Das Gewicht der Zurückgezogenheit


Manchmal bin ich schwer, statt leicht. Dann sind alle Worte die ich zuvor gesagt habe wie Blätter im Wind und meine Sehnsucht ist wie ein Orkan. Ich weiß nicht ob es am Mond liegt oder an einer anderen Energie. Aber dann gibt es diese Tage, in denen ich gar nicht mehr stark bin und meine Mauern nur allzu leicht einzureißen sind. In denen mich Blicke und Worte verrückt machen. In denen die Träume am stärksten sind. Vor allem jedoch, macht es mich im Kopf ganz wirr und auf meiner Haut ist ein dünner Film. Es braucht nur jemand mit einem Messer vorbei kommen und es wäre so leicht mich aufzuschneiden und meine Schwachstellen zu erkennen. An diesen Tagen ist es besonders schwer sich selbst zu ertragen. Dann ist es schwer die Beherrschung nicht zu verlieren oder stark zu sein, sich zu widersetzen gegen all die Triebe, Gedanken und Gefühle. Dann möchte ich gern einfach nur liebevoll in den Arm genommen werden, nichts sagen und nichts denken, nichts tun müssen und nichts erwarten. Doch es gibt keine Arme mehr, die mich halten und in denen es sich sicher anfühlt. Es gibt keinen Ort mehr, an den ich fliehen kann, weil ich verlernt habe loszulassen.

Ich weiß noch, als er gefragt hat, ob es sich sicher anfühlt bei ihm anfühlt und ich mit Ja geantwortet habe, weil es keinen Moment davor oder danach gab, in dem es sich so angefühlt hat.

Mit der Zeit wird es nur noch schwieriger und ich nehme die Worte allzu ernst, zu persönlich und mache mir zu viele Gedanken. Nichts ist mehr einfach und nichts fühlt sich sicher an, in einer Welt die zerfällt und mir ihre Zähne zeigt. Nur heute hätte ich eine Schulter gebraucht und starke Arme. Ein bisschen Hilfe. Ich hoffe, dass dieses Gefühl vergeht. Weil ich mir einrede, dass ich es auch alleine schaffe, auch wenn ich deutlich sehe, dass ich es nicht alleine schaffe.

Poets of the Fall – My Dark Disquiet

Generationen

Mein Opa beneidet unsere Generation mitnichten. Er bedauert uns, weil nichts mehr einen Wert hat. Die Bindungen zwischen den Menschen sind nur noch eigennützig und egoistisch. Kontakte brechen schneller ab als vertrocknete Zweige. Ich sehe es selbst, keinen Monat später ist man schon vergessen, ersetzt und als hätte man nie existiert. Kein viertel Jahr und alles hat sich verändert. Die Zeit fliegt rasend und jeder meint und glaubt, es gäbe noch etwas besseres und warum Kämpfen, wenn man es an anderer Stelle viel leichter bekommt? Niemand würde je etwas umsonst tun, immer wird irgendwas verlangt. In der Zeit meines Opas half jeder jedem und diese Kontakte halten bis heute. Man konnte sich auf diejenigen verlassen, wenn man ein Problem hatte, hat sich jemand umgehört und jemanden gefunden der hilft. Heute… hat man ein Problem. Wenn mein Opa also von dieser Zeit spricht und schwärmt und sagt, es war zwar nicht alles gut, aber er möchte nicht in meiner Haut stecken, dann beneide ich ihn. Dann sehne ich mich nach dieser Zeit, in der Menschen noch nicht hässlich zueinander waren und ohne zu Zögern geholfen haben und daraus eine feste Bindung entstanten ist auf die man sich alle Zeit verlassen kann. Egal ob ein Monat oder ein Jahrzehnt vergeht.

Ich bin in die falsche Generation geboren. Das ist etwas, dass ich schon sehr früh erfahren habe. Mit Gleichaltrigen komme ich nicht sonderlich gut klar, jüngere sind sogar noch schlimmer, können mich aber wenigstens manchmal noch überraschen. Bei den Älteren habe ich mich wohler gefühlt und doch nie ganz akzeptiert, wegen de Altersunterschied.

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.