sterbende Sterne

»Je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass ich keine Kraft mehr für Dramen, Konflikte und Stress habe. Alles, was ich brauche, ist ein Zuhause, in dem ich willkommen bin, Essen auf dem Tisch und Menschen, in deren Gesellschaft ich glücklich bin.«

Ein letztes aufflackern, so wie der Tod eines Sterns, ehe er ganz verlischt. So fühlt es sich an. Man wird zu schnell vergessen und spielt keine Rolle mehr. Ich möchte nicht mehr in einer Welt leben, in der man weniger als ein Punkt ist. In der man zu leicht vergessen wird, während ich selbst mich an jeden Einzelnen erinnern kann, an jede Begegnung und jeden Menschen, der mir einmal etwas bedeutet hat. Indessen ich vergessen werde, als hätte es mich nie gegeben oder all die Momente die man miteinander erschaffen hat. Dieses Gefühl ist schrecklich, das man so leicht austauschbar wird, so leicht unbrauchbar und nichtig gemacht wird.

Ich allein habe die Entscheidung darüber, ob ich mich mit diesen Menschen dann noch abgebe oder nicht. Ob ich ihnen nachjage und meine Energie erneut in diese zwecklose Beziehung scheinbarer Freundschaft vergeude oder dem ganz entsage, mich davon befreie, statt mir erneut belastende Emotionen aufzuladen und mich lieber auf die wirklich besonderen Menschen konzentriere, die noch immer da sind, die geblieben sind, die mir zeigen, wie sehr sie mich schätzen und ich es fühlen kann, wenn ich bei ihnen bin. Menschen, die ehrlich sind, auch wenn sie die schlimme Wahrheit sagen, die ich manchmal nur schwer schlucken kann. Darauf kommt es doch letztendlich an… die richtigen Menschen zu finden und nahe zu halten. Nicht die, die einen immer wieder das Gefühl geben nichts wert zu sein, kämpfen zu müssen, Aufmerksamkeit einfordern, Druck machen und es nur verkomplizieren. Das muss nicht sein und ich bin auf einem guten Weg um mich dagegen zu entscheiden. Wenn ich nicht mehr Willkommen bin, muss ich nicht bleiben und mich zwingen höflich zu sein. Ich habe nichts mehr zu verlieren. Vielleicht ist es auch gar nicht der Tod eines Sterns, der kurz aufflackert mit einer widersinnigen Hoffnung, dass man mich strahlend empfängt und sich freut über meine Worte. Vielleicht ist es die Geburt eines neuen Sterns.

»Wenn an einem Tisch weder Liebe noch Respekt serviert wird, dann ist es an der Zeit diesen Tisch zu verlassen.«

LOT & Alin Coen – Nische

Ich kann’s nicht verstehen, fast immer zu stehen
Wie ich’s auch wende und wie ich’s auch dreh
Scheint, als ob man mich nicht braucht

Alles was ich einmal gerne wollte
Sagt mir, dass ich’s lieber lassen sollte

Nicht für jeden wird der Tisch gedeckt
Das macht mir Angst, dass ich erschreck

In irgendeine Nische passen wir schon rein
Ist sie zu schmal, machen wir uns klein
Irgendeine Ecke findet sich für dich
Irgendeine Ecke wo du glücklich bist

Wie bin ich froh, dass ich nicht gestorben bin
Bevor ich dich traf, bevor ich dich sah

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