Regeneration

Wie eine verdorrte Pflanze blühe ich langsam wieder auf und werde lebendiger. Als wäre ich mit den Monaten eingegangen und immer weniger geworden. Ich merke, dass ich alleine besser dran bin. Dass ich niemanden um mich brauche, der mich letztendlich zerstört. Ich bin noch nicht bereit, war es nie und verstehe nun, was ich an mir selbst habe und meiner Einsamkeit, die ich auch mit anderen teilen kann. Als ich am Boden war, als es nicht zu ertragen war und ich dachte zu sterben, habe ich dem Fuchs eine Tür geöffnet und seine Hand ergriffen. Er tut mir gut und es fühlt sich nicht schlecht an. Dennoch ist da die Angst vor meinen eigenen Gefühlen und dass sie mich wieder in den Abgrund reißen. Immer wie eine unsichtbare Bedrohung und plötzlich hinter mir auftauchen. Ich spüre es filigran, als würde ich in jedem Moment zerbrechen. Ein paar Tage liefen jetzt gut. So gut, dass mir nicht einmal der Autounfall etwas anhaben konnte, außer ein paar Prellungen, Schrammen und blaue Flecken. Vielleicht eine weitere angstvolle Erinnerung, nur nicht mehr so schlimm und mit ein wenig Arbeit wieder in den Griff zu kriegen. Die Tage jedoch, ziehen wie vorbeifliegende Vögel an mir vorüber. Ich kann sie nicht halten und ich weiß nicht, wie die Zeit so schnell vergehen kann. Ich habe so viel zu tun und komme am Ende des Tages zu gar nichts mehr, obwohl ich nichts tue. Nicht viel. Die Ablenkung hilft um nicht nachdenken zu müssen. Denn das tut noch weh, aber es wird besser. Der Fuchs hilft mir und ich weiß nicht wie jemand wie ich sowas verdient habe: Vergebung. Ich weiß, er wird widersprechen und die selben Worte immer wieder wiederholen, bis ich sie irgendwann glauben kann. Aber noch bin ich weit davon entfernt. Bin ich ein guter Mensch? Oder war der Unfall letztlich eine Strafe des Schicksals, weil ich eine andere Tür mit einem knall geschlossen habe, die nie mehr zu öffnen ist?

Wenn ich so über die letzten Monate nachdenke, mache ich mir ein klein wenig sorgen um meine Medikation. Ich habe das Gefühl sie haben ein erhebliches Ausmaß auf gewisse Bereiche meines Empfindens und Erlebens…

Janus – was uns zerbricht

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