Ausbruch: Wut

Und wie ich es nicht ertragen kann, wie sich mir die Zähne fletschen und ich die Kehlen der Gleichheit zerfetzen will. Egal wo ich hinsehe, was ich aufnehme, überall diese Eintönigkeit in ihrer Scheinwelt der Andersartigkeit, die es letztlich nicht gibt. Überall das Selbe. Die gleichen Worte, die gleiche Ansicht, die gleiche Meinung. Spiegelbilder die sich verkennen. Aneinander vorbeirennen. Schreien. Und alle sagen sie das Gleiche. Immer nur das selbe. Wieder und wieder und wieder. Ich gehe kaputt. Bin zerstört. Sie haben mich ruiniert. Allesamt. Es gibt kein Individuum. Es gibt kein Einzig und Allein. Es gibt eine Masse, einen Klumpen und jeder Partikel gleicht dem anderen. Das war schon immer so und wird sich nie ändern.

Ich habe schmerzvoll lernen müssen, dass alles Betrug ist. Jeder zeigt nur die Seite des Gesichtes die am schönsten im Licht glänzt. Niemand will der Welt all die Hässlichkeit präsentieren, die sich tatsächlich im Herzen abspielt. Eine Makse, jeder trägt sie. Es ist nicht länger nur ein Leitbild, eine schwache Metapher, nein, sie ist allgegenwärtige Tatsache geworden. Und ich habe sie viel zu lange getragen um sie noch ohne Leid von meinem Gesicht reißen zu können. Narben werden mich zeichnen. Finger werden auf mich zeigen. Mäuler werden sich in wildem Geheul über mich zerreißen. getrübte Augenpaare blicken mit tiefsten Hohn auf mich herab. Ja, dass ist der Preis für eine Wahrheit, die jeder kennt und alle verschweigen. Aber ich bin, was ich bin und sollte stolz darauf sein, stattdessen lullen mich ihre armseligen Scheinwelten ein und entlocken niedere Empfindungen, die ich nicht haben sollte. Stolz, Stolz und Glück sollte in mir sein. Eine Zufriedenheit, dass ich nicht so tief gesunken bin, wie all die anderen sterblichen, wie all die blinden Narren, die herumirren und tote Hüllen steuern. Aber ihr, die ihr überall seit und eine solche Belästigung für alle Besseren darstellt, übt diese Macht mit einer Bosheit aus, die an Folter grenzt.

Ich will mir die hauchdünnen fäden vom Leib schneiden, die mich zur Marionette machen, denn jeder Gedanke ist zweifelhaft, jede Stimme, nicht die meine. Wenn ich erst allein bin, wenn niemand mehr da ist, werde ich so laut schreien, dass meine Seele aus dem Körper bricht und sich in einer Fülle über eure Häupter ergießt, dass es kein entrinnen mehr gibt.

Weder für euch, noch für mich,

Soll das unsere Freiheit sein?

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