schleichende Gegner

Manchmal habe ich das Gefühl verrückt zu werden. Dass alles was ich zuvor wollte und was ich war, sich verschiebt und all die Wünsche und Bedürfnisse einer ganz anderen Person gehören.
Von einsam auf den anderen Schlag bist du ein anderer Mensch. Einer der du nicht sein willst. Einer der alles zerstört und einer der Regenwolken zeichnet, wo vorher noch Sonne war.
Manchmal kann ich dieses Gefühl beinahe greifen, als würde ich es hinter meinen Augen ganz deutlich spüren und müsste nur danach fassen um es packen zu können. Aber dann ist es wieder fort, wie eine viel zu starke Einbildung die sich in die Wirklichkeit drängt.
In dem einen Augenblick mache ich noch lustige Sachen, kann fast lachen und die Sorgen vergessen. Bis ein stiller Moment folgt und ich in Tränen ausbreche und alles nur noch aus Schmerz besteht. Schmerz und Leid die alles mit ihrer Dunkelheit verdecken, was ich so verzweifelt versuche zu erreichen.

„Hör gut hin, Kleiner,
es gibt Weißblech, sagen sie,
es gibt die Welt,
prüfe, ob sie nicht lügen“
Ilse Aichingers

Ganz langsam dann, wandelt sich alles in eine erdrückende Leere die jeden Sinn in Sinnlosigkeit verwandelt und mir vor Augen hält, wie wenig mein Leben wert ist, während ein anderer Augenblick mir all die Momente zeigt, in denen meine Existenz einen Wert hat. In denen ich Menschen zusammenbringe, in denen ich Menschen eine Freude mache, den Sinn zurück hole und zum Lachen bringe. Irgendwas muss ich ja an mir haben, dass sie mich nicht aufgeben, nicht wegwerfen und zurück kommen. Trotz allem überwiegt der vernichtende Zweifel ob all der Glaubwürdigkeit an diesem Leben.
Ich bin verwirrt und auch die Möglichkeit einer Unmöglichkeit fühlt sich seltsam und gleichsam beruhigend an. Das jemand etwas nicht aus Böswilligkeit tut sondern um sich mir nahe zu fühlen, ist für mich nur schwer nachzuvollziehen, wenn mich meine dunklen Taten bedrängender verfolgen, als all das Gute das ich getan habe.

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