Ein sicherer Ort

Meer. Doch ich sehe es nicht. Ich fühle Dich. Du liegst am Boden. Warum sehe ich Dich am Boden? Sorge streift mich und ich komme näher. Warum liegst Du am Boden? „Damit Du Dich zu mir legen kannst-“ Antwortest Du im Sand liegend auf meine ungestellte Frage. Es lag wohl etwas in meinem Blick, das Du ergriffen hast. „und wir gemeinsam aufstehen können.“ Ich bücke mich, schaue auf Deine Hände, Dein Gesicht. Meine Finger sinken im Sand ein und ich lege mich neben dir auf den Boden. Die Wange im Sand und der Blick zu Deinem Grinsen erhoben. Wir schauen uns an. Ich in Deine Augen, Du in meine und lächelst still weiter, während der Wind über uns fegt, uns akzeptiert. „Der Sand erzählt Geschichten, hörst du sie?“ Fragst Du und ich sage: „Sie erzählen von Dir.“ Und beiße mir auf die Zunge. Kurz entgleisen Deine Züge, da beginnst Du zu Lachen. Du stehst auf und reichst mir Deine Hand, als wäre Dir etwas in den Sinn gekommen. Aber für einen Moment sehe ich Dich von hier unten einfach nur an. Wie der Wind deine Haare aufwirbelt und Du sie hinter das Ohr schiebst, wo sie nicht lange bleiben. Dann ergreife ich Deine Hand und lasse sie nicht mehr los. Wir gehen in die Wellen hinein. Werden von ihnen umarmt und bleiben knietief im Wasser stehen. „Und was sagt das Meer?“ Willst Du dann von mir wissen, siehst in die Ferne, über die Weite, die Du so gut kennst. Und ich sehe zu Dir, den ich so gut kenne. „Es singt.“ Sage ich und Du scheinst überrascht und begeistert zugleich, lächelst breit in Deine Mundwinkel und ich sehe Deinem Lächeln so gern zu, als würdest Du es nicht bemerken. Du siehst zu mir und ziehst mich tiefer in das Meer hinein. Kälte und Nässe greifen nach uns, aber ich halte Deine Hand. Mit dem Kopf tauchen wir unter die Wasseroberfläche. Und ich kehre zurück in den Raum ohne Dich. Aber Du bist bei mir. Das hast Du immer wieder gesagt. Ich bin nicht allein. Du bist da.

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