Vertrauen und Schwindel

Zwischen den anfälligen Attacken der Übelkeit, Bauchschmerzen und des schwarzen Schwindels huschen die düsteren Gedanken und zerstören mein Kopf, meine Gefühle und mein Vertrauen. Wer niemals die Chance hatte, Vertrauen zu lernen, hat irgendwann ein großes Problem. Vor allem, wenn die Bilder im Kopf ein anderes Bild malen als die Realität und die Alpträume überhand nehmen. Immer wenn ich Bilder und Worte lese ist es wie der Biss einer giftigen Natter, die ihr Toxin in mein Hirn jagt und mich von innen her auffrisst. Ich weiß, dass es unlogisch ist, was dort steht und was ich sehe, dass man Menschen Vertrauen kann, dass ich meinem Gefährten – vor allem ihm – vertrauen kann und er Hoffnung in dieses Wochenende legt, dass ich mir weniger Sorgen und Gedanken mache, wegen Menschen, für die er nicht einmal ein Auge hat. Dennoch beißt und zwickt und schlägt und tritt es, um nach Aufmerksamkeit zu haschen. Woher kommt das Gefühl? Woher all die Zweifel und Bilder? Welcher Narr war dafür verantwortlich? Oder bin am Ende ich der einzige Narr?

Irgendwo zwischen Wahn und Wirklichkeit liegt meine Welt und sie ist wacklig, wie auf Stelzen in einem stürmischen Meer. Ich komme kaum voran, aber irgendwie vergeht die Zeit, rasen die Tag – die Schönen, die Hässlichen – und es ist erschreckend, wie sie verrinnt und mich zurück lässt mit nichts in den Händen. Was wenn Erinnerungen alles sind was uns bleibt? Wenn wir alles dafür tun müssen, sie zu erschaffen, sie zu erleben und zu behalten?

In meinem Kopf rattert und zuckt es, mein ganzer Körper fühlt sich schlaff und verdreht an. Manchmal fällt mir atmen schwer und existieren, dann will ich alles los werden, vor allem aber den Schmerz. Ich möchte normal sein, gewöhnlich, nicht so ein kaputtes Ding, das irgendwie voran kraucht, aber selbst in den schönen Momenten leidet. Ich hatte einen zutiefst beneidenswerten Tag und dennoch lag ich im Bett, habe diese Bilder und Worte gesehen und konnte nichts dagegen tun, dass es wie ein Dolch im Herzen ist der tanzt und tiefer dringt. Die Träume von einer falschen Welt, das Leid, das jene verursachen bis zur Übelkeit und Unruhe, die mich nicht schlafen lässt. Bis er kommt. Bis er sich an mich schwiegt, den Mund aufmacht, mich tröstet mit seiner Anwesenheit und gleichzeitig ängstigt mit jener Tiefe die uns verbindet.

Metallica – the unforgiven (remastered)
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in einer anderen Welt

Wenn ich mit der Elfe zusammen bin, wenn ich ihre Welt erlebe und wie leichtfüßig sie durch sie hindurch wandert, ist es, als würde ich einem Wunderwesen zusehen. Wenn ich dann noch bei ihren Eltern bin, wird mir klar, warum ein Mensch auch leicht und einfach sein kann und nicht so kaputt und dunkel wie ich ist. Ich werde umarmt, geliebt und wertgeschätzt. Man kommt mir mit Liebe entgegen und Respekt. Man drückt mich an sich, man spricht sanft zu mir und auf mich ein, interessiert sich für mich und was ich sage und hört zu. Einerseits ist das ein schöner Gedanke, ich weiß es zu schätzen, aber andererseits, wenn man aus einer Welt wie der meinen kommt, ist es auch ein mulmiges Gefühl. Weil man hinter jedem netten Satz die Krallen erwartet oder die fletschenden Zähne. Und wenn dann nichts kommt wird die Angst größer.

Die Elfe hat mich mit auf ein Konzert geführt, dass meine Ohren klingelten. Aber inmitten der Menschen und den Blick auf die Bühne, habe ich mich gefragt, was ich hier eigentlich mache? Warum bin ich hier? Habe meine Existenz angezweifelt und für einen kurzen Moment mit lebensmüden Gedanken gespielt. Mir war, als stürze eine Welt zusammen ohne dass ich weiß wieso. Nur, dass ich in diesem Moment wieder aufgeben wollte, weil ich mich so Fehl am Platz fühlte. Während alle trinken, rauchen, reden, tanzen und sich gut fühlen, baut sich in mir ein schwarzes Loch auf, dass mich in sich zieht und verschlingt.
Es war schön, ohne Frage. Vor allem mal wieder was anderes erlebt zu haben und die Musik zu spüren und zu hören. Die Sicherheit der Elfe um mich zu wissen. Doch diese Gedanken und Gefühle wühlen noch immer in mir und tauchen auf und bleiben.
Eine Freiheit wie sie die Elfe erlangt hat, werde ich wohl niemals erleben, weil meine Vergangenheit weniger liebevoll und stärkend war, als die der Elfe. Aber ich kann ihre Anwesenheit genießen und von ihr lernen oder einfach nur das Gefühl schätzen, dass ich Teil ihrer zauberhaften Welt sein darf.
Auf dem Rückweg ist sie einfach auf dem Seitenstraßen mit dem Auto stehen geblieben und tänzelnd ausgestiegen, auf der Straße gelaufen um den gelben großen Halbmond zu betrachten und einfach so am Straßenrand stehen zu bleiben für einen Augenblick um ihn in seiner Schönheit zu bewundern und darüber glücklich zu sein. Ich bin weit davon entfernt, aber für den Moment, hat es sich sehr nahe angefühlt.

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

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Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

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