A Soulmate Who Wasnt Meant to Be

***Trigger-Warnung***

Dieser Text fiel mir noch einfach, im Vergleich zu anderen Dingen, die in meinem Leben passiert sind. Über das könnte ich reden, wenn ich stabil und in guter Verfassung bin. Es gibt aber vieles, über das es schwer fällt zu reden oder sich zu öffnen.

Dennoch sei gewarnt, dass das kein einfacher Tobak ist und wenn man nicht unbedingt getriggert oder aufgewühlt werden möchte, sollte man nicht weiter lesen.

Nachdem mein Leben den Bach runter gegangen (2017) ist und der Mann, den ich über alles auf der Welt vergöttert und geliebt habe, etwas unvorstellbares getan hat, dass alles veränderte und mich zerriss. War ich am Ende. Wenn man auf mein Leben blickt, ist das die Kluft, der Riss, die eine Stelle, die einen Unterschied ausmacht. Das Ende meines Lebens, wie ich es bisher kannte. Ich war am Ende. Kaputt und mir war egal was mit mir geschehen sollte, was andere mit mir machen oder gemacht haben. Ich wollte mich nur noch mehr zerstören. Ich wollte das, was ohnehin kaputt gegangen ist, noch kaputter machen. Alles nur nicht mehr diese Leere spüren, die in mir klaffte wie ein hohles Loch, eine offene unsichtbare Wunde.

Also habe ich begonnen zu viel zu trinken, mich aufzuschneiden, Tabletten zu nehmen und jeden Mann der sich mir anbot auch an mich ran gelassen. Auf so viele verschiedene Weisen. Und das obwohl ich noch in einer Beziehung mit dem wohl nettesten Menschen der Welt war. Mit einem Menschen, der alles für mich getan hätte, der mich noch heute aufrichtig und bedingungslos liebt. Ich habe ihm sehr wehgetan, so viele Male. Ich habe mit anderen Männern geschlafen. Ich habe zugelassen, dass sie mich ausnutzen und anfassen, selbst gegen meinen Willen.

Im Oktober hat sich dann ein Mensch an mir vergriffen, von dem ich glaubte, er wäre mein Seelenverwandter. Wie leicht ich zu täuschen bin und die Wahrheit nicht sehen will. Kennengelernt oder getroffen habe ich ihn 2011, als ich ein freiwillig soziales Jahr gemacht habe. Wir sollten zwei Wochen auf Kinder aufpassen, stattdessen haben wir uns kennengelernt und es tat sich eine Verbindung auf. Ich habe ihn nie geliebt, es war etwas anderes, etwas tieferes, als wäre er mein seelischer Zwilling. Er hat mich auf eine kranke Weise geliebt. Er hat Tagebuch geführt und mit Blut meinen Namen hinein geschrieben. Er hat sich selbst verletzt und ist die Nacht wach geblieben. Er ist mir hinter her gerannt wie ein Hund und ich hätte ihm jeden unmöglichen Befehl geben können – er hätte ihn ohne zu zögern ausgeführt. Bis zu dem Moment, als er eine damalige Freundin von mir getroffen hat und mit ihr zusammen kam und sie heute sogar ein gemeinsames Kind haben. Zuerst habe ich bemerkt, wie er mir an an den Hintern fasst. Er hat es immer etwas verschleiert und heimlich getan, aber ich habe es dennoch gemerkt. Auch da war es schon unangenehm und ich wollte nicht mehr in seiner Nähe sein. Obwohl da dieser Zwiestreit in meiner Brust ist, dass er mein Seelenverwandter ist, das wir doch eine Verbindung haben. Doch ich konnte die Wahrheit nicht sehen.

Erst als ich betrunken in meiner Wohnung war und er mir erst an die Brust und dann in zwischen die Beine griff. Ich noch mehr getrunken habe, um das zu vergessen. Ich habe mich gewehrt, aber er hatte mehr Kraft und irgendwann kann man sich nicht mehr wehren und ich konnte nicht einmal schreien, weil ich betrunken und dumm, zerstört und erschrocken war. Sind das ausreden?

An der Tür, als er ging, hat er mich noch einmal angesehen, aber ich konnte ihn nicht mehr ansehen. Er hat ganz sanft gesagt. „Du wolltest es, richtig? Und sag es nicht deinem Bruder, du weißt ja, wir sind Freunde.“ Seine Stimme hatte eine Spur von Zittern, als wäre er sich bewusst gewesen, dass er etwas Falsches getan hat. Ich konnte nichts sagen, ich habe genickt, ich wollte ihn los werden. Und doch kam er noch ein paar Mal und dabei blieb es nicht nur bei den Berührungen. Er sagte und flüsterte mir ins Ohr, dass ich eine Verführung sei, eine Begierde – ja, ein Objekt ohne Seele in seinen Augen. Dann kam ich mit dem Komplizen zusammen und habe weitere Treffen vermieden, obgleich ich mir einen schöneren Start für diese Beziehung gewünscht hätte, als das Ende von meinem Alptraum, das mit diesem beginnt.

Das letzte Mal hat er mich vor zwei Jahren besucht. Ich dachte Menschen können sich ändern. Ich dachte, er hätte kein Verlangen mehr nach mir oder würde seine Fehler nicht wiederholen. Nur einen Film schauen, ein bisschen reden, zusammen frühstücken. Doch dann greift er mir wieder an die Brust, ich reiße die Hand raus und sage laut Nein! Er wimmert, jammert und zeigt Mitleid, aber nicht mit mir. Bettelt, dass er nur mal kurz anfassen will und ich schüttele den Kopf. Ich weiß nicht mehr was danach passiert ist. Manche Dinge löschen sich aus meinem Kopf. Aber ich weiß, dass als er mir das nächste Mal geschrieben hat, wann wir uns wieder sehen, ich ihm geschrieben habe, dass ich ihn nie mehr wieder sehen will, weil das was er getan hat zu weit ging. Seit dem, habe ich ihn nur einmal auf dem Fahrrad an mir vorbei ziehen sehen, bin zusammen gebrochen und konnte nicht mehr weiter gehen, weil ich die Zeit bedaure, die mir meinen Seelenverwandten weggenommen hat.

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