Dunkelste Stunde

Wenn man vom Licht gekostet hat. Wenn man einmal glücklich war und weiß wie es ist, wenn es einfacher ist, leichter und man einen Hauch von Freude spüren konnte. Wenn alles mal nicht scheiße ist, sondern fast zu ertragen. An dem Punkt war ich und dieser Punkt ist vorbei. Jetzt wird es wieder dunkel. Alles was ich mir erarbeitet habe, kraft- und mühevoll aufgebaut wurde, wird mit einem Windstoß umgestoßen. Kann ich das System daran Schuld machen? All die Auflagen und Maßnahmen? Den Lockdown und die Quarantäne? Flockdown? – ich gebe mir die meiste Schuld. Ich habe nicht aufgepasst, ich war nachlässig mit mir und lag faul auf der Haut, weil ich immer weniger Kraft hatte durch meine Untätigkeit. All das zieht mir den Boden ein weiteres Mal unter den Füßen weg und meine Gedanken verdunkeln sich. Die Hoffnungslosigkeit kehrt zurück. Die Tage an denen es mir gut geht reduzieren sich und die an denen es einfach überhaupt nicht weiter geht mehren sich. Ich sehe die Zeit an mir vorbei ziehen. Ich lenke mich ab, aber ich setze mich nicht damit auseinander. Ratlosigkeit und Rastlosigkeit sind meine Gefährten, in dem Versuch irgendetwas zu unternehmen, wenn nichts gelingt. Ich laufe davor weg. Und ich kann mich nicht verstecken. Es kriecht in meine Träume und zwischen mein Bewusstsein, es lähmt mich wortwörtlich. Auch wenn viele mir sagen, wie toll und wertvoll ich bin, wie gut ich das mache und das ich Kämpfe bestritten habe, durch die kein Mensch gehen sollte, kommt nichts davon an mich heran. Ich fühle mich unzulänglich, verloren und oft mehr als verlassen.

an manchen Tagen

Alin Coen – entflammbar

Warum vermisse ich dich? Du hast es nicht mal verdient. Du hast nicht einen Blick, nicht einen Gedanken davon verdient. Und doch fällt es an manchen Tagen so schwer, wegzusehen und sich nicht zu sehnen. Ich habe dich für jemand anderen gehalten und du hast mich nie erkannt. Das Wort ‚cool‘ wie du mich ständig genannt und beschrieben hast stimmt nicht. Ich bin alles andere als ‚cool‘. Ich bin tiefgründig, nachdenklich, melancholisch, wahnsinnig, kreativ, freundlich, ein bisschen entrückt, verliebt, habe meine Stärken und Schwächen, aber ich bin nicht ‚cool‘. Auch wenn ich mich so gebe, hätte ich gerade von dir erwartet, dass du merkst, wie ich innerlich wanke und zittere, wie ich ständig an mir zweifle und welche Kämpfe ich in mir zu führen habe, welcher Zwist in mir tobt. Gerade von dir, habe ich so viel mehr erwartet, aber du hast mir nur eine weitere leere Wüste gezeigt in der ich mich verirrt habe und in der ich fast gestorben wäre. Du hast mir gezeigt, dass ich bei der Wahl meiner Gefährten, nicht in die nächste verlockende Falle stolpere, dass ich keinem mehr Vertrauen kann, dass ich jedes Wort hinterfrage und jede Geste nicht ernst zu nehmen ist. Ich hätte mir gewünscht, dass die Dinge alle etwas anders gekommen wären. Weniger abrupt und schmerzhaft, weniger verzweifelt und ein bisschen mehr hoffnungsvoller.

Es fällt mir immer noch schwer dich zu sehen. Es fällt mir schwer ohne Angst die Schule und den Betrieb zu besuchen. Überall kreuzen sich unsere Wege. Und ich zittere noch immer, nur bei dem bloßen Gedanken dir gegenüber zu stehen. Obwohl ich dich so gern schlagen würde, verletzen würde, für das was du mir angetan hast, bin ich wie das Reh im Scheinwerferlicht völlig erstarrt und kann mich nicht bewegen. Nicht davon weglaufen, nicht angreifen, einfach erstarren. Das ist erbärmlich und ich wünschte ich wäre stärker. Stärker als dieser Gedanke der mich beherrscht und stärker als du.

NF – Leave Me Alone

Bedürfnisse

Manchmal oder gar öfter werden sie einfach übergangen. Oft nicht einmal wahrgenommen oder mit Füßen getreten. Den eigenen oder fremden. Bedürfnisse bestimmen aber die Qualität unseres Lebens. Hinken wir bei einem hinterher, gibt es irgendwo Verstimmungen und schlechte Laune, manchmal sogar physische Schmerzen. Ich habe lange meine Bedürfnisse zurück geschraubt und nicht beachtet, sodass ich heute viele Schwierigkeiten habe sie rechtzeitig wahrzunehmen oder überhaupt zu wissen, welches Bedürfnis ich gerade habe. Ich weiß, dass alle Menschen gehört und geliebt werden möchten. Ich weiß mittlerweile auch ab und zu, was meine Bedürfnisse sind und ich möchte nicht mehr ungeliebt sein, mich verschmäht oder unerwünscht fühlen. Ich möchte nicht mehr diese niederschmetternden, selbstzerstörerischen und anschuldigenden Gedanken haben. Es braucht noch viel Kraft und Übung um wirklich gut auf mich zu achten und diejenigen zu meiden, die mir nicht gut tun und auch auf mich zu hören und dem Bedürfnis zu lauschen, dass sich da ankündigt und laut macht. Ich weiß, dass ich mich nicht mehr für irgendjemanden verlieren will. Ich möchte mich finden und behalten. Ich habe gelernt, dass erwachsene gesunde Beziehungen gleich welcher Art immer gleichwertige Bedürfnisse erfüllen. Du gibst mir etwas und ich gebe dir etwas das wir beide brauchen.

„Mich hat der Teufel an den Hörnern gepackt

Ich war nicht nur am Boden,

ich war tiefer gesackt

Ich war nicht deprimiert, ich war völlig schachmatt

Und trotzdem hab ich irgendwie weitergemacht“

LOT – weitergemacht

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.