ich kann nicht aufhören zu denken

Warum gerade nachdenken? Und wenn schon über etwas nachdenken, warum nicht über etwas schönes oder erheiterndes? Die Gedanken fließen in einem dunklen Strom durch meinen Kopf und mir gehen die Ideen aus, wie ich diesen Strom verhindern kann. Durch jegliche Ritzen und jeden Atemstoß dringt diese Dunkelheit. Es ist ein grausames Gefühl. Ich leide. Ich leide an mir selbst und all diesen furchtbaren Bildern in meinem Kopf, die ich nicht zurückdrängen kann. Bilder die vor allem durch Gefühle entstehen. Das Gefühl der Einsamkeit, Traurigkeit, Dunkelheit, des Verlorenseins, der Hilflosigkeit. Drama in all ihrem Ausmaß. Der Impuls mir etwas anzutun ist groß und wird stärker. Es reicht nur ein Blick auf einen vorbeifahrenden LKW, auf die Pulsadern oder die Tablettenschachteln. Ein schmaler Grat auf dem ich wandere und ein einzelner Luftstoß reicht aus, mich hinab zu stürzen. All diese eklige Schwärze, die mich gerne empfängt und vor der ich immer wieder weglaufe. Manchmal schaffe ich es ihr zu entkommen und dann drängt sie sich mit ungeahnter Härte aus dem Hinterhalt und überfällt mich. Wie soll ich jemals normal sein? Wie eine glückliche Beziehung führen? All diese Gefühle sind so mächtig, dass sie alles andere einnehmen und steuern. Als würde die Dunkelheit das Lenkrad in die Hand nehmen.

Gleichzeitig triggert es die alte Erinnerung, wie ich gefangen im Krankenhaus lag, während mein Exfreund sich einen entspannten Wochenende mit Spa hingibt, nur um mich zu verlassen, im Stich zu lassen und allein verrotten zu lassen. Genau das keimt allmählich auf und verstärkt all die Angst und Gefühle. Der dicke Kloß im Hals der dicker und fester wird, genauso wie das schwarze Loch im Herzen, dass schmerzt und mich zu verschlingen droht. Alles kehrt wieder, obwohl alles anders ist. Ich kann mich auf ihn verlassen, ich kann ihm vertrauen, er gibt sein Bestes, schreibt mir und macht Bilder. Dennoch fällt es schwerer dennje. Weil alles in meinem Kopf verrückt spielt.

Wunden werden zu Wundern

Er bringt meine Welt zum wanken. Er macht sie heil, füllt die Risse und tut so, als wäre ich nicht kaputt. Er behandelt mich wie einen Menschen. Liebevoll und mit Hingabe. Seine Aufmerksamkeit tut gut. Er merkt sich die Details, Kleinigkeiten, die mir so viel bedeuten. Er ist ein Wunder. In mir schwelt jeden Tag die Angst, dieses Wunder könnte sich auflösen, verschwinden oder ausgelöscht werden. Ich habe Angst um sein Leben, Angst, dass mir dieses Glück weg genommen wird. Etwas, das sich anfühlt, als hätte ich mein ganzes Leben darauf gewartet und nun wo es da ist, fühlt es sich an wie ein schwebender Traum. Die Angst ist immer da. Nicht nur um mein Chaos sondern auch um sein Glück. Könnte ich sein Unglück sein? Ich will es nicht beschwören. Er verändert mich und die Unruhe wird leise, legt sich und macht mich ruhig und sanftmütig. Ich genieße seine Nähe, seine Existenz und all die sanften Berührungen und Gedanken, die wir austauschen. Er ist Herausforderung und Leichtigkeit zugleich.

Doch ebenso verändert sich alles. Mein Denken und Bewusstsein. Ich komme an nie gekannte Punkte. Der Gedanke zu sterben, verflüchtigt sich zunehmend, auch wenn er nie ganz verschwindet. Wo ich vor einem Jahr noch mit 30 sterben wollte, kommen Zweifel auf. Die Neugierde ist groß, zu erfahren wie das Glück anschwillt und was uns beide noch erwartet. So dass ich hadere und sich dieser Wunsch allmählich auflöst, jetzt schon zu sterben und dem Leben zu entsagen, wie ich es all die Jahre und Jahrzehnte davor ersehnt habe. Das Leben bekommt wieder Geschmack und Licht. Es macht neugierig zu erfahren wohin es geht, ganz gleich ob ich Falten bekomme, hässlich und alt werde. Es liegt auch eine Schönheit in dem Älterwerden und die Sehnsucht Erfahrung zu sammeln und zu teilen. Weise zu sein und ruhiger zu werden, die Dinge nicht mehr so ernst zu nehmen. Es wäre schön, wenn diese Urgewalt an Gefühlen, schon damals gezähmt worden wäre. Wenn man nicht mit so viel Emotionen und Schwung dahinscheidet und aufgefressen wird um sterben zu wollen. Vielleicht liegt darin der Trick – geduldig zu sein und der Dinge zu harren, auch wenn es verdammt schwer ist.
Ich hätte nie an dieses vollständige Glück geglaubt. Nie auch nur im Ansatz gedacht, dass mir so etwas passiert, nach all dem was geschehen ist. Und die Enttäuschungen und Wunden waren groß.

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