Das Gewicht der Zurückgezogenheit


Manchmal bin ich schwer, statt leicht. Dann sind alle Worte die ich zuvor gesagt habe wie Blätter im Wind und meine Sehnsucht ist wie ein Orkan. Ich weiß nicht ob es am Mond liegt oder an einer anderen Energie. Aber dann gibt es diese Tage, in denen ich gar nicht mehr stark bin und meine Mauern nur allzu leicht einzureißen sind. In denen mich Blicke und Worte verrückt machen. In denen die Träume am stärksten sind. Vor allem jedoch, macht es mich im Kopf ganz wirr und auf meiner Haut ist ein dünner Film. Es braucht nur jemand mit einem Messer vorbei kommen und es wäre so leicht mich aufzuschneiden und meine Schwachstellen zu erkennen. An diesen Tagen ist es besonders schwer sich selbst zu ertragen. Dann ist es schwer die Beherrschung nicht zu verlieren oder stark zu sein, sich zu widersetzen gegen all die Triebe, Gedanken und Gefühle. Dann möchte ich gern einfach nur liebevoll in den Arm genommen werden, nichts sagen und nichts denken, nichts tun müssen und nichts erwarten. Doch es gibt keine Arme mehr, die mich halten und in denen es sich sicher anfühlt. Es gibt keinen Ort mehr, an den ich fliehen kann, weil ich verlernt habe loszulassen.

Ich weiß noch, als er gefragt hat, ob es sich sicher anfühlt bei ihm anfühlt und ich mit Ja geantwortet habe, weil es keinen Moment davor oder danach gab, in dem es sich so angefühlt hat.

Mit der Zeit wird es nur noch schwieriger und ich nehme die Worte allzu ernst, zu persönlich und mache mir zu viele Gedanken. Nichts ist mehr einfach und nichts fühlt sich sicher an, in einer Welt die zerfällt und mir ihre Zähne zeigt. Nur heute hätte ich eine Schulter gebraucht und starke Arme. Ein bisschen Hilfe. Ich hoffe, dass dieses Gefühl vergeht. Weil ich mir einrede, dass ich es auch alleine schaffe, auch wenn ich deutlich sehe, dass ich es nicht alleine schaffe.

Poets of the Fall – My Dark Disquiet
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überqualifiziert

Noch immer ist das tiefe Loch in mir. Die Schlucht die mich von allen anderen trennt und diese erbarmungslose Einsamkeit, die sich tiefer noch gräbt. Es schwelt und schmerzt, ist der schwarze Druck auf meiner Brust, der sich paart mit all den Schuldzuweisungen. Denn ich habe es in der Hand zu ändern, ich bin dran Schuld und ich muss mich bemühen, niemand sonst. Aber ist es so schwer zu verstehen, dass ich keine Kraft habe? Dass ich nicht immer diejenige sein will, die kämpft und scheitert? Dass ich möchte, dass sich auch andere bemühen. Doch meine Andersartigkeit legt so viele Steine in den Weg, das sie wie Mauern erscheinen, über die niemand springen kann. Eine Herausforderung, die keiner wagt, weil man sich selbst nicht mehr die Mühe machen will. Bin ich es nicht wert? Die Rückmeldung der letzten Tage war erschreckend. Zum Teil, dass man mir nicht das Wasser reichen kann, weil ich zu gut bin und zu einem anderen Teil, dass ich zu gut bin für jeden. Aber was macht man dann? Es ist unheimlich einsam da wo ich jetzt stehe und wie es sich anfühlt, wenn kaum jemand einen versteht. Wie wertvoll erst, sind dann all jene, die es doch wagen, die verstehen, die die Sicht umlenken und sich die Mühe machen das hier alles zu durchblicken. Und während ich mir all diese Gedanken und Gefühle mache, sind andere völlig unberührt davon. Warum muss ich immer so viel fühlen und die anderen gar nichts? Warum muss ich leiden und die anderen gehen einfach weiter? Warum ist es einfacher für die anderen und für mich so viel schwerer?
Ich wanke noch immer und kann nicht richtig gehen, nicht laufen, nicht rennen, nicht meinem Glück hinterher hechten, sondern immer noch beim Versuch überhaupt laufen zu können scheitere. Etwas fehlt und etwas anderes ist zu viel. Ich bin unendlich müde von all dem Fühlen.

Klapperhorn

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