Allein kommt die Kraft aber es bleibt immer ein Stück zurück

In deiner Gegenwart fühlte ich mich immer klein. Ich wurde kleiner, mit jedem deiner Entscheidungen. Kleiner mit allem was du getan hast, vor allem für mich. Ich war so fasziniert von dir, von allem und deiner ganzen Präsenz. Auch heute noch schaue ich zu dir auf, weil ich diesen Platz niemals erreichen werde. Manche Menschen kommen und sind Sterne. Man sieht zu ihnen auf, kann sie aber niemals erreichen, egal wie hell sie leuchten. So war es mir mit dir. Ich habe dich nie erreichen können. Meine Worte sind einfach in der Dunkelheit verschwunden ohne dass du sie gehört hättest. Ich habe dir so viel gesagt und wollte dir so viel zeigen, wir hatten so viele Pläne. Aber nie wäre davon irgendwas wahr geworden. Ich habe so hart gekämpft und versucht an dieser Freundschaft festzuhalten, so sehr, dass ich mir selbst weh getan habe. Ich wurde immer unbedeutender, während du an Bedeutung gewonnen hast. Ich hätte alles für dich getan, wenn ich so darüber nachdenke. Ich war wie besessen und irgendwann wollte ich das nicht mehr sein, irgendwann legt sich mein Selbstschutzschalter um und ich kümmere mich um mich. Dann wenn ich merke, dass es viel zu lange wehtut. Dann wenn ich gegen Windmühlen mit Windstärke 12 ankämpfen muss. Ich bin immer weniger in deiner strahlenden Anwesenheit geworden. Und trotz, dass ich es genossen habe, diese Stärke zu betrachten, wurde ich immer schwächer. Ich kann das nicht so gut auch mit all den Gefühlen. Ich verstehe kein einziges davon, woher es kommt, warum es da ist und was es sagen will. Früher oder später wäre es ohnehin passiert, dass sich unsere Wege getrennt hätten, dass wir uns wieder anschweigen und nicht zusammen kommen, dass wir uns Streiten. Es wäre alles ohnehin wieder so gekommen. Und dann habe ich die Tür einfach zugeschlagen und du hast mich nicht aufgehalten, du hast die Tür nicht festgehalten, du wolltest auch gehen. Ich fühle mich noch immer schuldig und als hätte ich einen Fehler gemacht. Aber wenn ich in mich hinein blicke, ist da viel mehr Ruhe und mein eigenes Licht scheint wieder immer mehr und immer ein bisschen heller auch wenn es nicht einfach ist. Dennoch muss ich diese Tür geschlossen halten. Auch wenn ich ab und zu von dir Träume und jedem kleinen grünen Auto hinterher sehe und das Nummernschild prüfe, auch wenn ich mich manchmal an die alten Zeiten erinnere und weiß Gott nicht alles schlecht war. Deine Güte, deine Gedanken, deine Freundlichkeit, die über allen Menschen erhaben war. So groß, dass ich nur staunen konnte und du nichts davon jemals so sehen konntest wie ich und auch kein Kompliment angenommen hast. Dass ich mir viel zu oft Sorgen und Gedanken um dich, als um mich gemacht habe und noch immer hier und da solche Dinge aufzucken. Für dich bin ich wahrscheinlich Luft, nein, weniger als das. Irgendjemand, der in Vergessenheit geraten ist. Aber für mich, hat sich nie etwas geändert an dem, wer du bist. Trotzdem konnte ich den Anruf nicht annehmen, weil ich diese Tür nicht öffnen kann, aus Angst wieder zu scheitern. Deshalb kämpfe ich jeden Tag dagegen an, nach deiner Nummer zu fragen und mich zu entschuldigen. Weil es nichts zu entschuldigen gibt, wenn die Dinge so passieren, wie sie passieren mussten. Oder?

Nomy – I once had a heart

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Ein Gedanke zu „Allein kommt die Kraft aber es bleibt immer ein Stück zurück“

  1. Dabei ist dein eigenes Licht so schön. Dabei ist die Art, wie du die Welt siehst und genießt – wenn du das zulässt – so einzigartig. Glaub an dich und gehe deinen Weg, du brauchst Niemanden, der dich stützt. Du bist stärker als du denkst.

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