Sommer Sonne Depression

Es ist heiß, die Sonne scheint, alle haben Spaß, gehen ins Bad, sind draußen, genießen das Wetter. Die Freude des Lebens erstrahlt. Aber nichts davon berührt mich. In mir ist es leer. Ich verstecke mich. Die Dunkelheit greift im hellsten Licht nach mir. Egal wie stark und hell der Tag ist, egal wie laut die Menschen lachen, in mir ist und bleibt es dunkel. Wird dunkler, mit jedem Versuch der Finsternis zu entkommen. Etwas zu spüren, dass nicht Bedrückung ist, wird zur Herausforderung. Meine Liebe schwindet. Das helle schöne Licht des Glücks, scheint mich zu verlassen. Das Atmen fällt schwer und jeder Schritt ist eine Qual. Selbst der Körper will sich nicht mehr bewegen und ächzt bei jeder Bewegung. In mir tut alles weh und außerhalb genauso. So sehr ich versuche mich dagegen zu wehren, desto schwerer wird es, etwas zu fühlen. Ich weiß, dass es nur temporär ist, dennoch fühlt es sich wie ein für immer an. Als hätte man mir alle Kraft und jeden Willen genommen. Wie kann man Hoffnung haben, wenn sie nie da war? Man kann sie nicht verlieren, wenn sie nie da war. Und ich möchte niemanden und nichts, nicht mal meinem Gefährten davon in Kenntnis setzen, weil es dunkle Spuren hinterlässt, die klaffende Wunden reißen. Ich hoffe, dass, wenn wir uns wieder sehen, alles besser ist und ein Gefühl zurück kehrt, dass mich nicht zerreißt und schmerzt. Denn Schmerz ist das einzige was ich immer fühlen kann. Aber die schönen Gefühle zuzulassen, festzuhalten oder zu erwecken scheint mir unmöglich. Tränen sind leichter als Lachen.

Für den schwarzen Schatten Namens Depression gibt es keine Jahreszeiten, keine guten Zeiten. Es gibt nur klammernde Dunkelheit die niemals los lässt und immer wiederkehrt. Egal was man tut, egal was man macht. Es kehrt immer wieder. Mal läuft es gut, dann wieder eine ganze Weile schlecht. Nebst dieser Dunkelheit wird sie genährt von den gegenwärtig katastrophalen Nachrichten. Wer will in dieser Welt leben und wer will Leben in diese Welt geben?

Madeline Juno – Sommer, Sonne, Depression

Liebe tut nicht weh


Es sind immer die eigenen Gedanken die wehtun, zusammen mit den Handlungen der Person für die man glaubt Liebe zu empfinden. Aber wer bin ich, zu behaupten was Liebe ist und ob sie wehtut oder nicht? Es war nur ein Gedanke der mir heute kam, als ich über meinen Gefährten nachgedacht habe und über das Glück einen Menschen wie ihn zu kennen. Jene Gefühle und die Verbindung, die nicht wehtut und nicht auf Schmerz aufgebaut ist. Etwas, das langsam heilt und die Wunden verarztet, die mit all den Jahren entstanden sind. Nicht alles wird narbenlos bleiben, einiges reißt immer wieder auf, doch er gibt mich nicht auf, egal wie schrecklich ich bin und reicht immer das Pflaster. Es ist eine Art Liebe, an die ich nicht geglaubt habe, eine die ich nie gesehen habe. Die leicht ist, schmerzfrei, ohne mir wehzutun. Nichts das um sich schlägt, festgehalten werden will oder mit aller Kraft versucht sich mir zu entziehen oder die Kraft raubt. Es ist einfach, leicht, schwebend. Vertrauen, Treue, Loyalität, Freundschaft, Intimität sind auf einmal federleichte Begriffe mit Sinn. Nichts worum man kämpfen muss oder das man erzwingt. Wo ich bisher nur einen Kampf gesehen habe in dem ich verliere, ist dies ein schwereloser Tanz in dem es keine Verlierer gibt. Wir gewinnen in jedem Moment, den wir zusammen verbringen, und statt weniger zu werden, wird es immer mehr.

Einzig die einsamen Momente, getrennt voneinander, wenn ich nicht aufpasse, machen mir Angst. Angst, dass er verschwinden könnte, dass eine höhere Gewalt ihn fortzerrt. Etwas, worauf ich keinen Einfluss habe, geschieht und all mein mageres Glück wird fortgespült. Mit ihm habe ich wieder atmen gelernt. Ich bewahre es wie meinen Schatz.

Johannes Falk – Bitte lieb mich

schwarze Wände

Private Paul – Hass

Er wird niemals die Tiefe meines Schmerzes verstehen, nie die dunkelste Dunkelheit fühlen, das Leid eines sich windenden Herzens, das das Licht fürchtet. Er wird niemals ahnen wie es ist, mit all der Finsternis zu leben – Hand in Hand, bis zum Ende. Er weiß nicht, wie schwer es ist zu atmen, wenn einem die kalten Klauen packen und nicht mehr los lassen, wenn sie einen nieder drücken und die Kraft rauben. Er hat keine Ahnung welche unsichtbaren Kämpfe in jedem Moment in mir toben und wie viel Energie sie mich kosten, während ich versuche einfach nur zu existieren. Er weiß nicht wie schwer es für mich ist an diesen Tagen zu leben. Er weiß nur, welche Stille dieser Kampf übrig lässt. Dennoch stempelt er mich nicht ab, stellt mich in keine Ecke, er nimmt meine Hand und steht mir bei, hilft wo er kann, bleibt an meiner Seite, auch wenn ich weiß, wie schwer das ist und ich mich selbst ankotze und die Zweifel und Angst nährt.

Die Tage sind hart. Vor allem die schwere Erkenntnis und das nicht wahr-habe-wollen, dass ich arbeiten will, aber nicht kann. Dass ich so gut und normal sein möchte, wie jeder andere auch, aber unfähig dafür bin. Zu viele Gedanken, zu viel das nebenher passiert und in mir drin explodiert. Jeder Tag frisst mich bei lebendigem Leib und es gibt kaum Linderung noch Ruhe. Schon am Morgen will mein Körper sich nicht mehr bewegen und die Augen öffnen sich nur unter Qualen und immensen Anstrengungen. Jeder Schritt mit einem Stöhnen begleitet. Jeder Meter mit einem Fluch. Ich will keine Menschen mehr sehen, sie machen mich wütend. Irgendwann falle ich jemanden an, tue ihm aber am meisten mir weh. Die Stimmung ist gereizt und gedrückt. Wandelnd zwischen Wut und Verzweiflung. Es macht mich verrückt.

Gleichzeitig wird mir Anerkennung geschenkt, wird mir gesagt, wie gut ich bin und ich merke selbst, dass ich trotz minimaler Erfahrung, die Aufgaben besser als manch langjährige Mitarbeiter bewältige. Es strengt an dieser Kampf zwischen Perfektion und völliger Nutzlosigkeit. Aber selbst das, nimmt mein Schädel nicht hin und zerpflückt es in all seine Einzelteile. Es bleibt nichts Gutes mehr übrig.

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.