in einer anderen Welt

Wenn ich mit der Elfe zusammen bin, wenn ich ihre Welt erlebe und wie leichtfüßig sie durch sie hindurch wandert, ist es, als würde ich einem Wunderwesen zusehen. Wenn ich dann noch bei ihren Eltern bin, wird mir klar, warum ein Mensch auch leicht und einfach sein kann und nicht so kaputt und dunkel wie ich ist. Ich werde umarmt, geliebt und wertgeschätzt. Man kommt mir mit Liebe entgegen und Respekt. Man drückt mich an sich, man spricht sanft zu mir und auf mich ein, interessiert sich für mich und was ich sage und hört zu. Einerseits ist das ein schöner Gedanke, ich weiß es zu schätzen, aber andererseits, wenn man aus einer Welt wie der meinen kommt, ist es auch ein mulmiges Gefühl. Weil man hinter jedem netten Satz die Krallen erwartet oder die fletschenden Zähne. Und wenn dann nichts kommt wird die Angst größer.

Die Elfe hat mich mit auf ein Konzert geführt, dass meine Ohren klingelten. Aber inmitten der Menschen und den Blick auf die Bühne, habe ich mich gefragt, was ich hier eigentlich mache? Warum bin ich hier? Habe meine Existenz angezweifelt und für einen kurzen Moment mit lebensmüden Gedanken gespielt. Mir war, als stürze eine Welt zusammen ohne dass ich weiß wieso. Nur, dass ich in diesem Moment wieder aufgeben wollte, weil ich mich so Fehl am Platz fühlte. Während alle trinken, rauchen, reden, tanzen und sich gut fühlen, baut sich in mir ein schwarzes Loch auf, dass mich in sich zieht und verschlingt.
Es war schön, ohne Frage. Vor allem mal wieder was anderes erlebt zu haben und die Musik zu spüren und zu hören. Die Sicherheit der Elfe um mich zu wissen. Doch diese Gedanken und Gefühle wühlen noch immer in mir und tauchen auf und bleiben.
Eine Freiheit wie sie die Elfe erlangt hat, werde ich wohl niemals erleben, weil meine Vergangenheit weniger liebevoll und stärkend war, als die der Elfe. Aber ich kann ihre Anwesenheit genießen und von ihr lernen oder einfach nur das Gefühl schätzen, dass ich Teil ihrer zauberhaften Welt sein darf.
Auf dem Rückweg ist sie einfach auf dem Seitenstraßen mit dem Auto stehen geblieben und tänzelnd ausgestiegen, auf der Straße gelaufen um den gelben großen Halbmond zu betrachten und einfach so am Straßenrand stehen zu bleiben für einen Augenblick um ihn in seiner Schönheit zu bewundern und darüber glücklich zu sein. Ich bin weit davon entfernt, aber für den Moment, hat es sich sehr nahe angefühlt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Klapperhorn

Du weisst nicht, was dich erwartet.

Irgendwas ist immer

In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht.

buchstabenmagie.wordpress.com/

Magie ist, aus 26 Buchstaben Welten zu erschaffen

Ysardssons Welt

Science Fiction und Fantasy

Der verwunschene See

Im Märchenland

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Kayla McCurdy's Blog

Write the truth as you know it, as you feel it and as you learn from it.

Strange Trails

“The core of man's spirit comes from new experiences.” ― Jon Krakauer, Into the Wild

Deus Ex Teacup

Paperplanes are a way of communication, too.

%d Bloggern gefällt das: