Strafender Anteil

Ich habe heute den Wolken beim ziehen zugesehen. Den Bäumen beim Tanzen. Der Wind wie er durch das hohe Gras gehuscht ist. Rauschend die Blätter streift und in ein Echo weht. Das hat mich beruhigt, während mein Kopf mir von den Schultern fällt. Ich fordere zu viel. Ich erwarte zu viel. Ich verlange Aufmerksamkeit, weil ich sie damals nicht bekommen habe. Ist es nicht eines der Grundbedürfnisse jedes Menschen gesehen und beachtet zu werden? Übertreibe ich es damit? Die Ärztin hat heute viel gesagt, mich viel gefragt. Wir sind meine Biografie durchgegangen. Sonst kenne ich nur die fiktiver Gestalten. Diesmal ist es meine und sie tut weh und zeigt so viel. Meine Wut auf die Eltern blieb dabei nicht verschlossen. Dauernd plagt mich die Angst, wie meine Mutter zu sein. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich sie und will mir das Gesicht von der Haut streifen. Ihr Lachen ist in meinen Falten und es widert mich an.

Das du noch da bist, ist dabei ein großes Wunder. Bei dir merke ich all meine Fehler und lerne aus ihnen. Lerne zurück zu stecken. Lerne meine Erwartungen zurückzuschrauben. Lerne die Forderung zu ignorieren und mit dem Erwachsenen Anteil zu betrachten, statt dem trotzigen Kind, dass zu viel fordert über einem realistischen Maß hinaus. Das du noch da bist, ist mein Wunder. Du bist ein Wunder.
Letztendlich hab ich einfach nur Angst dich zu verlieren.

Wir alle sind durchsetzt mit Scham und Minderwertigkeitskomplexen. Wir alle bestrafen uns von Zeit zu Zeit viel zu sehr für etwas, das wir gar nicht kontrollieren können. Ist es nicht schade, dass uns manchmal niemand in den Arm nimmt, weil wir verpassen, danach zu fragen?
Grundbedürfnisse, werden einfach ignoriert.

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Blutkastanienholzblankehaselnuss

Du träumst von wolkenlosen Himmel in Azur. Getüncht in den Farben, die nur die hochfliegenden Möwen aus der Nähe sehen können und sich in ihren dunklen Onyxaugen spiegelt, wenn sie der Sonne ein klein wenig zu Nahe sind. Du willst die Federn ergreifen, die sich so mühelos in die Lüfte schwingen, du willst ihnen nachjagen und mit ihnen in den Zenit singen.
Dann besinnst du dich, weil das Meer um dich schlägt und die Wellen zu einem Tanz einladen, dem du nicht widerstehen kannst. Dein Herz pulsiert in seinem eigenen Takt, Pulsschlag über Pulsschlag zieht es dich mit. Du bist Teil deines Ganzen.
Du bist wahrgewordene Legende. Die Wogen flüstern Geschichten über deinen Namen und die Welt erschüttert, wenn sie dich hört. Du bist der Name geworden, dem jeder ein Bild verspricht, aber keiner weiß, was sich wirklich ereignet hat. Nun bist du schwarz und weiß und wirst mit mehligen Knochen gemalt. Strahlst in blutendem Rot und hast das Gesicht vieler Männer in all den Jahrhunderten angenommen.
Doch du bist einzig. Und diese alleinige Wahrheit spielt sich in den Erinnerungen, Sagen und Legenden auf dem Ozean ab, die deine Welt begleitet. Ein Bild, dass wenige kennen, das einigen noch immer die Haut wärmt und die Augen funkelnd macht. Ein Staunen, ein Raunen, ein Loblied, wenn man in diese Gesichter sieht, du, der sie alle berührt hat. Du bist
Jolly Roger.

Der Atem schmeckt bitter, während sich der Magen in Hitze aufbäumt und den Alkohol durch die Venen des heruntergekommenen Mannes schickt. Ein Mann, der sich wankend durch die dunkle Gasse schlängelt. Unsicheres Gehen, als der Körper sich vorbeugt, sich fängt und wieder ein paar Schritte voran gewinnt, nur um dann langsamer zu werden und taumelnd stehen bleibt. Der sichtlich besoffene Kerl stoppt, hält sich mit der einen Hand am Mauerwerk fest während die andere, das fettige Haar zurück streicht, nur um die rotblonden Strähnen erneut zurück in die glänzende Stirn fallen zu lassen. Die Dunkelheit verbirgt das raue Gesicht, des Trunkenbolds, verbirgt die Narben über dem linken blinden Auge, verbirgt das fehlende Lächeln, dass nur eine groteske Maske ist, die sich in den Schatten versteckt und in dieses Geheimnis gehüllt bleiben will, wie ein wärmender Mantel im eiskalten Reif der Wahrheit. Ein Glucksen zersplittert die Nacht, ein kehliges Lachen, nur um zu sehen, ob es noch existiert. Aber es fehlt etwas in diesem Lachen, es hört sich falsch an, gestellt und verbraucht. Der Klang tut weh, selbst in den eigenen Ohren, weswegen man in Stille zurückkehrt. Diese Nacht ist eine von vielen. Diese Nacht, beginnt und endet wie jede andere. Das denkt der Kerl, während er auf seine Pranke sieht, als läge darin die Antwort aller Fragen. Das verbliebene Auge starrt Minutenlang nur auf diese leere Handfläche, bis etwas in seinen Innereien stockt, die Hand zur Faust ballt und sie gegen die Hauswand schlagen lässt. Außer kleinen Kieseln, passiert nichts. Nichts. Und das hämmert sich mit einer immensen Gewalt in seinen Kopf. Den man schüttelt, den man sich von den Schultern reißen will und ins Meer schmeißen möchte, auf das er ewig darin versinkt, dort, wo seine Kameraden liegen, dort wo die Leichen seiner Freunde ertrunken sind. Du bist erbärmlich geworden, Kerl. Wo ist der einst so freie Mann hin, der sich kein Abenteuer nehmen ließ? All die Jahre haben dich verkümmern lassen, du dummer Narr, was hast du mit dir angestellt?

Visite

wallhaven-93530Zu sagen dass man mir nicht helfen kann, dass ich weiter leiden muss und kämpfen, weil das System einfach so beschissen ist und keinen Freitod akzeptiert, bricht mich in Stücke. Wie diese Menschen da saßen und mir beim Untergehen zugesehen haben ohne ein Rettungsseil hinzuwerfen, stattdessen sogar noch mehr Wasser auf mich gekippt haben, mich niederdrücken und ich keine Luft mehr bekomme. Der Schmerz ist in mir. Und das wird nie auf hören, das wollen sie damit sagen. Entweder ich kämpfe hier für ein Ziel, dass ich nicht will, aber muss, oder es geht weiter mit Krankenhausaufenthalten, in der Schwebe festsitzen, keine Perspektiven haben. Es wird also immer so weiter gehen, das sagen sie. Es hört niemals auf. Ich werde nie ein lebenswertes Leben führen. Mich nie freuen. Und dann sagen sie so einfach, dass ich es doch beenden könnte, das mir nur der Wille fehlt. Nein, mir fehlt nicht der Wille, mir fehlt die Kraft und die Möglichkeit. Ich würde sofort sterben, wenn ich die Waffe hätte. Diese Menschen haben keine Ahnung, von mir und urteilen so rabiat. Ich soll mich entscheiden. Schmerz oder Schmerz. Tod oder sterben. Kein Weg der sich mir bietet, gibt mir die Möglichkeit zurück, die ich hätte haben können. Wäre ich nur nie aufgewacht.

Ich bin hässlich in allem und ich bin es nicht wert. Wofür also kämpfen? Wofür? Eine Woche habe ich Zeit um mich zu entscheiden. Ein Leben mit Skills, in Qualen und Folter, während alle anderen sich freuen und lächeln. Ich blute weiter.

Du darfst weinen

Wer verdammt hat es dir verboten? Warum weinst du nicht? Wenn das der einzige Trost ist, den wir noch haben, dann wein scheiße noch mal. Schrei all den Schmerz raus, drück auf die Tränendrüse und lass es einfach mal laufen. Niemand sieht dich. Niemand kümmert es. Niemand sollte es bewerten. Wenn es wehtut, ist das das einzige Pflaster, auch wenn es immer wieder abrutscht und du es neu aufkleben musst: Weine.

Und dann macht mich halt so ein Katzenvideo völlig fertig, löst mich auf, wenn eine Mieze stirbt und ich die Trauer der anderen Katze sehe. Na und? Ich hab geweint. Na und? Ich hab nicht wegen diesem perversen Kerl geweint, der all meine Träume zerstört hat. Da kann ich doch wohl weinen, wenn mir so eine Katze ans Herz geht, es aufreißt und dann hindurchschlüpft, als wäre es ihr Nest. Solange niemand da ist, der mich weinen sieht…

Danach, wenn du geweint hast, fühlst du dich leichter. Dein Kopf denkt wieder klarer. Die Dinge lichten sich, wie schwere Gewitterwolken die abziehen. Ist dir das mal aufgefallen? Wir wissen so viele Dinge Intuitiv, obwohl der Kopf sie nicht weiß. Heißt das nicht, das wir etwas mehr dem Herzen zuhören sollten…

 

Müde

Nicht müde, aus körperlicher Erschöpfung. Müde davon nicht gehört zu werden. Das all die Worte vergeblich sind. Ungelesen bleiben. Das, was man zeigt, nie gesehen wird. Weil sich keiner mehr bemüht, den anderen anzusehen. Kurz drüber blicken, meinen alles verstanden zu haben und doch genauso blöd wie vorher sein. Der Blick stets nach unten oder nach Innen gerichtet, aber nicht auf ein anderes Leben. Ist ja viel zu anstrengend, man ist mit sich selbst auch ausreichend beschäftigt, nichts geht über die eigenen Grenzen. So viel Kraft investiert, all die Jahre, wofür? Dann zu wissen, das alles wofür man verbraucht wurde, zu einem zurück kommt. Mal sagen können, ich habe es gut gemacht.

Eine Überlegung: wenn ein Schiff in Hamburg fehlt und ein Mensch irgendwo vermisst wird, kann sein dass ich ausgerissen bin.

Ich gestehe, die Entscheidung war spontan egoistisch. Das Meer. Die Hafenstadt. Die Kur nur zweitrangig, der Ort an erster Stelle. Es wird schon gut gehen und wenn nicht, ist es nicht das Ende.

Zu viel im Schädel und eine zu lange Nacht, ein Tag der nicht enden will.

Zutiefst zerstört.

Du sitzt vor mir, spielst mit meinem Haar. Dein Blick ist eindringlich auf mich gerichtet.
„Die Realität ist nur in deinem Kopf, niemand kann sie dir abnehmen.“ Deine Worte sind gedämpft. Ich starre noch in die Leere vor mir, die die Hälfte meines Lebens hinterlassen hat.
„Sei stolz, erlaub es dir, weil du es verdient hast.“
Ich balle meine Hände im Schoß zur Faust. Deine Finger greifen durch mein Haar, halten meinen Kopf und ich lehne mich schwermütig dagegen.
„Loslassen fühlt sich manchmal an, als würde man zerreißen.“

Ende gegen Anfang

Ihn zu vergessen, wird viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen. Das Ideal aufzugeben, reißt große Stücke von mir selbst heraus. Es war seine Entscheidung. Und es musste so passieren. Nicht leicht, aber einfacher. Hoffnung… die alte Gefährtin, die mich nie im Stich gelassen hat, streichelt mich dabei, bietet mir ihre weiten Arme an. Das was er getan hat, ist sträflich. Ms Worte sind noch tief und auch die Worte der Ärztin. Die mir Hilfsstellen dafür angeboten hat. Das die Opfer heute geschützter sind. Dass man dagegen vorgehen kann. Das mein Wort mehr Gewicht hat als seines. Opfer… so habe ich mich nie gesehen. Und dennoch möchte ich diesen Schritt nicht gehen. Sein Leben zu zerstören… was würde mir das bringen? Mein Leben ist bereits kaputt und das genügt. Vergewaltigung… ist ein hartes Wort. Ich beschreibe es nicht so, obwohl es den Tatsachen entspricht. Er ist wie eine ausgehungerte Bestie über mich hergefallen und mein Nein war zu kläglich um sich dagegen zu stemmen. Ich hoffe, ich hoffe es so sehr, dass mein Stachel tiefer in ihm sitzt, als der seine in mir. Dass er beginnt zu begreifen, und mich, mich als Mensch, niemals vergessen wird. Denn ich werde ihn vergessen, ich werde ihn überwinden, ich werde ihn besiegen. Meine Kraft, ich weiß es, reicht dazu aus. Auch wenn die Zeit mich begleiten muss, ihre Pflaster auf meine Wunden legt und sagt, dass es weiter geht. Weil ich dafür keine Worte mehr habe und auch keine mehr vergeben werde.

 

I promise to touch you

smutne #straszne #smutek #żal #zakochani #ręce #lęk

I promise that I will always try to see you. That even when our bodies bend and our hands wrinkle, I will still see your true beauty.

I promise to listen, but I won’t be quiet. I want to hear your heart. I will always speak up because you matter more to me than the keeping of the peace.

I will be brave enough to be me as often as I can. For some crazy reason you fell in love with me and I want to keep it that way.

I promise to touch you. Every day.

I promise to always be there for you. I will have your back and always catch you.

I promise to support you where I can. I don’t want to solve your problems, but I do want to hold your hand while you do.

I promise to be your most diligent of students. I will go to the college of you and look forward to the graduation party.

I promise to never let you sleep unless you know that I love you. Whatever it takes, I will show you that I love you.

I promise to be honest. You will know me and have nothing to fear. For you will know my greatest fears.

I promise to take on all of you. Your fears, your dreams, your hopes and your loves. What made you so beautiful to me was the combination of all those things.

I promise to remember who you are. And to never make you anything else to me.

I promise to excite you. A rut is no place for two love royalties such as ourselves.

I promise to be in the moment. It’s all we have and it’s better with you in it.

I promise that once our time on earth is finished, even then I will still love you and if I can, will find you and hold you once more.

As a token of my love.

I give you this heart.

Until love do us part.

Now can I kiss the bride?“

by http://ideaspots.com/i-promise-to-touch-you/

Wende

Ich hatte diese Hände geliebt. Ich wollte, dass sie mich berühren. Dass sie mich zärtlich anfassen, liebkosen, dass sie meinen Kopf halten, sich schützend um meinen Körper legen. Was hast du damit gemacht? Sag mir, verdammt noch mal, was du damit getan hast? All meine Träume… all meine Wünsche. Du hast sie zertrampelt. Hast deine Hände um deinen Penis gelegt und ihn solange gerieben, bis jede Sehnsucht in deinem Sperma ersoffen ist. Ich atme nur noch Dreck. Du warst mein Atem. Alles, der ganze Staub und die Reste irgendeines Ideals, hängen in der Luft. Verpesten sie. Ich ersticke. Und dennoch kann ich nicht wegsehen, nicht weggehen. Muss bleiben, den letzten Halm der Hoffnung ergreifen, den es längst nicht mehr gibt. Woran halte ich mich letztendlich fest?

Und was siehst du? Du schaust nicht mal hin? Gibst dir keine Mühe. Für dich bin ich kein Mensch. Für dich bin ich lediglich ein Objekt deiner Befriedigung. Schau mich an! Ich will gesehen werden und ich will ganz bestimmt nicht das, was du tust. Hast du jemals darüber nachgedacht? An die Folgen? Deine? Meine? Nein, nicht wahr? Denn in diesem Punkt hatte ich Recht…

Du bist nur ein kleiner Junge, der etwas Spaß will. Ich bin längst kein Kind mehr, sondern wurde mit der Härte der Welt konfrontiert. So viel Scheiße, die passiert ist, geht nicht spurlos an jemanden vorbei. Alles was ich geworden bin, nur für dich, und nun erkenne ich, dass das alles gar nichts wert war…

Tausend Lieder heut gefunden, die all das beschreiben, was du getan hast. Wie meine kleine Welt, die nur auf dir aufgebaut war, zusammen fällt. Das ist längst überfällig, ich weiß es. Aber das heißt noch lange nicht, dass es auch einfach wird.

Basis Noir Soninja – „Weltuntergang“ und „du hast mich umgebracht“

lost

 

Hilfe, ich habe mich wieder verloren
Aber ich erinnere mich an dich
Komm nicht zurück, es wird nicht gut enden
Aber ich wünschte, du würdest mir nur das eine sagen

verfolge meine Lippen
Lösche deine Berührung
Es ist alles zu viel für mich
Wegblasen
Wie Rauch in der Luft

Sie spielen unser Lied
legen wir uns heut Abend nieder
Und all diese Wolken
Bringen uns wieder zurück ins Leben
Aber du bist kalt wie eine Nacht

 

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.