Blumen im Regen

Heute war eine Herausforderung. So oft das Bild von dem Flur und dem Blut im Kopf gehabt und darüber gesprochen. Aber nichts über all die anderen Themen gesagt, die in meinem Kopf kämpfen. Die Unschlüssigkeit, das kaputte Große, der Willen zu verstehen und zu reparieren. Alles hat sich so sehr verändert. Es ist kontrollierbar und doch so wenig lenkbar. Der Grat ist so schmal. Blumen im Regen und die Zeit, die keine Gnade kennt. Schläge unter die Gürtellinie und der Schädel der mich quält. Ich wünschte es gäbe eine Möglichkeit dieses grausame Karussell zu stoppen, für einen Moment inne zu halten ohne nachdenken zu müssen. Weil… diese Gedanken tun mir weh. Es macht mich schwach. Minderwertigkeitskomplexe, denn ich möchte so sehr helfen, dass ich nicht weiß wie und mich dann frage, ob ich es wert bin für irgendjemanden jemand zu sein. Das Gefühl steckt so tief in mir, wie ein eingewachsener Splitter zwischen den Narben. Es fällt noch schwer, nicht daran zu denken und der Emotion keinen Raum zu geben, wenn der Selbstwert gerade kippt und sei es nur wegen eines falschen Lidstrichs. Ist es wahr, dass ich immer noch nicht bereit bin?

Verstecken. Manchmal will ich in das Schneckenhaus kriechen und nie mehr raus kommen. Denn wenn ich raus komme, schieße ich unsichtbar um mich. Verletzte, nehme keine Rücksicht. Dann fällt es besonders schwer, für andere da zu sein, egal wie sehr ich das will. Es nutzt nichts. Dennoch stehe ich hier, gerade, und versuche zu lächeln, auch wenn es schmerzt und alles wehtut.

 

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Ein Gedanke zu „Blumen im Regen“

  1. Meine letzten Worte zu dir waren nicht die schönsten, nicht die gerechtesten und dennoch richtig, für mich, für meinen Weg in dem einen Moment der Wut. Das musst und solltest Du dir nicht annehmen. Es ging immer darum, dass du einen eigenen Weg ins Leben findest, mag es oft schwer sein, doch lohnt es sich, viel mehr als Stillstand und Stagnation. Etwas wichtiges, das ich mir von dir beibehalten konnte, mag ich gekränkt sein, ich erkenne es dennoch an. Ich weiß, dass du viel für dich tun kannst, du hast so viel geschafft, im letzten Jahr, schon rein menschlich und das steht doch über allem. Geh weiter, probier dich aus und koste das Leben. Was du letztes Jahr begonnen hast, ist eine Entdeckungsreise, mir ist nun bewusst, dass ich nicht unbedingt ein Teil davon sein muss, abbiegen kann. Ich will für mich nicht festhalten, das Geschriebene und Gesagte mit Missgunst zu entwerten, denn ich denke ich habe dich auch dazu animiert und wie dumm wäre es von mir, aus egozentrischen Gründen, dir jetzt in die Beine zu grätschen. Verstehe das nicht falsch, ich möchte keine erneute Annäherung, aber Frieden und ein Gefühl, dass wir beide gut sind, das wir beide ein eigenes Leben haben, es dürfen, es nutzen, es immer wert waren, für andere Menschen wichtig, Inspiration, Prüfung, Mittelpunkt und ein wichtiger Antrieb sind. Glaub an dich, auch wenn manchmal jemand seinen eigenen Weg geht, sei dann froh, denn vielleicht konntest gerade Du ihn dazu inspirieren, sein Träume zu leben. Ich finde das ist eine Gabe und immer ein Geschenk. Glaub an dich. Leb wohl.

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