Ausbruch: Erfahrung

Autsch. Es krallt sich tief in mich hinein. Worte, die nicht stimmen. Gefühle, die mich rasend machen. Hey, wenn du mich nicht brauchst, dann lass mich einfach hier liegen. Dann sag aber auch, dass du mich nicht willst. Damit ich meine Energie nicht verschwende.
Es ist nicht gerecht, dass, wenn man Gefühle hat, sie verschenkt, verliert, verbraucht.
Wir bauen uns doch alle nur eine Welt auf Sand auf. Irgendwann reicht ein Wort um die Burg in Staub zerfallen zu sehen.
Wenn deine Welt darin besteht, nur wütend zu sein und dich darunter zu begraben, wenn du niemanden an dich heran lässt, aus Angst zu weinen oder dir selbst gegenüber zu stehen, was ist dass dann für eine Welt für dich?
Sieh, ich hab das Licht gefunden, ich hab das Meer durchwandert und steh auf der anderen Seite. Du musst sie nur ausstrecken, deine Hand.
Du brauchst mich nicht. Ich brauche dich auch nicht. Aber diese Welt wäre unglaublich leer mit diesem Gedanken.
Warst du es nicht, die einmal gesagt hat, wenn der eine an den anderen denkt und der andere an den einen, dass dann niemand mehr alleine ist? Warum fühlt es sich dann verdammt noch mal nach so viel Einsamkeit zwischen uns an?Nur bei dir, sag ich mir, nur bei dir wachse ich. Spüre diese Flügel, die sich durch mein Fleisch bohren und sie spreizen, wenn ich dich loslasse, nur ich falle, wenn ich Fliegen will, denn Fliegen geht nicht allein. Für das Fliegen braucht man zwei.

Das Gefühl, allein auf dieser Erde zu sein, ist schrecklich, krallt sich vom Rachen in den Kopf, durch die Nervenzellen bis in die Fußspitzen und lähmt mich.

Ich bin nicht allein, aber ich fühle mich unermesslich abgeschieden. Kann’s dir nicht mal schreiben, weil auch da ein Gefühl im Weg steht. Belästigen, wäre noch ein minderer Ausdruck für all das was in meinem Kopf schreit.
Keine Tablette könnte mich befreien, kein Schnitt in diese Haut den Schmerz lindern, der sich in mir befindet. Das ist meine Welt der Schmerzen. Eine andere Art Folter.

Weißt du noch, als wir da saßen und einfach nur geredet haben. Über das Leben, so wie es sein sollte, so wie wir es uns vorstellen und du genickt und gesagt hast, dass wir es einfach tun sollen? Was ist jetzt? Wo bist du jetzt und warum tust du nichts? Du läufst im Kreis, in diesem endlosen Dreieck und erzählst von Träumen die nicht mehr existieren. Ich will dir die Angst nehmen, aber du ziehst den Schwanz ein und verkriechst dich in unaufhörlichen Drängen nach Bewegung. Aber du vergisst mich. Ich kann es spüren, wie ich mich auflöse, wie ich ein Staubkorn werde und vom Wind fortgepustet werde. Wir lösen uns auf. Du und ich. Egal wie sehr ich dagegen ankämpfe, gegen diese Monotonie der Gleichheit jeglicher Dinge, komme ich nicht an. Ich biete ihm die Stirn und lauf gegen Wände, aber ich kann sie nicht durchbrechen. Mit gebrochenen Knochen kauere ich am Boden und warte auf ein Ende, dass nicht kommt.

In deinem Gesicht hab ich seines gefunden. In deinen Taten, lag seine Spur. Du warst so perfekt und hast es selbst nicht erkannt. Du verkriechst dich in den immer gleichen Floskeln ohne etwas neues zuzulassen. Wie gern hätte ich dir eine Welt gezeigt, in der es anders geht. Aber mit geschlossenen Augen kann man nichts sehen. Ich wäre an deiner Seite gewesen, hätte mein Bestes gegeben, obgleich du mich zerstören würdest. Weil ich das Gute in dir gesehen habe, dass was deine Vergangenheit aus dir gemacht hat, dass deine Fehler viel Schönheit hervorgebracht haben. Ist es Reue, die dich atmen lässt?

Ich möchte dich spüren, ich möchte spüren, wie du mich fühlst. Wie dein Körper bebt vor Zurückhaltung. So wie es sein soll, so wie es immer in den vielen Büchern beschrieben steht und an der Wahrheit grenzt. Diese Lebendigkeit, die du mir geschenkt hast, das Gefühl, etwas zurückbekommen, dass mir die Zeit gestohlen hat. Ein Glück, dass ich gezähmt habe und trotzdem nicht festhalten konnte.

Weißt du, warum ich dich so lange angesehen habe? Verstohlen und offen von der Seite, jedes Detail deines Gesichts geraubt habe? Weil ich nicht glauben konnte, dass du neben mir stehst und meine Hand festhältst.

Endlich habe ich eine Antwort auf die Frage, was passiert, wenn du zurückkommst. Mein Herz, würde sich immer für dich entscheiden, egal wie oft du es brichst.

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