ein schwarzes Loch mit Stacheln und drückt mir schwer auf den Leib. Ich dachte wirklich, diesmal wird alles anders und wenn ich nur durchhalte, wenn ich nicht aufgebe, kann es gut werden. Das war ein Irrtum. Es ist egal was ich tue. Zeit, sagen sie, würde alles heilen. Für mich geht die Zeit nicht schnell genug um. Es tut unvorstellbar weh. Jede Nacht träume ich von ihm, jede Nacht weine ich, jeden Tag quäle ich mich durch die zähen Stunden. Ich dachte er wäre mein Schicksal, mein Seelenverwandter, aber wie immer sind meine Gefühle schneller als mein Verstand. Voreilig schießen sie hervor wie Pfeile die mein Herz treffen. Dann stehe ich wieder da mit blutigen Händen und Tränen im Gesicht und weiß nicht weiter. Vielleicht ist dieses Glück nicht für mich bestimmt. Vielleicht ist es wirklich besser allein zu sein, als alle und mich zu verletzen in dem verrückten Versuch glücklich zu sein.

Vielleicht werde ich irgendwann wichtiger als eine Sucht sein…

Glashaus – Schöner sein

verlassen

Cruel Summer

Ich komme an einen Punkt an dem ich die Schwäche in meinen Gliedern und Gedanken spüre. Ein Zittern wenn ich stehe und Schwindel wenn ich mich bewege. Schwermut und Apathie zeichnen mich aus. Lächeln gar unmöglich. Der komplette Zerfall meines Körpers und ich sehe ihn dabei langsam zu. Ich kann den Hunger nur noch als Schmerz spüren und nichts dagegen tun. Kein Appetit und keine Lust mehr zu essen, zu trinken oder zu schlafen. Könnte ich das Atmen nur abstellen. Ich weine noch immer, ich leide noch immer, nichts hat sich geändert. Selbst das untrügliche Gefühl ganz allein zu sein bleibt. Ich warte noch auf die Erfüllung meiner Hoffnung und weiß doch wie sinnlos das ist. Selbst wenn Wünsche in Erfüllung gehen stürzen sie mich in den Abgrund. Jeden Tag muss ich von Null anfangen und in jeder Nacht suchen mich Alpträume heim. Niemand würde diese Marter aushalten. Diese komplette Hoffnungslosigkeit die mich fest in ihrem Griff hat. Ich weiß nicht ob ich mit diesem Verlust leben kann, es reißt mir den Boden unter den Füßen weg. Es hat mein Herz zerschmettert und den letzten Rest meines Glaubens, dass es irgendwann gut werden wird. Ich habe versagt und ich bin verloren.

Liebe

Dich geliebt zu haben
Dich geliebt zu haben, geliebt wie ein Wahnsinniger
geliebt öfter auf den Knien als aufrecht
geliebt, dass ich nicht mehr schlafen oder essen konnte:
Was bleibt mir davon, Dich geliebt zu haben?

Dich geliebt zu haben, von ganzer Seele und mit den Augen,
bis ich sogar den Namen Gottes vergaß,
damit ich nur noch einen Namen rufen musste:
Was bleibt mir davon, Dich geliebt zu haben?

Es bleibt nur meine Stimme, die plötzlich ohne Echo ist,
es bleiben nur meine Finger, die ins Leere fassen,
es bleibt nur meine Haut, die sich nach Deinen Händen sehnt,
und vor allem bleibt die Angst, Dich noch zu lieben,
wenn ich morgen am Sterben bin.

Dich geliebt zu haben, voller Schmerzen geliebt,
dass es mir schier den Bauch und das Herz zerriss,
bis ich daran stürbe, bis ich verdammt sein würde:
Was bleibt mir davon, Dich geliebt zu haben?

Es bleibt mir nur
die eine Liebe,
die Du gerade gevierteilt hast.

De t’avoir aimée (Deutsch Übersetzung)
Künstler/in: Charles Aznavour (Շառլ Ազնավուր)
Lied: De t’avoir aimée

Am Leben

Es ist entweder sehr großes Glück oder sehr großes Pech, dass ich noch hier bin. Die Tabletten waren zu wenige und ich habe mich zu oft übergeben und mir war zu schlecht, als dass ich hätte sterben können. Manche reden von einem höheren Zweck, den ich noch erfüllen soll, andere wollen mich daran erinnern wie wertvoll und schön das Leben ist und wie wertvoll und schön ich bin. Deswegen hat mich auch mein Freund verlassen, weil ich ja ach so toll bin. Mein Leben ist im Moment nur angefüllt mit Leid, Trauer, Hilflosigkeit und dem Gedanken ein völliger Versager zu sein. Nichts hier ist schön und alles ist ein Kampf. Ich kämpfe für jeden schönen Moment und selbst diese zerrinnen mir zwischen den Fingern. Ich strenge mich mit allen Mitteln an. Dennoch erinnern mich nur kleinste Nuancen an das was ich verloren habe. Der Duft von Popcorn wird mich wohl noch lange an ihn erinnern. In den Nächten wache ich auf und weine, weil ich von ihm geträumt habe und nicht aufhören kann an ihn zu denken. In der Öffentlichkeit überkommt es mich und ich muss hart schlucken und mich zusammen reißen um nicht zusammen zu brechen. Er fehlt an allen Ecken und Enden und ich bin völlig allein in dieser chaotisch grausamen Welt. Und auch wenn ich andere sehe, die ihm gleichen, wird mir schlecht und ich beginne zu zittern. Mein Brustkorb fühlt sich an als wäre darin ein schwarzes reißendes Loch dass sich schwer und monströs in mir befindet und mich bei lebendigem Leib verschlingt. Dieser Schmerz ist unvorstellbar und real. Ich esse kaum noch, eigentlich fast nichts mehr. Ich kriege keinen Bissen runter und mein Körper fühlt sich wie eine Hülle aus Blei an, die einfach nichts hier zu suchen hat. Trotzdem atme ich noch und trotzdem suche ich nach dem Leben in dieser Welt. Niemand der mir begegnet, ahnt auch nur Ansatzweise, dass ich vor 11 Tagen hätte tot sein können. Niemand der mich sieht, hat nur einen Hauch einer Ahnung, welchen Schmerz ich ertragen muss. Dennoch ist da Hoffnung und ich weiß nicht wofür ich noch hoffe. Doch dieses Herz schlägt und es tut weh, das heißt also ich bin am Leben, auch wenn es sich alles andere als schön anfühlt.

Ursine Vulpine – And So My Heart Became A Void

Wie es sich anfühlt

Du hast mich einfach weggeworfen. Ich bin dir eine untragbare Last geworden. Erst wirfst du mich in dieses Gefängnis und sagst mir dann dass du mich verlässt. Findest du das fair? Ist das gerecht? Und dann verlangst du allen ernstes dass wir Freunde sein können und dass du dich noch mit mir treffen willst. Ich bin nicht dafür da deinen Egoismus zu füttern und dich dafür zu belohnen was du mir angetan hast. Ich werde alle Brücken abreißen und nichts mehr von dir übrig lassen. Das allein garantiert mein Überleben. Du hast mich allein gelassen. Das würde ich dir gerne aus voller Kehle entgegen schreien. Aber ich bleibe wie immer stumm. Unfähig wie immer und nieder gerungen von meinem eigenem Versagen. Aber du hast immer schon nur an dich gedacht.

Der Löwe und all seine Stärke ist fort. Was bleibt ist ein karges zerbrochenes Herz. Kaum noch fähig zu schlagen. Ich weiß nicht ob ich das schaffe. Ich weiß nicht ob ich das überleben werde. Ich werde nicht mehr die selbe sein. Ich werde immer weniger.

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.