schwarze Wände

Private Paul – Hass

Er wird niemals die Tiefe meines Schmerzes verstehen, nie die dunkelste Dunkelheit fühlen, das Leid eines sich windenden Herzens, das das Licht fürchtet. Er wird niemals ahnen wie es ist, mit all der Finsternis zu leben – Hand in Hand, bis zum Ende. Er weiß nicht, wie schwer es ist zu atmen, wenn einem die kalten Klauen packen und nicht mehr los lassen, wenn sie einen nieder drücken und die Kraft rauben. Er hat keine Ahnung welche unsichtbaren Kämpfe in jedem Moment in mir toben und wie viel Energie sie mich kosten, während ich versuche einfach nur zu existieren. Er weiß nicht wie schwer es für mich ist an diesen Tagen zu leben. Er weiß nur, welche Stille dieser Kampf übrig lässt. Dennoch stempelt er mich nicht ab, stellt mich in keine Ecke, er nimmt meine Hand und steht mir bei, hilft wo er kann, bleibt an meiner Seite, auch wenn ich weiß, wie schwer das ist und ich mich selbst ankotze und die Zweifel und Angst nährt.

Die Tage sind hart. Vor allem die schwere Erkenntnis und das nicht wahr-habe-wollen, dass ich arbeiten will, aber nicht kann. Dass ich so gut und normal sein möchte, wie jeder andere auch, aber unfähig dafür bin. Zu viele Gedanken, zu viel das nebenher passiert und in mir drin explodiert. Jeder Tag frisst mich bei lebendigem Leib und es gibt kaum Linderung noch Ruhe. Schon am Morgen will mein Körper sich nicht mehr bewegen und die Augen öffnen sich nur unter Qualen und immensen Anstrengungen. Jeder Schritt mit einem Stöhnen begleitet. Jeder Meter mit einem Fluch. Ich will keine Menschen mehr sehen, sie machen mich wütend. Irgendwann falle ich jemanden an, tue ihm aber am meisten mir weh. Die Stimmung ist gereizt und gedrückt. Wandelnd zwischen Wut und Verzweiflung. Es macht mich verrückt.

Gleichzeitig wird mir Anerkennung geschenkt, wird mir gesagt, wie gut ich bin und ich merke selbst, dass ich trotz minimaler Erfahrung, die Aufgaben besser als manch langjährige Mitarbeiter bewältige. Es strengt an dieser Kampf zwischen Perfektion und völliger Nutzlosigkeit. Aber selbst das, nimmt mein Schädel nicht hin und zerpflückt es in all seine Einzelteile. Es bleibt nichts Gutes mehr übrig.

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lebendig begraben

Die Tage werden zu untragbaren Lasten. Zu kleinen im unbewussten ausgefochtenen Kämpfen und voller Verachtung. Ich kämpfe und ringe um jeden Atemzug um jeden Moment, doch sie rinnen mir wie schwereloser Sand durch die Finger. Wie Zeit, die niemand zurückdrehen kann und für immer verloren ist. Es reißt mir den Boden unter den Füßen weg und ich kann nicht mehr stehen, bleibe liegen und wenn ich mich wieder aufrapple ist es nicht genug. Es reicht nicht. Ich wandere wie durch Träume. Laufe in Zeitlupe und schnappe nach Luft wo keine ist. Diese Welt fühlt sich unwirklich an und jeder Tag davon wird schwerer. Ich habe mir den Urlaub anders vorgestellt, habe mich darauf gefreut Zeit zu haben, auszuschlafen. Abstand von der Schule und Arbeit. Aber nun kann ich die Nächte nicht schlafen, komme nicht zur Ruhe, weil ein unsichtbarer Sturm in mir tobt, den ich nicht bändigen kann. Jeder Moment ist wie eine Qual. Heute und davor wieder mit vielen dunklen Gedanken gekämpft. Mich einfach betrinken oder die Tabletten missbrauchen, zu viele nehmen und mich schneiden oder gleich vor einen Zug werfen. Die Adern sahen heute Morgen so verlockend aus, wie sie hervorgetreten sind, als wäre ich nur einen Schritt und einen Schnitt von etwas Endgültigem entfernt. Aber selbst das schaffe ich nicht. Weder das Leben, noch den Tod bekomme ich auf die Reihe. Irgendwie auf ganzer Linie versagt. Und diese Versagensängste umklammern und lähmen mich. All die Gedanken die wie brachiale Gewalt auf mich einschlägt und fesselt. Nichts liegt in meiner Macht, ich bin machtlos und bewegungslos. Obwohl ich mich bewegen müsste. Ich schaffe es nicht. Es fühlt sich nicht gut an und alles andere ist großes Leid.

Citizien Soldier – Bedroom Ceiling
Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

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Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

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