denn ich bin schuld

Niemand hat dich je darauf vorbereitet, dass du die Vergangenheit los lassen musst um weiter zu kommen. Niemand sagt dir, dass nicht nur die Welt sich um dich herum verändert, sondern auch du und alle die dir Nahe sind und dass jene Veränderung dir nicht immer gefallen wird. Niemand wird dir dabei helfen, mit all den Verlusten und Veränderungen fertig zu werden.

Es trifft immer noch zu, dieses eine Zitat: „Letztendlich sind wir dem Universum egal, deswegen dürfen wir einander nicht egal sein.“ Aber wir werden uns immer gleichgültiger. Es zählt nur noch das eigene Ego zu füttern und zu stärken. Wie oft höre ich, trenne dich von dieser oder jener Person, damit es dir wieder besser geht. Nein, diese und jener sind schlecht für dich, gar ‚toxisch‘, niemand kämpft mehr, niemand schnürt Kompromisse oder kommt weiter. Ein schleichender Rückgang der sozialen Kompetenz, weil niemand mehr kämpfen will und es leichter ist aufzugeben.

Irgendwann kommst du an dem Punkt, an dem du einsehen musst, dass du auch nicht mehr kämpfen kannst. Dass deine Mühen und Aufopferungen auf Granit aufschlagen und ignoriert werden. Aber niemand sagt dir, wann dieser Moment gekommen ist, wann du aufgeben musst oder wie es weiter geht, wenn du weiter machst. Leben heißt lernen, heißt Fehler machen, Verluste ertragen und das bedeutet, dass du dich entscheiden musst. Immer wieder und jeden Tag aufs Neue. Aufstehen, kämpfen, hinlegen. Manchmal sehe ich diese Tage als Abfolge der selben Reihenfolge und die Tage verschwimmen wie hinter einer dicken Nebelwand, ich kann sie nicht mehr greifen und bewusst wahrnehmen. Träge ziehen sie an mir vorbei und ich merke nicht, wie die Zeit sie verschlingt und wie vergeudet sie sind. Ich erinnere mich an den Moment vor wenigen Tagen, als ich auf dem Fels in der sächsischen Schweiz saß und unter mir das Tal, Bäume und Berge waren. Der Moment in dem ich nostalgisch wurde und mir bewusst wurde, wie lange ich nicht mehr vom Fliegen geträumt habe, wie flüchtig die Magie des Lebens geworden ist und wie hektisch, schnell und stressig sie stattdessen ist. Wie Fäden entgleitet mir jener Moment und jene Sekunden, die ich nicht zurückholen kann. Alles fließt plötzlich so schnell und unbewusst an mir vorbei, dass ich glaube mein Verstand löst sich auf. Das Schlimmste was ich gelernt habe, ist, dass ich Menschen den Rücken kehren kann und so tun kann, als würde es mir nichts ausmachen. Aber unbewusst denke ich über all die verpassten Möglichkeiten nach, über das was hätte sein können und dann, dass es keinen Weg zurück gibt. Ich bedaure wie die Dinge gelaufen sind und manchmal kann ich nur noch das Monster in mir sehen, dass die Zähne fletscht und beißt. Dieses eklige Monster, das ich nicht kontrollieren kann und hin und wieder gefährlich in eine lauernde Starre verfällt nur um auf den nächsten Schlag zu warten.

boehse onkelz – bin ich nur glücklich wenn es schmerzt
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